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Künstliche Befruchtung: In-Vitro-Fertilisation

Neben der Insemination ist die In-Vitro-Fertilisation IVF eine weitere stark verbreitete Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei wird die Befruchtung („in vitro“, in einem Glas) in einem Reagenzglas vollzogen.

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In-Vitro-Fertilisation

Der Frau werden dazu befruchtungsfähige Eizellen entnommen, die mit den durch Masturbation gewonnenen Samenzellen im Reagenzglas zusammengebracht werden. 40 bis 50 Stunden danach werden die befruchteten Eizellen in die Gebärmutterhöhle eingesetzt, wo sie sich ganz natürlich einnisten.

Bild: Sven Hoppe - Fotolia.de

Chancenerhöhung durch Hormonstimulation

Normal nistet sich bei einer Frau pro Zyklus nur eine Eizelle ein. Um die Erfolgschancen der IVF zu erhöhen, werden durch Hormonstimulation bis zu 10 Eizellen gebildet, die durch einen meist operativen Eingriff entnommen werden. Maximal drei der entnommenen Eizellen werden befruchtet und wieder eingesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich mindestens eine von drei Eizellen einnistet und zu einer Schwangerschaft führt, wird dadurch erhöht. In seltenen Fällen kann es zur Geburt von Zwillingen oder Drillingen kommen. Aus diesem Grund ist die Eizellenzahl in Deutschland gesetzlich auf maximal drei begrenzt. Mehrlingsgeburten sind immer mit einem erhöhten Risiko für Mutter und Kinder verbunden. In anderen Ländern gibt es diese Beschränkung nicht, oft hört man deshalb von spektakulären Geburten von Vierlingen oder sogar Fünflingen. Die Erfolgsquote der IVF, der Geburt eines gesunden Kindes, wird in Abhängigkeit vom Alter der Mutter von den Medizinern mit bis zu 30% angegeben.