MENU

Ernährung in der Schwangerschaft: Was dein Baby im Bauch wirklich braucht

Zehn Monate verbringt ein neuer Erdenbürger im Körper seiner Mutter, bevor er das Licht der Welt erblicken darf. Während sich aus einer einzigen Zelle ein kompletter Mensch entwickelt, sorgt der mütterliche Körper dafür, dass alle notwendigen Stoffe für diesen Entwicklungsprozess zur Verfügung gestellt werden. Bedeutet zu "Zweit sein" deshalb, auch für zwei Personen essen zu müssen? Inhaltlich ja, aber mengenmäßig nein.

In diesem Artikel:

Ernährung in der Schwangerschaft: Viele Bedürfnisse

Das heranwachsende Kind braucht eine andere Nährstoffversorgung als die Mutter, weil sein Körper erst gebildet wird. Sein Wachstum braucht in der Zeit der Zellteilung und Einnistung in der Gebärmutter andere Nährstoffe als im letzten Schwangerschaftsdrittel, wenn alle Organe ausgereift sind und nur noch Muskel- und Knochenmasse sowie Fettgewebe aufgebaut werden. Die Mutter nimmt dagegen in der Schwangerschaft an Gewicht zu. Ihre Muskelarbeit wird jeden Monat verstärkt, weil das Gewicht des zu tragenden Kindes kontinuierlich zunimmt. Verstärkte Hormonausschüttungen verbrauchen Energie, die einer Schwangeren Erschöpfungszustände bescheren können. Häufig kommen Heißhungerattacken hinzu, die einen Zugriff auf sofort verfügbare Energiereserven verraten. Abhängig vom Wachstum des Babys werden unterschiedliche Nährstoffe verstärkt zu bestimmten Zeiten vom kindlichen Organismus benötigt. Dann stellen sich Gelüste auf bestimmte Nahrungsmittel ein, während andere Lebensmittel plötzlich Übelkeit verursachen.

Was braucht das Baby?

Das mütterliche Blut transportiert alle notwendigen Nährstoffe über die Nabelschnur in den Körper des heranwachsenden Kindes. Fehlen hierbei durch fehlerhafte Ernährung Nährstoffe für den Aufbau des Körpers, werden diese direkt aus dem mütterlichen Körper abgebaut. Bei einem Mineralstoffmangel bedient sich der Körper beispielsweise an den Zähnen und Knochen der Mutter und baut das Mineral an diesen Stellen ab, um die Knochenbildung des Babys zu gewährleisten. Für die Blutbildung wird Eisen benötigt. Bei unzureichender Zufuhr über die Ernährung wird Eisen aus dem mütterlichen Blut abgezogen, sodass sich bei der Schwangeren eine leichte Anämie einstellen kann. Folsäure ist wichtig für eine gesunde Entwicklung des Gehirns, die schon in den ersten Schwangerschaftswochen beginnt. Deshalb sollte bereits vor einer geplanten Schwangerschaft auf einen ausgeglichenen Eisenspiegel geachtet werden.

Doppelte Portionen tun nicht gut

Oft resultiert der Heißhunger aus einem konkreten Nährstoffbedarf des Ungeborenen, der durch die mütterliche Ernährung nicht gedeckt wird. Das Bedürfnis zu essen ist daher der Versuch des Körpers, über ein Mehr an Nahrung den Mangel an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen auszugleichen. Dabei werden verstärkt Kohlenhydrate und Fette aufgenommen, die für das Ungeborene nicht verwertet werden können, aber als zusätzliche Kilos auf die Hüften wandern. Speziell Eiweiß ist in der Schwangerschaft ein wichtiger Energielieferant für den Muskelaufbau. Aber auch hier sollte die Kombination von Fett und Eiweiß beachtet werden. Eiweißhaltige Produkte mit geringem Fettanteil tun nicht nur dem Ungeborenen, sondern auch der werdenden Mutter gut.

Nahrungsergänzungsstoffe in der Schwangerschaft?

Lebensmittel, die bearbeitet wurden, weisen nur noch wenige Nährstoffe auf, die der Körper verwerten kann. Daher ist es umso wichtiger, gerade in der Schwangerschaft frische und unverarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen. Frisches Gemüse, das nur kurz gekocht wird, der sparsame Einsatz von Nudeln und Kartoffeln, frisches Obst in Maßen und magere Eiweißprodukte wie Magerquark und Joghurt sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Fisch sollte frisch gebraten und nicht paniert aus Tiefkühlpackungen auf den Tisch kommen. Fast Food, fette Speisen und zuckerhaltige Nahrungsmittel und Süßgetränke müssen speziell in der Schwangerschaft von der Einkaufsliste gestrichen werden, denn das Baby isst mit. Selbst bei gesunder Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen nicht mehr sichergestellt. Der erhöhte Vitamin C-Bedarf wird in den meisten Fällen nicht abgedeckt und die durch Sonnenlicht ausgelöste Vitamin D-Produktion ist klimatisch bedingt nicht ausreichend. Daher muss abgeklärt werden, welche Mineralstoffe und Vitamine dem mütterlichen Körper fehlen, um diese Depots durch Ergänzungsstoffe aufzufüllen.

Was tun, wenn bestimmte Nahrungsmittel in der Schwangerschaft nicht vertragen werden?

Speziell in der Schwangerschaft tauchen häufig neue Essgelüste auf. Es kann aber auch passieren, dass der Hauch eines Geruches Übelkeit und Erbrechen auslöst. Handelt es sich dabei um fetthaltige oder stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel, bedeutet der Verzicht darauf keinen Verlust. Wer sich nicht mit Roter Bete, frischem Spinat oder Fisch anfreunden kann, sollte auf Alternativen zurückgreifen. Grüne Smoothies versorgen Mutter und Kind mit Ballast- und Mineralstoffen. Kaliumhaltige Lebensmittel wie Trockenobst, Himbeeren, Johannisbeeren, Kiwi, alle Kohlsorten, Hülsenfrüchte, Karotten, Kohlrabi, Löwenzahn, Schwarzwurzeln, Sellerie, rote Paprika, Tomaten und auch Fenchel werden für die Zell- und die Pumparbeit des Herzens benötigt. Wenn gegen bestimmte Lebensmittel plötzlich eine Abneigung empfunden wird, kann sich das wieder ändern, sobald das Kind geboren ist. Außerdem gibt es einfache und natürliche Mittel, die man ergänzend zu einer gesunden und ausgeglichenen Ernährung nehmen kann. Besonders die Auswahl der Nahrungsergänzungsmittel nach und während der Schwangerschaft der shop-apotheke.com sind zu empfehlen.

Bewusster und in Maßen essen

Die Ernährung in der Schwangerschaft steht in direktem Zusammenhang mit der Ausbildung des kindlichen Körpers. Das Gehirn, die Gliedmaßen und das Herz werden im ersten Monat angelegt. Die Lunge und die Augen beginnen ihre Entwicklung im zweiten Schwangerschaftsmonat. Eiweiß, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sind in dieser Zeit in erhöhter Menge notwendig. Übermäßige Kalorien- und Fettaufnahme stören dagegen das physische Gleichgewicht. Koffeinhaltige Getränke gehören nicht mehr auf den Einkaufszettel, um das Baby nicht in einen künstlich erzeugten Aufregungszustand zu versetzen. Lebensmittel wie Eier, Fleisch und Fisch sollten nicht roh verzehrt werden, sondern immer gut gebraten oder gegart verzehrt werden. Auf Innereien wie Leber oder Nieren sollte während der Schwangerschaft ebenfalls verzichtet werden. Alkohol ist grundsätzlich tabu, da es die Gehirnbildung negativ beeinflussen kann.

Je einfacher und naturbelassener die Ernährung in der Schwangerschaft ist, desto besser für Mutter und Kind. Jeder weiß, dass eine einfache Ernährung mit unverarbeiteten Lebensmitteln nur Vorteile bringt. Um dem Ungeborenen einen guten Start ins Leben mit einem gesunden Körper zu ermöglichen, sollte sich jede werdende Mutter für eine einfache Ernährung mit frischen Lebensmitteln entscheiden - dem eigenen Kind zuliebe.