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Geburtsklinik erhält Zertifikat

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Geburtsklinik erhält ZertifikatLONGERICH. Das Heilig Geist-Krankenhaus ist die erste mit „Babyfreundlich“ zertifizierte Geburtsklinik in Köln. Vergeben wird das Zertifikat von der „Initiative Babyfreundlich“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Kinderhilfswerks UNICEF. Die Initiative möchte die ersten Lebenstage eines Kindes ganz besonders schützen und setzt sich für die Umsetzung der sogenannten B.E.St®-Kriterien der Initiative ein. Die Anforderungen, um die Auszeichnung „Babyfreundlich“ zu erhalten, sind hoch.

„Wir sind ganz besonders stolz auf dieses Zertifikat, das insbesondere das Verdienst unserer Hebammen, der Pflegerinnen und Pfleger sowie der Ärztinnen und Ärzte in der Geburtshilfe und unseres Qualitätsmanagements ist. Alle Beteiligten haben sich gemeinsam für die Umsetzung der B.E.St®-Kriterien eingesetzt“, kommentierte die Geschäftsleitung des Heilig Geist-Krankenhaus diese Auszeichnung. „Eltern, die zu uns kommen, um ihr Kind zu bekommen, können sich sicher sein, dass bei uns die Bindungsförderung von Mutter und Kind an erster Stelle steht.“
Die Anforderungen, um dieses Zertifikat zu erhalten, sind hoch. Es gilt, die intensive Betreuung der Mütter bereits vor und nach der Geburt zu gewährleisten und eine Bindungs- und Stillförderung durchgehend umzusetzen. Ein Schwerpunkt der Initiative ist die Förderung des Stillens, das unter anderem das Immunsystem des Kindes stärkt und zur Risikoverminderung des plötzlichen Kindstodes beiträgt. „Viele Anfangsschwierigkeiten, die beim Stillen auftreten können, können durch ein gut geschultes Personal vermieden werden. Wir haben dafür die besten Voraussetzungen“, freut sich Katharina Belohlawek, Stillbeauftrage und Hebamme in der Frauenklinik am Heilig Geist-Krankenhaus. „Jeder hier in der Abteilung hat eine spezielle Schulung zum Thema Stillen absolviert. Darüber hinaus arbeiten bei uns Mitarbeiterinnen mit der weltweit anerkannten Weiterbildung zur IBCLC (International board certified lactation consultant) sowie ausgebildete Stillberaterinnen.“
Aber auch weit nach der Geburt und ihrem Aufenthalt in der Geburtsklinik haben die Frauen am Heilig Geist-Krankenhaus feste Ansprechpartnerinnen zum Thema Stillen: Alle Fragen, beispielsweise zum richtigen Anlegen oder zu Stillrhythmen etc., können in der Stillambulanz oder Stillgruppe angesprochen werden. Frauen, die nicht stillen wollen oder aus medizinischen Gründen nicht können, werden bei uns aber ebenso umfassend informiert und betreut, betont die Stillbeauftragte.

Eine weitere zentrale Rolle spielt das „Bonding“, das unter anderem den Hautkontakt unmittelbar nach der Geburt mit einschließt. Ein gelungener Bindungsaufbau mit einer frühen, stabilen Beziehung fördert die körperliche, geistige und soziale Entwicklung des Kindes. Wichtig ist auch, dass Mutter und Kind so wenig als nötig voneinander getrennt werden. Ein 24-Stunden-Rooming- In gehört dementsprechend zu einem guten Start ins Leben dazu. „Den Stress für Mutter und Kind zu reduzieren, ist uns ein großes Anliegen“, sagt Dr. Claudius Fridrich, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe der Frauenklinik Köln. „Wir möchten, dass die Geburt sowie das Davor und das Danach so natürlich, unkompliziert und sicher als möglich von statten geht.“
Die WHO/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ setzt sich für die Umsetzung eines internationalen Betreuungsstandards (B.E.St.®-Kriterien) und die Verbreitung des Qualitätssiegels „Babyfreundlich“ in Deutschland ein. Dazu informiert sie die Öffentlichkeit über die weitreichende Bedeutung der Still- und Bindungsförderung und unterstützt Einrichtungen der Geburtshilfe und Kinderheilkunde bei der Umsetzung der B.E.St.®-Kriterien, die eine Bindung ermöglichen sowie die Entwicklung und das Stillen fördern.

www.hgk-koeln.de

© Heilig Geist Krankenhaus

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