MENU

Kinderfahrräder - Gesundheit fördern durch Fahrradfahren

Klettern, toben, rennen - Bewegung macht kleinen und größeren Kindern viel Spaß. Schon die Kleinsten wollen sich ausprobieren und ihren Körper erfahren. Kinder brauchen Sport und Bewegung aber auch, um sich optimal entwickeln zu können. Dieser Beitrag erklärt, warum gerade Kinderfahrräder so wertvoll für die Gesundheit von Kindern sind und welche Vorteile die ganze Familie davon hat.

In diesem Artikel:

ANZEIGE

Die Auswirkungen von Sport und Bewegung auf Kinder

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, den sie ausleben sollten. Nur so können sich Körper und Geist optimal entwickeln. Körperliche Betätigungen fördern die Körperwahrnehmung und das Koordinationsvermögen. Gleichzeitig wird der Gleichgewichtssinn geschult. Sämtliche Bewegungen an der frischen Luft regen Kreislauf und Stoffwechsel an, so dass der Körper besser mit Sauerstoff versorgt wird. Knochen und Organe werden gekräftigt und die Muskeln bauen sich auf. Die körperlichen Erfahrungen fördern die Selbstwahrnehmung. Kinder lernen beim aktiven Bewegen, wie ihr Körper reagiert und wie sie ihn bewusst einsetzen können. Die verbesserte Kondition und Fitness stärken außerdem das Selbstbewusstsein, weil Kinder dann besser mit Gleichaltrigen mithalten kann.

Fahrradfahren fördert die kindliche Entwicklung

Beim Radfahren koordinieren Kinder verschiedene Bewegungsabläufe. Sie bewegen die Beine, während sie gleichzeitig das Gleichgewicht halten und lenken. Währenddessen müssen sie aufmerksam auf den Weg und mögliche Hindernisse achten, die Geschwindigkeit anpassen und bremsbereit sein. Auf diese Weise sind Kinder nicht nur sportlich aktiv, sondern fördern auch die Entwicklung ihres Gehirns, indem sie lernen, sich gezielt zu bewegen, Handlungen aufeinander abzustimmen und sogar gleichzeitig auszuführen. Im Gehirn bilden sich durch diese gezielten Bewegungsabläufe viele neue Verknüpfungen, die die Intelligenz der Kinder fördern.

Darauf sollten Eltern bei Kinderfahrrädern achten

©EdBerlyn_CC0_Pixabay_License

Damit Kinder dauerhaft Freude am Radfahren haben, sollte das Fahrrad an ihre Größe angepasst und richtig eingestellt sein. Sind Lenker und Sattel zu niedrig eingestellt, nimmt das Kind nicht die richtige Körperhaltung ein. Das kann zu Schmerzen führen. Ein zu großes Fahrrad bewirkt, dass Trampeln und Lenken schwerfallen, wodurch der Spaß schnell verloren geht. Außerdem kommt es schneller zu Unfällen, wenn das Kind das Fahrrad deshalb nicht richtig unter Kontrolle halten kann. Sattel und Lenker lassen sich bei Kinderfahrrädern in der Höhe verstellen, so dass nicht ständig ein neues Fahrrad gekauft werden muss. Unsichere Eltern sollten sich vom örtlichen Fahrradhändler beraten lassen. Dort kann das Kind auch verschiedene Fahrräder ausprobieren.

Besonders wichtig ist die Sicherheit von Fahrrädern. Die Bremsen müssen richtig eingestellt und für das Kind leicht zu greifen sein. Für kleinere Kinder ist eine Rücktrittbremse leichter zu bedienen. Hochwertige Leuchten und Reflektoren machen das Kind für andere Menschen besser erkennbar. Ein Kettenschutz verhindert, dass das Kind in die Kette fasst. Um das Kind optimal vor Verletzungen bei Unfällen zu schützen, ist ein Fahrradhelm unerlässlich. Er schützt den Kopf jedoch nur, wenn er richtig an den Kopf des Kindes angepasst ist. Der Helm darf sich nicht bewegen, wenn das Kind den Kopf schüttelt und zwischen Kinn und Gurt sollte nur etwa ein Finger passen. Zwischendurch sollte darauf geachtet werden, dass der Helm nicht nach hinten oder in die Stirn gerutscht ist, sondern waagerecht auf dem Kopf sitzt. Auch wenn in Deutschland keine Fahrradhelmpflicht besteht, sollten Eltern mit gutem Beispiel voran gehen und beim Radeln auch für ihre eigene Sicherheit sorgen. Sonst nehmen Kinder die mögliche Verletzungsgefahr nicht ernst.

Das richtige Alter für ein Kinderfahrrad

Die motorischen und kognitiven Fähigkeiten ermöglichen es Kindern ab etwa drei Jahren, mit einem Roller oder Laufrad zu fahren. Manche Kinder können das schon früher und andere erst etwas später. Bevor Kinder aufs Kinderfahrrad steigen, bieten Roller und Laufräder ihnen die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit Zweirädern zu sammeln.

©Pexels_CC0_Pixabay_License

Der Vorteil ist, dass sie Gleichgewichtsübungen machen können und bei Bedarf trotzdem sofort Bodenkontakt mit den Füßen haben. Sobald Kinder sicher mit diesen Fahrzeugen umgehen, können sie auf ein Kinderfahrrad umsteigen. Auf Stützräder sollte verzichtet werden, weil die Kinder ja mit Roller und Laufrad schon geübt haben, das Gleichgewicht zu halten. Mit Stützrädern am Kinderfahrrad würden sie einen Rückschritt machen. Ein reiches Sortiment von Kinderfahrrädern sowie Fahrradzubehör finden Sie online auf der Webseite von Jako-O.

Das erste Kinderfahrrad sollte noch keine Gänge haben, um das Kind nicht zu überfordern. Ab sechs Jahren können Kinder schon drei Gänge bedienen und ab etwa acht Jahren kommen sie auch mit einer hohen Anzahl an Gängen gut zurecht. Wer das Fahrrad seines Kindes personalisieren will, kann gerne zwischen einem Mädchen,- oder Jungenfahrrad auswählen. Solche Fahrräder unterscheiden sich nicht nur von der Farbe her, sondern bringen auch dem Kind zusätzlichen Komfort, da sie je nach Geschlecht mit der richtigen Form ausgestattet worden sind.

Kinderfahrräder bieten mehr als nur Bewegung

Kinder, die Fahrrad fahren, können ihre Sozialkontakte pflegen und ausweiten, indem sie mit anderen Kindern gemeinsam fahren. Sie lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen und haben gemeinsam noch mehr Spaß. Sobald Kinder sicher mit dem Kinderfahrrad unterwegs sind und der Schulweg geeignet ist, können die Kleinen mit dem Rad zur Schule fahren. Viele Grundschulen bieten in Zusammenarbeit mit der Polizei einen Fahrradführerschein an. Gemeinsam werden die eigenen Fahrräder auf Verkehrssicherheit überprüft und Übungen (Achten fahren, einhändig fahren, dosiertes Bremsen usw.) durchgeführt. In vielen vierten Klasse fahren die Kinder unter der Aufsicht von Polizei, Lehrern und hilfsbereiten Eltern ein Stück im Straßenverkehr ab und erhalten bei sicherer Fahrweise eine Teilnahmebescheinigung, den sogenannten Fahrradführerschein. Übrigens müssen Kinder bis zum achten Lebensjahr auf dem Gehweg oder auf einem von der Fahrbahn getrennten Fahrradweg fahren. Später sollten sie bei gemeinsamen Touren mit den Eltern stets voraus fahren, damit sie im Blickfeld der Eltern bleiben. Zu den Sicherheitstipps gehören auch noch die Fahrradschlösser, denn nur ein verschlossenes Fahrrad ist ein geschlossenes Fahrrad.

Gemeinsame Fahrradtouren mit der Familie in der warmen Jahreszeit fördern die Bindung innerhalb der Familie und schaffen tolle gemeinsame Erinnerungen. Das Wir-Gefühl wird gestärkt und die gesamte Familie bekommt frische Luft und Bewegung. Gemeinsames Fahrradfahren lässt sich wunderbar mit Ausflügen zum Badesee oder zum Spielplatz verbinden. Ein Picknick stärkt unterwegs und wer es noch spannender machen möchte, macht aus der Fahrradtour eine Schnitzeljagd.