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Wissen über Magnesium – Warum es in der Schwangerschaft hilft

Viele Schwangere informieren sich frühzeitig über Nahrungsergänzungsmittel und auch Frauenärzte weisen schon zu Beginn der Schwangerschaft auf die Bedeutung hin. Weil Dein Körper an seine Grenzen stößt, wenn Du ein Kind erwartest, sind diese Mittel zur Unterstützung sehr hilfreich. So verhält es sich auch bei Magnesium. Falls Du Dein Wissen über Magnesium erweitern willst, erfährst Du in diesem Artikel alles zu Magnesium in der Schwangerschaft. Was bewirkt Magnesium im Körper? Sind Nachteile oder Nebenwirkungen zu befürchten?

In diesem Artikel:

Es ist hinlänglich bekannt, das Schwangere sich Gedanken über ihre Ernährung machen müssen. Die Zeiten, in denen einfach gegessen wurde, worauf man Lust hat, sind vorbei. Um mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein und dem Baby diese auch zur Verfügung stellen zu können, werden Nahrungsergänzungsmittel genutzt. Das Wissen über Magnesium ist wichtig, weil der Bedarf an dem Mineral ebenfalls in der Schwangerschaft erhöht ist.

Magnesium in der Schwangerschaft

Magnesium in der Schwangerschaft

Magnesium ist an zahlreichen Prozessen sowie Funktionen im Körper beteiligt und ist deshalb auch für Schwangere ein wichtiges Mineral. Infografikquelle: kidsgo.de

Warum ist Magnesium in der Schwangerschaft wichtig?

Magnesium ist im Körper an Stoffwechselprozessen sowie am Aufbau der Knochen und Zähne beteiligt. Ebenso werden der Aufbau und die Reparatur von Gewebe unterstützt, was in der Schwangerschaft nur von Vorteil sein kann. Somit wirkt das Mineral auch beim Wachstum entscheidend mit, was logischerweise für das Baby zwingend erforderlich ist. Darüber hinaus ist es für die Bildung und die Aktivierung von ATP (Adenosintriphosphat) verantwortlich. ATP ist ein unmittelbar verfügbarer Energieträger in den Zellen und für die Regulierung der energieliefernden Prozesse verantwortlich.

Magnesium wirkt aber auch auf Muskeln und Nerven. Ein ausreichender Magnesiumspiegel im Körper verhilft den Muskeln zu entspannen, was auch bei Schwangeren zusätzlich zu den bekannten Wadenkrämpfen Experten zufolge womöglich das vorzeitige Zusammenziehen der Gebärmutter (vor der 34. Schwangerschaftswoche) verhindern kann. Der richtige Magnesiumspiegel hat daher in der Schwangerschaft einige Vorteile:

  • Unterstützung des Wachstums
  • Zur Bildung von starken Knochen und Zähnen benötigt
  • Entspannung der Muskeln
  • Zur Bildung von ATP

Was sind die Folgen von Magnesiummangel?

Ist ein akuter Magnesiummangel im Körper vorhanden, können bei Menschen folgende Symptome auftreten:

  • Müdigkeit,
  • Konzentrationsprobleme,
  • Depressive Stimmung,
  • Unruhe,
  • Angstzustände,
  • Stressempfindlichkeit,
  • Muskelkrämpfe und
  • Beeinträchtigte Schlafqualität.

Bist Du in der Schwangerschaft beispielsweise häufig müde, ist dies eventuell auch auf einen Magnesiummangel zurückzuführen. Da Körper und Psyche in dieser Zeit jedoch ohnehin großen Belastungen ausgesetzt sind, kann dies auch zahlreiche andere Gründe haben.

Der Bedarf an Magnesium wird zu großen Teilen mit der Nahrungsaufnahme gedeckt. Durch den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft kommt es häufig dennoch zu einer Unterversorgung, weshalb Magnesiumpräparate vom Arzt verordnet werden. Dennoch ist mehr nicht immer besser. Zu viel Magnesium kann auch Nebenwirkungen haben, weshalb Du die Einnahme von zusätzlichem Magnesium mit Deinem Arzt absprechen solltest.

Nachteile und Nebenwirkungen von Magnesium

Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von Magnesium nur durch eine Überdosierung auf. In solchen Fällen kann es zu Durchfall, Übelkeit oder schlaffen Muskelreflexen kommen. Der Magnesiumbedarf hängt natürlich von individuellen Faktoren ab. Durchschnittswerte für den Bedarf bei Schwangeren liegen im Bereich von 310 bis 350 mg am Tag. 

Einnahme von Magnesium

Magnesium wird häufig in einem Kombinationspräparat mit Folsäure verordnet. Die Einnahme von Magnesium über Hartkapseln oder Granulat ist ebenfalls gängig. Ein Magnesiumgranulat hat dabei den Vorteil, dass es in Wasser aufgelöst wird und über den Tag verteilt getrunken werden kann. So stillst Du gleichzeitig Deinen erhöhten Flüssigkeitsbedarf während der Schwangerschaft und musst nicht an die ständige Einnahme der Tabletten denken.

Auch wenn Du Präparate einnimmst, solltest Du auf eine magnesiumreiche Ernährung achten. Der Körper kann das Magnesium aus der Nahrung nämlich besser verarbeiten. Ohnehin ist eine gesunde Ernährung während der Schwangerschaft das A und O. Gute Magnesiumlieferanten stellen beispielsweise Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, Vollkornprodukte oder Spinat dar. Bananen und Nüsse beinhalten ebenfalls viel Magnesium.


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