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Wohnung kindgerecht einrichten: Wenn die Kleinen mobil werden

Worauf kommt es in Sachen Sicherheit an, wenn die kleinen Weltentdecker anfangen, die heimischen vier Wände unsicher zu machen? Das liest du hier.

In diesem Artikel:

Achtung vor Giftpflanzen

Irgendwann beginnt auch das liebste Kind, die Wohnung im Krabbeltempo zu entdecken. Und dann ergreift die Abenteuerlust von den Kleinen Besitz und sie sind kaum noch zu bremsen. Gut, wenn du die Wohnung bis dahin kindersicher gestaltet hast. Aber wie macht man das? Klar, die Küche birgt einige offensichtliche Gefahren für kleine Abenteurer und die Steckdosen vergisst auch keine Mutter abzusichern. Aber hast du beispielsweise auch an die Pflanzen gedacht? Es gibt einige giftige Zimmer- und Gartenpflanzen, die besser nicht in deinem Haushalt vorhanden sein sollten. Ansonsten solltest du Pflanzen außerhalb der Reichweite von Kindern in Pflanzkübeln aufbewahren. So kannst du eine schöne Einrichtung optimal mit einer kindgerechten Wohngestaltung verbinden. Auf natürliche Elemente wie ungiftige Pflanzen muss man dabei nämlich nicht verzichten.

Checkliste für Kindersicherheit

Wenn du deine Wohnung aus der Perspektive deines Kindes betrachtest, dann lauern einige Gefahren, die für Erwachsene nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Hier einige Tipps, damit kein Risiko für den krabbelnden Entdecker unbeachtet bleibt:

  1. Kindgerechte Ausstattung
    Zum Glück gibt es viele nützliche Dinge zu kaufen, die eine Wohnung für die Kleinsten sicher gestalten. Kindersicherungen für die Steckdosen sind meist eine der ersten Maßnahmen, die Eltern ergreifen. Als nächstes folgt die Absicherung von Kanten und Ecken, an denen Kinder sich allzu leicht stoßen und verletzen können. Wenn der kleine Krabbler erste Versuche unternimmt, sich hochzuziehen, müssen Tische und Schränke mit Plastikriegeln gewappnet sein. Achte auf Treppen und sorge dafür, dass der Entdeckerdrang hier enden muss. Wenn alles abgesichert ist, dann kann das Baby auf Tour gehen und die Welt entdecken, ohne dass die Eltern ständig eingreifen müssen.
  2. Achtung Falle
    Eine Wohnung birgt für kleine Kinder so einiges an Sturzpotenzial. Babymöbel wie der Wickeltisch, das Bett oder auch der Hochstuhl sollten einerseits fest stehen, andererseits aber auch gegen das Herausfallen ausgerüstet sein. Am Bettrand kannst du beispielsweise eine Schwimmnudel zwischen Spannbetttuch und Matratze deponieren, damit das Kind auch im wildesten Traum nicht herausfallen kann.
  3. Kleinteile müssen unerreichbar sein
    Ansonsten werden sie in den Mund gesteckt. Das Verschlucken von nicht essbaren Dingen, die in der Wohnung herumliegen, birgt ein großes Gefahrenpotenzial. Putzmittel, Feuerzeuge, Kosmetika und anderes Kleinzeug müssen also wirklich unerreichbar platziert, wenn nicht verschlossen werden. Denn solche kleinteiligen Dinge können in Nullkommanichts im kindlichen Mund verschwunden sein. So schnell kannst du als Mutter gar nicht gucken. Also lieber vorher genau prüfen.
  4. Kleine Power ganz groß
    Hat dir dein Baby schon mal an den Haaren gezogen? Dann weißt du, wie viel Kraft in den kleinen Händchen steckt, und wie schwer es ist, den Minifäusten einmal Festgehaltenes wieder zu entreißen. Und die Kinderhände wollen ja nun mal alles erkunden und ertasten. Das kann auch ein Elektrokabel sein, an dem beispielsweise ein Fernseher hängt. Achte also darauf, dass alles fest verankert ist und nicht heruntergerissen werden kann. Sonst könnte so ein Fernseher ganz schnell und verhängnisvoll auf dem Babyköpfchen landen.
  5. Keine Energiesparlampen im Kinderzimmer
    Energiesparlampen geben kein natürlich wirkendes Licht ab, die Farben im Raum werden darum nicht naturgetreu dargestellt. Viel schlimmer ist aber die Gefahr, die von diesen Leuchtmittel im Falle einer Beschädigung ausgeht. Und so eine Lampe kann ja immer mal kaputt gehen. Bei normalen Glühbirnen kein Problem. Aber Energiesparlampen können bei Beschädigung Quecksilber ausdünsten, diese Gefahr sollte man im Kinderzimmer unbedingt vermeiden. Giftfreie Alternativen sind beispielsweise Halogenlampen oder LEDs.
  6. Eine gesunde Basis
    Bitte denke bei der Wohnungseinrichtung auch an bedenkenlose Bodenbeläge. In PVC-Böden oder im Laminat können beispielsweise gesundheitsschädliche Weichmacher lauern. Dem sollte man kleine Krabbelkinder, die ja direkt auf dem Boden herumrobben, keinesfalls aussetzen. Gesündere Alternativen sind Bodenbeläge aus natürlichen Materialien wie Kork oder Bambus. Wer sich für einen Teppich entscheidet, sollte auf Polyacryl verzichten und auch hier zu natürlichen Varianten greifen. Wolle, Sisal oder Kokos sind auf jeden Fall die bessere Wahl.

Auf in die Welt

Dein Baby möchte seine kleine Welt entdecken und du kannst es darin unterstützen. Gib seiner Neugier also ein wenig Futter, wenn es auf Abenteuertour durch die Wohnung geht. Die untersten Schubladen im Schrank sind beispielsweise bestens geeignet für spannende Entdeckungen. Man kann die eine oder andere ausräumen und mit kleinen Schätzen befüllen. Das können Plastikschüsseln sein, Holzbrettchen oder auch kleine Handtücher oder Lappen. Für die Kleinsten gibt es nichts Reizvolleres, als solche Schubladen zu öffnen und auszuräumen. So kannst du mit ganz wenig Aufwand für viel Spaß und Freude sorgen. Und gleichzeitig die gesunde Neugier und kindliche Entdeckerlust deines Babys fördern. Ihm bei der Erforschung der Schublade zuzuschauen und dabei sein Jauchzen zu hören, wird für dich der schönste Dank sein.

Wenn das Kleine dann langsam Interesse daran zeigt, die Welt auch aus der senkrechten Perspektive zu entdecken, kannst du ihm auch darin Hilfestellung leisten. Das Hochziehen an Möbeln und das auf die Füße kommen wird beispielsweise durch sogenannte ABS-Socken mit Gumminoppen oder spezielle Krabbelschuhe erleichtert. So bekommt der nach oben strebende Entdecker von Anfang an einen möglichst sicheren Stand.