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Am 24. April war Welt-Meningitis-Tag: Impfungen können Kinder vor bakterieller Hirnhautentzündung schützen

Dass eine Meningokokken-Erkrankung ernsthafte Folgeschäden mit sich bringen kann, ist vielen Eltern nicht bewusst. Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche sind betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht gänzlich ausgereift ist. Aus diesem Anlass fand am 24. April der jährliche Welt-Meningitis-Tag statt, der auf die Krankheit und Präventionsmöglichkeiten aufmerksam gemacht hat.

In diesem Artikel:

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Welt-Meningitis-Tag am 24. April

Bei jedem zehnten Erwachsenen sind Meningokokken-Bakterien unbemerkt im Nasen- und Rachenraum angesiedelt. Die Erreger können durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen, Sprechen oder Küssen, leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. (1) Obwohl Meningokokken-Erkrankungen in Deutschland selten vorkommen (3),  sind die Bakterien insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder höchst gefährlich, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist.

Insbesondere junge und werdende Eltern sowie Menschen im Umgang mit Kindern wurden durch den Welt-Meningitis-Tag am 24. April für die Erkrankung sensibilisiert. Mit ihrem Wissen können Symptome frühzeitig erkannt und eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) für die Kinder abgewendet werden.

Weitere Infos unter www.meningitis-bewegt.de

Unspezifische Symptome verlangen besondere Aufmerksamkeit

Jedes fünfte von GSK befragte Elternteil (21%) kennt die genauen Symptome einer Meningokokken-Erkrankung nicht. (4) Dabei ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen sofort ein Krankenhaus aufzusuchen, da die Erkrankung innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden kann. Neben tödlichen Verläufen kann eine Meningokokken-Erkrankung bleibende Schäden wie Taubheit und die Amputationen von Gliedmaßen nach sich ziehen. Das Tückische: Die Symptome sind zunächst unspezifisch und grippeähnlich.

© GSK

Impfung zum Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen möglich

Meningokokken kommen weltweit als zwölf Bakterienstämme vor: Fünf dieser Meningokokken-Typen – A, B, C, W und Y – sind in Deutschland verbreitet. Gegen jeden dieser Stämme sind Impfstoffe verfügbar. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Meningokokken C ab dem zwölften Lebensmonat. Personen mit eingeschränkter Immunfunktion (z. B. nach einer Milzentfernung) oder mit engem Kontakt zu einem an Meningokokken Erkrankten empfiehlt die STIKO zusätzlich eine Impfung gegen Meningokokken-Typ B. Für die nur selten vorkommenden Meningokokken-Typen A, W oder Y gibt es zudem eine Impfempfehlung, falls eine gesundheitliche Gefährdung – z. B. bei Laborpersonal oder bei Reisen in Risikogebiete – vorliegt. (2)

(1) BZgA-Erregersteckbriefe „Meningokokken“, Februar 2017.

(2) RKI-Ratgeber für Ärzte „Meningokokken-Erkrankungen“, Februar 2017.

(3) Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin 03/2017.

(4) International Meningitis Parent Survey, Ipsos MORI on behalf of GSK. 5 February – 4 March, 2016.

(5) Icons made by Roundicon and Kirill Kazachek via flaticon.com.