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Meningokokken – Krankheiten mit Folgeschäden vermeiden!

Dass eine Meningokokken-Infektion ernsthafte Folgeschäden mit sich bringen kann, ist vielen Eltern nicht bewusst. Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche sind betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht gänzlich ausgereift ist. Aus diesem Anlass fand am 24. April 2016 der jährliche Welt-Meningitis-Tag statt, der auf die Krankheit und Präventionsmöglichkeiten aufmerksam gemacht hat.

In diesem Artikel:

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Welche Folgen kann eine Infektion mit sich bringen?

Meningokokken sind Bakterien, die eine Meningitis (Hirnhautentzündung) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Mehr als 1 von 10 überlebenden Kindern erleidet Folgeschäden und verliert aufgrund notwendiger Amputationen Gliedmaßen oder hat dauerhafte neurologische Probleme(2). Über ein Drittel muss nach einer Ansteckung mit kognitiven, körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen leben(3). Eine Meningokokken-Erkrankung hat aber nicht nur Folgen für die Kleinen, sondern bedeutet für die ganze Familie eine große, insbesondere emotionale, Belastung.

Wie können sich Kinder anstecken und wie kann man sie schützen?

Am häufigsten werden Meningokokken durch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch – also beim Niesen, Sprechen, Husten – übertragen, da sie sich im Nasen-Rachenraum befinden. Bei engem Kontakt kann es auch durch eine Schmierinfektion zu einer Übertragung kommen. Säuglinge und Kleinkinder infizieren sich oft durch mitgebrachte Bakterien von Erwachsenen(4).

Die einzige Möglichkeit, sich oder seine Kinder vor einer Meningokokken-Infektion zu schützen, ist eine Impfung. In Deutschland wird die Impfung gegen den Meningokokken-Typ C von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder ab dem zweiten Lebensjahr empfohlen. Seit 2013 gibt es auch eine Impfung gegen den in Deutschland am häufigsten auftretenden Typ B(5).

Auf welche Anzeichen Eltern achten sollten:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Starke Schläfrigkeit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Nackensteifheit (kann bei Säuglingen fehlen)
  • Krampfanfälle
  • Verhärtete oder hervorstehende Fontanelle

Sollten Eltern eine Ansteckung mit Meningokokken aufgrund der typischen Symptome vermuten, sollten sie umgehend einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Denn: Jede Minute zählt.

Mit freundlicher Unterstützung von GlaxoSmithKline

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(1) www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, April 2016.
(2) Viner RM, et al. Outcomes of invasive meningococcal serogroup B disease in children and adolescents (MOSAIC): a case-control study. Lancet Neurol 2012; 11: 774–83 Published Online August 3, 2012 http://dx.doi.org/10.1016/ S1474-4422(12)70180-1, April 2016.
(3) Ebd.
(4) www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, April 2016.
(5) www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2015/Ausgaben/34_15.pdf?__blob=publicationFile, (PDF) April 2016.