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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von tobi Kindermöbel, Lansinoh, Henkel, Thule und die Kreuz-Apotheke.
37. Schwangerschaftswoche

Murmeltiertage – die Ruhe vor dem Sturm.

37 Schwangerschaftswochen sind nun vorüber…der Kleine darf jetzt jederzeit – wann auch immer er mag :) – kommen…
Wir haben soweit alles eingerichtet, die Wiege ist komplett ausgestattet mit kleiner Matratze, einer wasserdichten Unterlage, Spannbettbezug, Nestchen (mit süßen Bären drauf) und einem niedlichen Schlafsack!

Alle Baby-Sachen sind gewaschen, getrocknet und im Kinderschrank verstaut.
Und die gepackte Tasche steht bereit für den Klinik-„Ausflug“! ;)
Und ab jetzt ist es doch schon ein wenig komisch – der Tag an dem wir eine „richtige“ kleine Familie sein werden, rückt unaufhaltsam näher…
Noch immer finde ich es nur schwer glaublich, dass wir unseren Kleinen bald im Arm halten werden…!!!
Noch bin ich recht geduldig, mal sehen wie lange noch, bzw. ich lasse mich durch einigen Papierkram ziemlich erfolgreich vom warten „ablenken“.

So auch durch meine Krankenkasse, die sich weigert, mir Mutterschaftsgeld zu zahlen, mit der Begründung, ich sei als Studentin freiwillig versichert und habe daher keinerlei Anspruch. Mit der „freiwilligen“ Versicherung, das stimmt, nur übte ich ja zusätzlich zu meinem Studentendasein auch eine geringfügige Beschäftigung (400 Euro-Job) aus und aufgrund der gesetzlichen Mutterschutzfrist entsteht mir nun ein Verdienstausfall, für den in diesem Fall (steht auch genau so in dem Info-Heft, das mir eben diese Krankenkasse mitschickte) eigentlich die Krankenkasse zahlt. Und zumindest bei einer Bekannten, die sich in der gleichen Lage befindet, ist dies auch der Fall, sie hat in diesen Tagen übrigens ihren Geburtstermin – auch bei ihr wird’s ein Junge! :)
Also anscheinend liegt es im Ermessen der jeweiligen Krankenkasse oder man muss schlichtweg mehrmals „anklopfen“, um diese Leistung zu erhalten?!
Ich bin gespannt wie meine Kasse auf meinen Einspruch reagieren wird…so hat man in den letzten Wochen/Tagen vor der Geburt auch eine Beschäftigung, damit es nicht langweilig wird…

Im Übrigen erschöpfen sich meine Tätigkeiten in dieser Woche in vielen, über den Tag verteilten Nickerchen, auf dem Sofa, im Bett…Ob das wohl so eine Art Krafttanken ist für den Kraftakt der bevorstehenden Geburt? So schlapp wie ich mich im Moment fühle, hoffe ich, dass mich alsbald ein Kraftschub ereilt. Vorbei ist mein großer Antrieb, die Wohnung herzurichten (na ja, is’ ja auch so gut wie fertig?!), zu putzen,…
Ich bin nämlich total schnell erschöpft (ein ganz kleiner Spaziergang reicht schon und ich bin total knülle und sogar das Tippen des Berichts am Bildschirm strengt etwas an, ich fühle mich schon wie eine kleine Mimose…) und tagsüber schlafe ich etwa drei Stunden zusätzlich. Dafür wird mein Nachtschlaf unruhiger, ich drehe mich öfter von der einen Seite auf die andere und wieder zurück. Und gegen halb sechs werde ich immer wach und kann dann (auch nach meinem Gang ins Bad) für die nächsten 1-2 Stunden nicht mehr einschlafen?! Dann tigere ich manchmal durch die Wohnung, erstaunlicherweise fühle ich mich in dieser Zeit immer recht aktiv, schreibe z.B. einen Brief an eine Freundin (dazu komme ich ja bestimmt nicht mehr, wenn der Kleine dann da ist…), lese oder kraule auch einfach den Kater, der immer anhänglicher und verschmuster wird – kommt mir jedenfalls so vor. Wahrscheinlich spürt er auch, dass sich bei uns sehr bald sehr viel ändern wird und ist dankbar für jede Aufmerksamkeit, die er erhaschen kann.
So etwa gegen sieben Uhr lege ich mich dann wieder ins Bett und schlafe auch erstaunlicherweise im Handumdrehen ein und meine Augen öffnen sich frühestens gegen zehn Uhr.
Daniel ist total lieb und schleicht sich leise aus dem Bett, wenn er aufwacht, um mich ja nicht zu wecken und da er noch Urlaub hat (eine Woche noch!), ist er dann häufig bereits mit dem Tisch decken beschäftigt…heute duftete es nach frisch aufgebackenen Sonntags-Brötchen! Lecker!

Mein Appetit ist ansonsten gebrochen, letzten Montag zum ersten Mal und seit letztem Mittwoch mischt eine tägliche, immer konstanter werdende Übelkeit bei mir mit, die mein Hungergefühl und auch den Appetit Berg- und Talfahrten durchmachen lässt.
Ich habe gelesen, dass Übelkeit mitunter auch den Geburtsbeginn andeutet…mal sehen. Es ist ein wenig anders als die Übelkeit, die ich mit den vorzeitigen Wehen verspürte. Außerdem spürte ich auch seit Montag/Mittwoch leichte (noch völlig „ineffektive“, also nicht Muttermund öffnende, wie ich am Freitag erfuhr) Wehen, allerdings zieht es bei mir jetzt ausschließlich im Unterbauch (nicht wie im Krankenhaus von unten nach oben) und die Gegend um das Kreuzbein zieht recht unangenehm bis zur Brustwirbelsäule hoch. Wie ich dann am Freitag auf dem TOCO (Wehenschreiber) sehen konnte, habe ich inzwischen tatsächlich eine leichte Wehentätigkeit! Allerdings sehen diese Wehen jetzt irgendwie anders aus als die vor einigen Wochen?! Nicht so wie runde Hügel, sondern eher spitze Anstiege…
Ganz ehrlich, da ich doch sehr verwöhnt und mit nur sehr geringen Schmerzen o. ä. durch die Schwangerschaft gegangen bin, ist das inzwischen konstante und mitunter recht schmerzhafte Ziehen im Rücken (v.a. Steißgegend, was das Sitzen unangenehmer gestaltet) und die Übelkeit, doch anstrengend. Zumal ich das Gefühl habe, das anfängliche noch Auf und Abklingen der Schmerzintensität, steigt kontinuierlich… Ich fühle mich so als würde sich seit Mittwoch meine nächste Menstruation anmelden, nur eben mit dem Unterschied, dass die nicht kommt…na ja, da kommt dann wohl eher der Kleine!!!
Ich frage mich nur wann? Ja, es stimmt schon, bald werde ich es wissen, aber es ist schon irgendwie komisch, nicht (genau) zu wissen wann ich Mutter werde?!
Ganz so wie ich letztens gehört habe: „Die Schwangerschaft und Geburt sind das letzte Abenteuer in unserer Zeit!“ (Oder zumindest eines der größten.)
Ich glaube es ist auch ein klitzekleines bisschen Angst vor dem Unbekannten, der Geburt, mit dabei. Ich rede mir ein, ich könnte mich besser darauf vorbereiten, wenn ich wüsste, wann der Kleine kommt…
Aber wenn ich ehrlich bin, mit dem vorbereiten würde es auch dann nicht ein winzig bisschen klappen. Schließlich habe ich nicht die geringste Ahnung was auf mich zukommen wird…Wie also sollte ich mich darauf vorbereiten?!?!
Mir bleibt nur darauf zu vertrauen, dass ich die nötige Kraft aufbringen werde…

In wenigen Wochen werde ich den Geburtstag meines Sohnes kennen, bis dahin hüllt er sich in Schweigen ;)
Wobei das eigentlich gerade nicht so stimmt, in der vergangenen Woche, um genau zu sein, bis gestern hat er sich – für seine Verhältnisse – sehr viel bewegt und mit seinem Füßchen am unteren Rippenbogen Klavier gespielt ;) was sich jedoch nicht wirklich angenehm anfühlte.
Seit gestern ist er jedoch sehr ruhig geworden --- bewegt sich weitaus seltener. Ist das jetzt vielleicht die Ruhe vor dem Sturm???
Und irgendwann heißt es dann: „Überraschung!“ :)
Und bis dahin warte ich – auf „Zeichen“ einer beginnenden Geburt. Nur habe ich keine Ahnung wie diese Zeichen aussehen und wer weiß ob ich diese dann erkenne – abgesehen vom vorzeitigen Blasensprung oder evt. dem Abgang des Schleimpropfs---
Aber wer weiß, am Ende beschließt der Kleine doch noch bis September zu warten…
Würde mich allerdings freuen, wenn das Ziehen dann doch noch einmal zwischendurch pausieren würde.

Noch ein anderes Thema - Stillkissen: ich hatte mich für ein Dinkelspreu-Stillkissen entschieden, es duftet sehr angenehm, wie ich finde und ich dachte, so ein Bio-Produkt sei auch ganz besonders gut bzw. gesund. Es hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: es verliert mit der Zeit/Benutzung die Form, sprich es lässt sich regelrecht platt liegen :(
Nun hatte ich erfreulicherweise noch eine Tüte Kirschkerne (mit denen ich schon unlängst ein paar Kirschkernkissen o. ä. machen wollte, ich habe mal für meinen Bruder einen Boxsack damit gefüllt ;) hat gut funktioniert und war auch als „Hocker“ zu gebrauchen! :), mit denen habe ich das platte Kissen aufgefüllt. Das hat sogar geklappt, als Lagerungskissen ist es jetzt wieder top! Wenn man von dem kleinen Nachteil absieht, dass dieses vorherige Leichtgewicht von Stillkissen jetzt etwa 4Kg mehr wiegt. Na ja.

Danke Eva-Katharina für den Buchtipp „10 kleine Krabbelfinger“, mir ist dieses Buch schon einmal im Katalog aufgefallen und nach deiner Beschreibung steht es jetzt auf unserer Liste für Baby-Geschenke, die wir auf Wunsch unserer Freunde erstellen, „damit wir nachher nicht zehn Spieluhren“ zur Geburt des Kleinen bekommen…

Am Freitag habe ich meine neue Frauenärztin kennen gelernt…Sie ist richtig klasse!
Daniel ist wieder mitgekommen und wir waren uns hinterher einig, dass wir uns im Behandlungszimmer wie Privat-Patienten gefühlt haben!
Sie hat sich unglaublich viel Zeit genommen, hat gefragt wie die Schwangerschaft bisher verlaufen sei, ob und wenn ja welche Komplikationen es gegeben habe, wie es mir jetzt ginge und und und.
Während der (wie mir vorkam sehr sanften) Untersuchung teilte sie mir auch gleich mit, dass der Kleine zwar in der Tat fest (und tief) mit dem Köpfchen im Becken liege, aber man „würde nicht sagen, dass er gleich durchrutscht“. Und wenn der Kleine jetzt komme, dann dürfe er das ja auch, schließlich sei die 37.SSW fast (inzwischen ganz) vollendet und da könne er jederzeit kommen, ganz wie es ihm beliebt :)
Auf Daniels Frage hin ob bzw. was er jetzt in der letzten Zeit noch für mich bzw. als Erleichterung für die Geburt machen könne, erwiderte sie zuerst was genau er meine. Daniel meinte: Na ja, Massagen oder so. Woraufhin sie sagte: „Ja, na klar, täglich zwei Rückenmassagen!“ und mir zugewandt ihren Daumen hoch streckte und mit einem Lächeln zuzwinkernd meinte: „Das ist doch gut, ne?“ ;)
Und wir sollten die letzten Tage noch zum Ausschlafen nutzen…(das riet uns auch ein Freund, der meinte, dass damit dann Schluss sei – für die nächsten fünf Jahre)
Zudem wollte sie noch wissen warum ich die Arztpraxis gewechselt habe ob wir umgezogen seien und so wechselten wir sogar ein paar private Worte.
Fazit: ich fühle mich rundum wohl und bestens aufgehoben bei ihr!
Ganz lieben Dank an meine Hebamme Katja für diesen wertvollen Tipp!
Vielleicht hat sie ja auch noch einen Tipp für eine/n Kinderarzt/ärztin, denn den/die brauchen wir dann ja auch bald…

Nächsten Freitag um zwölf Uhr (ich beherzigte sogleich ihren Tipp mit dem Ausschlafen ;) steht das nächste CTG an…

Gestern wollten wir eigentlich mit Kathleen und Robin, die extra einen Tagesausflug aus Senftenberg auf sich genommen haben, ins Kino gehen, bzw. unseren Kino-Gutschein, den wir zur Hochzeit für den Monat August erhalten haben, einlösen.
Aber ich war am frühen Nachmittag so kaputt, dass ich auf dem Sofa einschlief und nach einer guten Stunde mich ins Bett umlagerte. Als zwei Stunden später mein Wecker klingelte, fühlte ich mich immer noch etwas „matschig“ und so vertagten wir den Kinobesuch. Eine Stunde später kamen die beiden dann zu uns, ich fühlte mich inzwischen wieder etwas wacher und wir entschlossen uns zu einem Restaurantbesuch. Das bedeutete einen Fußweg von nur drei Minuten und wir konnten bei leckerem Essen gemütlich quatschen. Außerdem konnte ich jederzeit zur Toilette (was bei einem Kinofilm mit Überlänge etwas schwieriger gewesen wäre) oder auch schnell wieder nach Hause. Und so verbrachten wir zwei nette Stunden.
Die beiden fuhren danach wieder zurück (für Sonntagvormittag hatte sich bei ihnen überraschenderweise Besuch angekündigt) und auf dem Heimweg schrieb Kathleen eine SMS: „Schön, dass ich dich noch einmal schwanger gesehen habe…“ Ja, wird wohl das letzte Mal gewesen sein – mit dem Babybauch!
Und vielleicht ist dies ja auch mein letzter Wochenbericht mit Babybauch?
Nächste Woche wissen wir mehr! ;)

So, ich werde jetzt übrigens mein Nachmittagsschläfchen machen! :)

Euch allen eine ruhige Woche :)
Eure (z. Zt.) schnarchende Marlen mit dem schlummernden Knirps – noch im Bauch! ;)

P.S.: Daniel hat sich vor etwa einer Woche an einem Morgen bei mir beklagt, dass eine Klimakatastrophe drohe, weil über die Nacht alle kanadischen Wälder abgeholzt wurden…Ich brauchte einige Zeit, ehe ich verstand was sein Grinsen mir sagen wollte – ich hatte wohl die halbe Nacht laut und ausdauernd geschnarcht! ;) Und natürlich nix davon mitgekriegt. Ich hatte mich lediglich im Dämmerzustand gewundert, warum Daniel mich mitten in der Nacht mehrmals am Arm anstupste…
Beruhigend, dass das Schnarchen wohl bedingt ist durch die Schwangerschaft und daher bald wieder Ruhe einkehrt - in die kanadischen Wälder zumindest, in unserer Wohnung hingegen weniger ;)



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