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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
0. Woche

Unser Sohn Noah ist da!

Und plötzlich macht ein Wunder unser Leben vollkommen - ein Geburtsbericht.

Liebe Baby-Tagebuch-Leser und Leserinnen,

Manche Momente lassen sich nur schwer in Worte fassen. Oft sind es aber genau jene, die unser Leben und unseren Alltag prägen. Einen solchen Augenblick durfte ich am Montag, dem 13. Februar 2023 erleben, denn mein Sohn hat das Licht der Welt erblickt. Noah kam mit einem Gewicht von 2690 g und einer Größe von 49 cm auf die Welt und hat unsere Herzen im Sturm erobert. Doch bis wir ihn letztlich in die Arme nehmen durften, sind einige Tage vergangen, aber fangen wir von vorne an:

Am Sonntag, wenige Stunden vor der Geburt, um 00:10 Uhr, nahm ich ein seltsames, warmes Gefühl zwischen meinen Beinen wahr. Oh Gott, die Fruchtblase ist geplatzt. Sofort riefen wir im Kreißsaal an, um uns zu erkundigen, wie der weitere Verlauf ist. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Wehen oder sonstige Beschwerden hatte, sollten wir bis zum Morgen warten und uns dann im Kreißsaal vorstellen. Kurz nach 8 Uhr lauschten wir schließlich dem CTG und besprachen die nächsten Schritte mit einer Hebamme. Nach der Blutabnahme, einem PCR-Abstrich und weiteren ersten Voruntersuchungen dann plötzlich der Schock: Papa Tonis PCR-Ergebnis war positiv. Die Hebammen reagierten sofort und leiteten erste Hygienemaßnahmen ein, immerhin befanden sich zu jenem Zeitpunkt noch zwei weitere Gebärende auf der Station. Nervös und mit Tränen auf den Wangen lief ich im Zimmer auf und ab. Sollte Papa Tonis CT-Wert nicht höher als 30 sein, dürfte er nicht Teil der Geburt sein und müsste das Krankenhaus sofort verlassen. Immer wieder biss ich mir auf die Unterlippe, während die Hoffnung auf ein Wunder mein Herz erfüllte. Nach zwei endlos langen Stunden kam schließlich die Entwarnung: Der CT-Wert war über dem “bösen” Wert. Papa Toni durfte also bleiben.

Das CTG zeigte keinerlei Wehentätigkeit an, weshalb ich wenige Minuten später mein Zimmer auf der Wöchnerinnenstation bezog. Die Station war mir keineswegs fremd, weshalb ich mich sofort gut aufgehoben gefühlt habe. Schon zu Beginn meiner Schwangerschaft war ich dort für einige Tage untergebracht.

Es folgten eine Vielzahl an Untersuchungen und CTGs. Noch immer war keine Wehentätigkeit zu sehen, ebenso war der Muttermund nur minimal geöffnet. Am selben Abend entschied man sich daher für eine Geburtseinleitung mit Zäpfchen.

Der Sonntag begann mit einer Oberarztvisite und der Frage, ob mit einem Wehentropf eingeleitet wird, oder man weiter warten möchte. Letztlich entschieden sich die Ärzte für die Geburtseinleitung. Zusätzlich sollte ich mich viel bewegen, weshalb ich gemeinsam mit Papa Toni den Treppenaufgang in vollen Zügen erkundete. Stundenlang ging es hoch und runter. Begleitet von einer Vielzahl an Vorwehen, marschierten wir bis in den späten Nachmittag . Der Wehentropf war zu diesem Zeitpunkt schon wieder abgeschrieben, da sich aufgrund der vielen Bewegung der Muttermund weiter geöffnet hat. Immer häufiger musste ich Pausen machen und die ersten Wehen wegatmen.

Kurz vor dem Abendessen entschied man sich schließlich dafür, mich in den Kreißsaal zu verlegen und mit der Einleitung zu beginnen. In diesem Moment raste mein Herz und ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Mit einem verunsicherten Lächeln auf den Lippen stand ich schließlich im Kreißsaal und spürte einen mir bis dahin eher unbekannten Schmerz. Die Vorwehen waren bei weitem nicht so schlimm, wie dieses Gefühl, was ich mich ab diesem Moment immer häufiger ereilte. Zeitgleich hörte ich die Hebamme rufen “Janine, zieh die Hose aus und leg dich auf das Bett…” - Keine zwei Minuten später war es auch schon geschafft. Baby Glückskeks, Noah, hat uns in diesem Augenblick zu Eltern gemacht. Noch völlig perplex, hörte ich seinen ersten Schrei und spürte ihn auf meiner nackten Haut. Immer wieder hauchte ich ihm ein “Hallo du kleiner Schatz” zu, während Papa Toni freudestrahlend neben mir stand.

Nach 7 Minuten nahm die Hebamme unseren Glückskeks in Empfang und kümmerte sich um ihn. In der Zwischenzeit nähte eine Ärztin meine Verletzungen, die aufgrund der schnellen Geburt entstanden sind.

Anschließend durften wir Noah noch ein Küsschen auf die Stirn geben, bevor er auf die Neonatologie verlegt wurde. Aufgrund meiner insulinpflichtigen Diabetes Erkrankung stand für Noah direkt nach der Geburt eine 24-stündige Routineüberwachung auf dieser Station an. Darüber wurden wir bereits im Vorfeld aufgeklärt. Allerdings gab es wegen der wirklich sehr schnellen Geburt bei Noah zusätzliche Anpassungsprobleme, weshalb schnellstmöglich eine Betreuung/ Untersuchung erfolgen musste. Erst nach zwei Stunden durften wir unser Wunder ein weiteres Mal sehen. Der Anblick war keineswegs einfach und sorgt auch heute noch für Tränen auf unseren Wangen. Jedoch wussten wir, dass die Behandlung und Überwachung auf dieser Station vonnöten war, um Noah einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen.

Kurz nach 10 Uhr wurde ich schließlich auf die Wöchnerinnenstation zurückgebracht - ohne meinen Glückskeks. Die erste Nacht als frisch gebackene Mama ohne das eigene Baby in den Armen. Eine seltsame Situation, die mir gleichzeitig aber auch eine ruhige und erholsame Nacht bescherte. Die darauffolgenden Tage (und Nächte) durfte ich Noah auf der Neonatologie zusammen mit Papa Toni besuchen. Nach zwei einsamen Nächten ohne ihn kam er dann endlich zu mir auf Station und unsere Kennenlernzeit begann.

Am dritten Wochenbetttag durften wir gemeinsam das Krankenhaus verlassen- Glücklich, gesund und voller Freude in unseren Herzen.

Eure unglaublich dankbare Janine.



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Kommentare von Lesern:

Laura19.02.2023 15:34

Herzlichen Glückwunsch euch beiden. Ich freue mich so sehr für euch

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Alexandra Kremhoff18.02.2023 14:17

Erst einmal herzlichen Glückwunsch. Nach so einer langen Zeit doch noch ein kleines Wunder in den Arm zu halten ist unbeschreiblich. Ich wünsche euch von ganzem Herzen eine wunderschöne Zeit und Kennenzulernen. Passt immer auf euch auf LG Alexandra

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Barbara / kidsgo Redaktion18.02.2023 10:00

Du liebe Janine! Lieber Toni!

Wir gratulieren Euch beiden von ganzem Herzen zu Eurem kleinen Wunder-Noah. Und ich bin wahnsinnig berührt von der langen Reise, die Ihr gemeinsam gemeistert habt bis zur Geburt. Herzlich willkommen auf dieser Erde, kleiner Noah. Wir wünschen Euch eine wunderbare zauberhafte Zeit des Zusammenwachsens und Kennenlernens. Alles erdenkliche Gute von uns. Herzliche Grüße
Barbara & das kidsgo Team

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Anja aus Bad Freienwalde 18.02.2023 09:42

Herzlichen Glückwunsch zu eurem Wunder,

Der kleine Glückskeks hat es ja extrem spannend gemacht. Erst gar nicht und dann mit Vollgas ins Licht der Welt.

Wie du dich gefühlt hast in der ersten Nacht nach der Geburt kann ich sehr gut, vielleicht zu gut nachvollziehen.
Die Intensiv-Neonatolgie war für viele, viele Tage unser Zuhause. Den ersten Schrei durfte ich nach 17 Tagen hören.

Euch dreien wünsche ich eine friedliche Kennenlernzeit.

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In diesem Beitrag geht's um:

Geburtsbericht, Neonatologie, Noah Geburt