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Beckenboden stärken – die unbekannte Kraft

Stark und muskulös: Das Geheimnis des Beckenbodens liegt in seiner unsichtbaren und meist unbekannten Kraft. Ausgestattet mit drei dicken Muskelschichten hält und stützt er alle inneren Organe und sorgt für eine stabile Blasenfunktion. Zudem fördert er eine gute Körperhaltung und ein befriedigendes Sexualleben. Gründe genug, den eigenen Beckenboden gesund und kräftig zu erhalten.

In diesem Artikel:

Belastungsprobe Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft kann den Beckenboden ganz schön aus der Form bringen. Zum einen muss er dem Druck der wachsenden Gebärmutter standhalten, zum anderen muss er sich extrem ausdehnen, um dem Baby bei der Geburt genug Platz zu machen. Kein Wunder also, dass die Beckenbodenmuskulatur bei den meisten Frauen nach der Schwangerschaft enorm geschwächt ist.

Sport für Mütter

Angebote in deiner Region findest du hier: Rückbildungskurse

Übung macht den Meister

Gezielte Übungen helfen, den Beckenboden wieder zu kräftigen. Die Frankfurter Physiotherapeutin Maja Seybold rät daher allen Frauen, bereits im Wochenbett mit den ersten Übungen zu beginnen. Noch wichtiger sei es, ungefähr 6 bis 8 Wochen nach der Geburt einen Rückbildungskurs zu besuchen. „Hier lernen die meisten Frauen zum ersten Mal ihren Beckenboden kennen. Viele wissen erst einmal nicht, wo und was sie in ihrem Unterleib an- und entspannen sollen“ erzählt Frau Seybold aus ihrem Praxisalltag. Doch jede Physiotherapeutin hat ihre eigenen Tricks und Methoden, den Frauen ihren Beckenboden näher zu bringen. Denn „die Aktivierung und Sensibilisierung des Beckenbodens ist das entscheidende Ziel“ erklärt Frau Seybold.

Blasenschwäche? Nein danke!

Ob klassische Rückbildungsgymnastik oder moderne Angebote wie sanfte Yoga-Übungen oder orientalischer Bauchtanz – die Hauptsache ist, die Rückbildung ernst zu nehmen, damit Langzeitfolgen wie Blasenschwäche oder Inkontinenz gar nicht erst entstehen können.