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Kinder - Zahnpflege - Karies früh verhindern

Eine Studie bescheinigt deutschen Kindern eine gute Zahngesundheit. Die Forscher führen die positive Entwicklung daraufhin zurück, dass die Eltern immer größeren Wert auf die richtige Zahnpflege ihres Kindes legen. Aber wie lässt sich Karies bei den Kleinsten verhindern?

In diesem Artikel:

Studie zur Zahngesundheit

Eine Studie zur Zahngesundheit fand heraus, dass 12 Jahre alte Kinder in Deutschland im Durchschnitt nur 0,7 Zähne mit Karies befallene Zähne haben. Im internationalen Durchschnitt ist das ein gutes Ergebnis. Die Forscher führen die positive Entwicklung daraufhin zurück, dass die Eltern immer größeren Wert auf die richtige Zahnpflege ihres Kindes legen. Aber wie lässt sich Karies bei den Kleinsten verhindern?

So entsteht Karies

Die Hauptursache bei der Entstehung von Karies sind Bakterien. Diese Bakterien bauen aufgenommenen Zucker ab, damit der Körper die daraus benötigte Energie aufnehmen kann. Aus dem Zucker im Mund entstehen beim Gärungsprozess aber auch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können. Je länger aufgenommene Nahrung im Mund verbleibt, desto größer ist die Chance auf die Bildung von Karies. Vor allem klebrige Bonbons bieten den Bakterien ideale Bedingungen, denn die schleimige Konsistenz bleibt mitunter über Stunden im Mund des Kindes zurück.

So kann Karies bei Kindern verhindert werden

Durch die Vergabe von Fluorid nehmen Kinder- und Zahnärzte die Zahngesundheit von Kindern immer ernster. Und so erhalten die meisten Babies noch vor ihrem ersten Geburtstag regelmäßig Fluoridtabletten. Sobald die ersten Zähne sichtbar sind, darf auf eine konsequente Zahnpflege nicht mehr verzichtet werden. Für die Eltern bedeutet dies, dass das Putzen ein fester Bestandteil des Tages werden muss und wenigstens am Abend vor dem Schlafengehen unverzichtbar ist. "Vergessen", "zu müde" oder "keine Lust" dürfen keine zulässigen Ausreden werden. Sobald das Kind an den Mahlzeiten teilnimmt, sollte das Zähneputzen zwei Mal täglich stattfinden. Die Ernährung selbst spielt bei der Zahngesundheit der Kinder eine große Rolle. Sobald wie möglich muss das Trinken in der Nacht eingestellt werden. Hat das Kind Durst, darf es selbstverständlich nachts Wasser trinken. Milch oder gar Säfte sind allerdings tabu - Im Idealfall wird auch am Tag nur Wasser getrunken. Das Nuckeln an Trinkflaschen, in denen sich im schlimmsten Fall noch gesüßte Getränke befinden, stellt außerdem eine große Kariesgefahr dar und sollte von Anfang an unterbunden werden. Auch der regelmäßige Zahnarztbesuch ist im frühen Alter enorm wichtig. Von auf Kinder spezialisierten Zahnärzten wird ein erster Besuch beim Zahnarzt bereits ab dem ersten Zahn empfohlen. Durch die Teilnahme an regelmäßigen Untersuchungen kann ein Vertrauensverhältnis zu dem Arzt aufgebaut und einer späteren Zahnarztangst vorgebeugt werden.

Richtig Zähne putzen will gelernt sein

Wer seinem Kind zeigt, wie das Zähneputzen richtig funktioniert, legt einen wichtigen Grundstein für gesunde Zähne. Das Putzen ist alles andere als ein Kraftakt. Bei aller kindlicher Euphorie und Hartnäckigkeit muss ein Kind, sobald es selbst putzt, verinnerlichen, dass Kraft und Druck nicht das ist, was das Putzergebnis verbessert. Etwa ab dem 3. Lebensjahr kann von einer manuellen auf eine elektrische Zahnbürste umgestellt werden. Erfahrungen haben gezeigt, dass sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen das Putzergebnis bei Verwendung einer elektrischen Zahnbürste besser ist. Es spricht nichts dagegen, dem Kind also auf diese Weise die Zähne zu putzen und grundsätzlich darf und soll ein Kind auch schon früh selbst tätig werden. Als Eltern allerdings ist die Kontrolle und das eventuelle nachträgliche Putzen unverzichtbar bis sie sich sicher sein können, dass das Kind die Zahnpflege schon verlässlich selbst beherrscht.


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