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Universitäts-Frauenklinik: Neue Leitung

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Universitäts-Frauenklinik: Neue LeitungGÖTTINGEN. (umg) Prof. Dr. Julia Gallwas hat seit dem 1. Januar 2020 die Universitätsprofessur für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) inne und leitet die gleichnamige Klinik in der Nachfolge von Prof. Dr. Günter Emons. Erstmals in der über 250-jährigen Geschichte der akademischen Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Medizinischen Fakultät Göttingen liegen der Lehrstuhl für Gynäkologie und Geburtshilfe und die Direktion der Klinik in den Händen einer Frau.
Prof. Dr. Julia Gallwas wechselte von der Ludwig-Maximilians Universität München nach Göttingen. Sie ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und besitzt unter anderem die Zusatzbezeichnungen für „Gynäkologische Onkologie“ und für „Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin“. Sie gilt als Spezialistin für die Behandlung gynäkologischer Tumoren.
„Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Prof. Gallwas für den Lehrstuhl und als Direktorin für die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe gewinnen konnten“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstands der UMG. „Mit ihrer herausragenden klinischen Kompetenz und ihren Schwerpunkten wird sie die Klinik festigen und im interdisziplinären Spektrum der UMG, gerade auch im Hinblick auf das Universitätskrebszentrum Niedersachsen, weiterentwickeln. Zudem bringt Prof. Gallwas ausgewiesene organisatorische Erfahrungen im modernen Klinikmanagement mit, die für eine moderne Ausrichtung der Klinik wichtig sind.“

„Unser medizinisches Angebot in der Frauenheilkunde muss sich ständig an die Bedürfnisse der Frauen in der Region anpassen und dabei die neuesten Erkenntnisse in der Diagnostik und Behandlung umsetzen. Wir werden daher neue Schwerpunkte definieren und weitere medizinische Kompetenzzentren in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken für Innere Medizin, Radiologie, Anästhesie, Strahlentherapie, Urologie und Chirurgie aufbauen. In diesen Zentren sowie in neu einzurichtenden Spezialsprechstunden werden den Frauen spezialisierte Ansprechpartner*innen zur Verfügung stehen“, sagt Prof. Gallwas. Bereits eingerichtet wurde eine Dysplasiesprechstunde (Veränderungen am Muttermund), bereits in Vorbereitung sind Sprechstunden für Urogynäkologie, Endometriose und Myome. Die Qualität der medizinischen Angebote der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe wird durch Zertifizierungen, die Etablierung von Behandlungspfaden (SOP) sowie ein gutes Qualitätsmanagement abgesichert.
Die Geburtshilfe der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der UMG als führender regionaler Maximalversorger sieht Prof. Julia Gallwas in einer besonderen Verantwortung für die Versorgung von Schwangeren, bei denen ein Risiko für sie selbst oder fü ihr Kind besteht. Zusammen mit dem Bereich Neonatologie der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin (Direktor: Prof. Dr. Thomas Paul) der UMG hält die Geburtshilfe als Perinatalzentrum Level 1 die nötige medizinische Versorgung für Risikoschwangerschaften und Mehrlingsschwangerschaften rund um die Uhr vor. „Bereits in diesem Jahr beginnen umfangreiche Umbaumaßnahmen des Kreißsaals. Dabei werden auch die technischen Geräte auf den neuesten Stand gebracht“, sagt Prof. Gallwas.

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Foto: umg/kimmel