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HEDI – Schwangerenversorgung digital unt

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HEDI – Schwangerenversorgung digital untGÖTTINGEN/SÜDNIEDERSACHSEN. Werdende Mütter und junge Familien haben einen großen Bedarf an aktiver Hilfe und Beratung, um sich in ihrer neuen Lebenssituation einzufinden. Dabei spielen nicht nur Familie und Freunde eine aktive Rolle, sondern auch vielfältige professionelle Betreuende wie Gynäkolog*innen, Kinderärzt*innen, psycho-soziale Beratungsstellen und Hebammen. Doch gerade die Betreuung durch Hebammen, auf deren Unterstützung Schwangere ein Recht haben, kann nicht mehr sichergestellt werden. Die Zahl der aktiven Hebammen sinkt und immer mehr Frauen haben Schwierigkeiten, eine Hebamme zu finden.
Das sich in der Entwicklung befindende Projekt HEDI – Schwangerenversorgung digital unterstützt – verfolgt daher das Ziel, die Situation von Schwangeren, Hebammen und dem vielfältigen Kreis ihrer Betreuenden zu verbessern. HEDI ist gegliedert in Teilprojekte und wird gefördert als regionales Projekt der Gesundheitsregion (Göttingen/Südniedersachsen) vom niedersächsischen Sozialministerium und Kooperationspartnern; auch Mittel des Europäischen Sozialfonds unter der Förderlinie „Soziale Innovation“ sind beantragt. In einem mehrstufigen Prozess werden gemeinsam mit Hebammen, Frauen- und Kinderärzt*innen und weiteren Akteur*innen aus dem medizinischen und sozialen Bereich drei kostenlose und werbefreie Apps entwickelt. Diese digitalen Hilfen konzentrieren sich dabei jeweils auf unterschiedliche Ziele und Zielgruppen:
Eine Informations-App stellt medizinisch valide Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bereit und verknüpft diese mit entsprechenden Ansprechpartnern und Unterstützungsangeboten in der Region. Besonderes Feature: Die Informationen werden in verschiedenen Sprachen aufbereitet.
Die Kommunikations-App ermöglicht einen sicheren Chat zwischen Schwangeren bzw. jungen Müttern und Hebammen – als Alternative zu WhatsApp, dessen Nutzung datenschutzrechtliche Probleme mit sich bringt.
Die dritte digitale Hilfe ist eine Koordinierungs-App, die es Schwangeren ermöglichen wird, Hebammen in der Region anzufragen. Die Hebammen haben wiederum die Möglichkeit, sich untereinander abzustimmen. Wer übernimmt welche Betreuungsanfrage, wer kann eine Urlaubsvertretung übernehmen, wer hilft im Notfall?
Das Modellprojekt wird aktuell in Südniedersachsen durchgeführt, es soll jedoch langfristig auch auf andere Regionen in Deutschland übertragen werden. Für HEDI ist es wichtig, konkret auf die Situation in der Region einzugehen. Wer Interesse hat, eigene Erfahrungen aus Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett hier einzubringen, wendet sich gerne an die Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen

info@gesundheitsregiongoettingen.de

Bildquelle: © GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH