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Papa in Elternzeit - Papa bleibt zu Hause

Wenn sich Papa an der Erziehung beteiligt, am Füttern, Windelwechseln und Spielplatzbesuch, dann ist das ein Gewinn für alle Beteiligten. Es eröffnet mehr Spielraum: Ein flexibleres Familienmodell, Abschied von der klassischen Rollenverteilung.

In diesem Artikel:

Papa bleibt zu Hause - Babys und Väter profitieren von der Elternzeit

Immer mehr Väter nehmen eine Babypause – allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres waren fast 20 Prozent der Antragsteller Männer. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2009 bundesweit 800.942 Anträge auf Elterngeld bewilligt, davon 18,6 Prozent für die Väter. Rund drei Viertel dieser Väter pausieren ein bis zwei Monate, 11,1 Prozent bleiben zehn bis zwölf Monate zu Hause. Verglichen mit den berufstätigen Müttern ist das (noch) wenig: Von ihnen nahmen 92,4 Prozent die gesamten zwölf Monate in Anspruch.

Vätermonate stärken auch die Partnerschaft

Vätermonate bieten nicht nur die Chance auf eine engere Vater-Kind-Beziehung: Für die Familien da zu sein, nachts aufzustehen, der Mutter Freiraum zu schaffen, das stärkt auch die Partnerschaft. Und wer sich ein paar Monate ausschließlich um sein Kind gekümmert hat, der zieht sich später nicht mehr so einfach aus der Verantwortung.

Engagierte Väter leben gesünder und länger

Väter, die nach der Geburt ihres Kindes Auszeit vom Job nehmen, sollen laut einer Studie sogar länger leben als Väter, die durchgehend arbeiten. Das berichten Forscher des Karolinska Institute im Journal „Social Science and Medicine“. Sie erhoben Daten von über 70.000 schwedischen Männern, die zwischen 1988 und 1989 Vater geworden waren. Bei den Vätern, die nach der Geburt mehrere Monate Pause gemacht hatten, war die Sterblichkeitsrate um 25 geringer als beim Rest. Den Zusammenhang sehen die Forscher so: Männer mit enger Beziehung zur eigenen Familie achten mehr auf ihre Gesundheit, gehen weniger Risiken ein, ernähren sich besser – und leben insgesamt gesünder.