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Der Musikalische Märchenwald

In diesem Artikel:

Der Musikalische MärchenwaldMÜNCHEN. Im Musikalischen Märchenwald von Antonio Estupiñán in der Artetonal Schule für Musik entwickeln Kinder zwischen 3,5 und 5 Jahren beim gemeinsamen Singen und Theaterspielen, bei Instrumentenspiel und Bewegung, einen Tanz, ein Kinderlied oder eine kleine Geschichte. Ihr „Projekt“ führen sie dann vor Eltern und Freunden auf. Basierend auf der klassischen Musikalischen Früherziehung legt Inhaber Antonio Estupiñán bei dieser Art des Musizierens besonderen Wert auf „die Entwicklung des künstlerischen Aspekts in der Musik “.

Dieser Kurs ist aus der Praxis der Elementaren Musikpädagogik entstanden: Eine Gruppe besonders kreativer Kinder hatte sich „zufällig” gebildet. Aus dem Ideenreichtum dieser Kinder entstand, ausgehend von der klassischen Musikalischen Früherziehung, der Musikalische Märchenwald.
Der Musikalische Märchenwald hat mehrere Ziele, die sich in einem Wort zusammenfassen lassen: Entfaltung. Die Kinder haben in diesem Kurs eine besonders breitgefächerte Möglichkeit, Vorlieben und Fähigkeiten in mehreren Bereichen kennenzulernen und zu entwickeln, denn sie werden dazu angeregt, selbst den Inhalt mit zu gestalten. Sie gestalten gemeinsam, durch Singen, Instrumentenspiel, Tanz und Theater ein Kinderlied oder eine kleine Geschichte, die dann, sobald sie »aufführungsreif« ist den Eltern und Freunden gezeigt wird (dies kann spontan nach der Stunde oder, bei größeren Projekten, nach ein paar Wochen geschehen). Aus manchem “Quatsch”, der von den Kindern in Bezug auf ein Lied, einen Tanz oder der instrumentalen Begleitung zu einem Kinderlied eingeworfen wird, kann was neues entstehen, wenn die Lehrkraft es geschickt aufnimmt, ordnet und einfügt ins Ganze.

Die Kinder werden wahr- und ernst genommen, dazu angeregt, Ideen beizusteuern, und freuen sich, wenn sie sehen, dass ihr Einwurf gut passt. Es entsteht zum Beispiel ein Tanz zu der Musik, die die Kinder selbst auf Instrumenten spielen. Eine CD kommt hier so gut wie nie zum Einsatz.

Ein anderes Ziel ist, dass die Kinder sich trauen zu zeigen, was sie können, indem in möglichst kurzen Abständen kleine Aufführungen stattfinden. Kinder haben in dem Alter eine natürliche Freude daran, zum Beispiel vor den Eltern zu musizieren und zu tanzen. Diese Natürlichkeit gilt es, zu bewahren bzw. zu fördern. Jedes Kind wird nach seinen eigenen Möglichkeiten und Wünschen in ein kleines musikalisches „Projekt” integriert und darin gefördert, sich mit seinem Einsatz in die gemeinschaftliche Gestaltung als wichtiges Teil des Ganzen zu erleben. Das alles geschieht ohne Druck und ohne Ziehen, die Kinder finden ihren Platz in diesem Ungezwungenen, aber geordneten Gestaltungs-Raum und können in dieser Freiheit etwas Eigenes entdecken, geleitet durch zwei natürliche Eigenschaften, die jedes Kind hat: Neugierde und die Lust Neues zu lernen. Hier steht in erster Linie die Förderung der natürlichen Freude, die Kinder an Bewegung, Musik und Fantasie haben.

artetonal.de