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Elternzeit für Väter: Die gemeinsame Zeit stärkt die Bindung fürs ganze Leben

„Die Zeit mit meinen Kindern ist etwas ganz Besonderes“, sagt Papa Elmar. Das weiß er aus Erfahrung: Für seinen Sohn Len hat sich der Abteilungsleiter ein halbes Jahr Elternzeit genommen. Da war Len acht Monate alt.

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Recht auf Elternzeit

Laut Gesetz haben Väter ebenso wie Mütter Anspruch auf eine Elternzeit bis zu drei Jahren. Diese kann auch gleichzeitig mit der Partnerin genommen werden. Eine komplette Auszeit ist genauso möglich wie eine Elternzeit in Teilzeit. Wichtig ist: Väter müssen ihre Elternzeit mindestens sieben Woche vor dem Geburtstermin beantragen. Acht Wochen vor der Geburt genießen auch werdende Papas Kündigungsschutz. Dieser erlischt dann am ersten Tag nach der Elternzeit.

Auch wenn der Chef oder die Chefin die Elternzeit bewilligen muss, heißt es nicht, dass Väter (und auch Mütter) nach der Babypause dieselbe Position wiederbekommen.

Die neue Elternzeitregelung sieht vor, dass Mütter und Väter zwischen dem dritten und achten Lebensjahr eine unbezahlte Auszeit von bis zu 24 Monaten beantragen können, bisher waren es zwölf. Eine Elternzeit nach dem 3. Geburtstag müssen Väter allerdings jetzt 13 Wochen vorher anmelden, zuvor waren es sieben.

Vereinbarkeit von Kindern und Karriere sehr wichtig

Zurzeit ist er für sein vor Kurzem geborenes Töchterchen Gemma noch einmal vier Monate zu Hause. Damit gehört er in Niedersachsen zu dem Drittel an Männern, die sich vorübergehend ganz ihren Kindern widmen.

Laut einer kürzlich erschienenen Familienstudie der Unternehmensberatung A.T. Kearney finden 92 Prozent der Väter eine gute Vereinbarkeit von Kindern und Karriere sehr wichtig für ihr persönliches Wohlbefinden. Und das wird vom Gesetzgeber unterstützt: Väter haben genau wie Mütter das Recht auf Elternzeit – auch wenn es manchem Arbeitgeber nicht passt.

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Damit die Elternzeit nicht zum Karriereknick wird

Vater Elmar hat in seiner Firma Glück gehabt, auch wenn seine Vorgesetzten nicht gerade erfreut über seine Entscheidung waren. Die Kollegen aber haben durchweg positiv reagiert. Um den Anschluss nicht zu verlieren, hat er abends weiterhin seine E-Mails bearbeitet und angeboten, einmal in der Woche einen halben Tag in seiner Firma präsent zu sein.

Eine durchaus kluge Entscheidung: Laut der Kearney-Studie glaubt immerhin jeder dritte Vater, dass seine Karriere gefährdet ist, wenn er familienfreundliche Angebote wie eine längere Elternzeit in Anspruch nimmt.

Elternzeit ist Gewinn auf allen Beziehungsebenen

Dennoch möchte Elmar jedem Vater dazu raten: „Ich bin sicher, dass die Bindung, die man in der ersten Zeit aufbaut, sich auf das ganze Leben auswirkt.“ Nicht eine Minute habe er die Zeit mit seinen Kindern als anstrengend empfunden. Im Gegenteil: „Mir hat das sehr viel gegeben.“

Wichtig ist ihm auch, dass seine Frau und er gleichberechtigt sind: „Bis heute werden alle Aufgaben geteilt, wir können beide alles.“ Und das, betont Vater und Ehemann Elmar, tue auch der Partnerschaft gut.


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