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Warum ist Stillen so wichtig für die Gesundheit meines Babys?

Muttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge. In ihrer Zusammensetzung ist sie in jeder Wachstums- und Entwicklungsphase des Babys optimal zusammengesetzt – von Anfang an.

In diesem Artikel:

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Unsere Expertin

Malgorzata Nehls,
Hebamme
Jennewein Biotechnologie GmbH

Gestillte Kinder sind weniger infektanfällig, leiden seltener an chronischen Krankheiten oder Übergewicht. Doch woran liegt es? Antwort darauf gibt Dipl.-Hebamme Malgorzata Nehls, Mitarbeiterin in der Wissenschaftlichen Kommunikation bei Jennewein Biotechnologie GmbH.

Was ist das Besondere an Muttermilch?

Im Gegensatz zu anderen Säugetieren enthält die menschliche Muttermilch neben Fetten, Proteinen und Milchzucker auch andere, komplexere Zuckerarten – sogenannte humane Milch-Oligosaccharide, kurz HMOs. Human deshalb, weil diese Art Zucker etwas spezifisch Menschliches, etwas Einzigartiges darstellt: Kein anderes Säugetier vermag sie in dieser großen strukturellen Vielfalt und in dieser hohen Konzentration herzustellen. Säuglingsersatznahrungen, die auf Kuh- oder Ziegenmilch basieren, enthalten dagegen nur kaum Milch-Oligosaccharide. HMOs besitzen jedoch eine enorm wichtige Funktion für das kindliche Immunsystem.

Wie beeinflussen diese HMOs die Immunabwehr?

Um das zu erklären, muss man wissen, dass unser Immunsystem im Darm sitzt. Im Dünn- und Dickdarm befindet sich der Großteil unserer Immunzellen. Hier laufen knapp 80 Prozent aller Abwehrreaktionen unseres Körpers ab. Doch nur wenn unsere Darmflora intakt ist, sind wir gut gegen krankmachende Viren und Bakterien geschützt. Genau hier kommen die HMOs ins Spiel: HMOs können von uns Menschen nicht verdaut werden, dienen aber als Futter für „gute“ Darmbakterien. Gelangen sie mit der Muttermilch in den Darm des Babys – dessen Darmflora sich ja noch in der Entwicklung befindet – schaffen sie eine optimale Grundlage zur Vermehrung „guter“ Darmbakterien wie Bifidobakterien und Laktobazillen. Das nennt man auch den „präbiotischen Effekt“. Diese Mikroorganismen beeinflussen unsere Körperfunktionen sehr positiv – unter anderem die Immunabwehr. Bei gestillten Kindern macht – dank der HMOs in der Muttermilch – der Anteil an Bifidobakterien eine Woche nach der Geburt 95 Prozent der Darmbakterien aus.

Konzentration der Milch-Oligosaccharide in Mutter- und Tiermilch

Welche anderen positiven Effekte haben die HMOs?

HMOs wirken aber auch direkt: Sie blockieren Krankheitserreger, bevor sie ans Gewebe andocken und Schaden anrichten können. Die HMOs schützen das Baby nicht nur vor schweren akuten Infektionskrankheiten, zum Beispiel vor Rota- oder Noroviren – das Risiko bei Stillkindern sinkt übrigens um über 50 Prozent –, sondern auch vor chronischen Krankheiten wie dem Reizdarmsyndrom oder Allergien. Zu guter Letzt wirken sie sich zudem positiv auf die Gehirn- und Nervenentwicklung sowie auf das Erinnerungs- und Lernvermögen des Babys aus.

Wir von Jennewein Biotechnologie GmbH stellen HMOs her, die denen in der Muttermilch gleichen und gesundheitsfördernd wirken. Ob für Säuglinge, Kinder oder Erwachsene – mit HMO komplettierte Nahrung ist sicher und verträglich.