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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
4. Woche

Hinaus ins Grüne

Das lange Wochenende, schönes Wetter und ein überraschendes Sponsorengeschenk ermöglichten uns viele Stunden im Grünen.

Hallo, Ihr Lieben!

Für Berufstätige war dies eine kurze Woche, für uns war die vierte Lebenswoche der Zwillinge sehr abwechslungsreich. In dieser Woche konnte ich mich endlich auch von den letzten Folgen des Kaiserschnitts verabschieden. Ich habe ja eine Pflasterallergie und wurde noch bis Fronleichnam von juckenden Pickeln auf beiden Handrücken gequält, die vom Pflaster stammten, mit dem die Zugänge fixiert worden waren. Witzig: die Kaiserschnittnarbe ist längst vergessen und komplikationsfrei, aber diese blöde Pflasterallergie erinnert fast vier Wochen an die Operation!

Das Thermometer machte ja in der vergangenen Woche plötzlich einen Sprung von "zu kalt" nach "zu warm", sodass ich unsere Hunde mittags nicht mehr motiviert bekam, mich auf die Hunderunde zu begleiten. Eine Hunderunde ohne Hunde ist aber irgendwie doof, also ging es nicht vom Kindergarten an den Schrebergärten vorbei in den Grüngürtel, sondern von zuhause zur Eisdiele. Zum Glück haben wir im Dorf eine Eisdiele, deren wirklich köstliches Eis sogar laktosefrei ist, sodass ich auch mehr als eine halbe Kugel essen kann. Wer von euch 'mal in Hürth ist, sollte in der "Eiszeit" am Efferener Bahnhof das Fruchteis und das vegane Schokoladeneis probieren. Ein Traum!

Meist bin ich mit den Zwillingen in der Bauchtrage unterwegs. Zum Glück hatte ich kurz vor der Geburt von einer Zwillingstrage erfahren, die uns schon auf dem Klinikgelände gute Dienste erwies, wenn die stationseigenen Kinderwagen mit anderen Patienten unterwegs waren. Ohne die Trage wäre eine Hunderunde für mich kaum denkbar. Die Trageprofis unter euch werden jetzt fragen "Warum nicht mit Tragetuch? Das kann man auch für Zwillinge binden!" Ja ja, ich weiß, das Tragetuch ist so flexibel einsetzbar und sooooo praktisch. Leider nicht für mich. Ich habe es bei meiner ersten Tochter probiert, aber ich bin zu ungeschickt oder ungeduldig oder unkorrekt für das Binden eines Tragetuchs. Ich hatte immer das Gefühl, mich völlig zu verknoten. Das Tuch war nass und schmutzig, wenn ich es bei Wanderungen im Freien band, also war dies nur ein kurzer Versuchszeitraum, bis wir auf verschiedene Tragen mit Riemen und Verschlüssen umstiegen. Diese sagten auch meinem Partner mehr zu, er sah sich auch außerstande, ein Tuch zu binden, aber liebte bei Wanderungen den Bondolino so sehr, dass ich unsere Süße nur selten tragen musste.

Nun mit den Zwillingen war es bislang die Zwillingstrage. Ich habe allerdings gestern auch schon eine erfolgreiche Tragestunde mit zwei Tragen hinter mir. Meine Mutter und ich hatte mittags begonnen, den Pflanzkasten auf unserer Mülltonnenbox zu renovieren, als Nele wach wurde. Kurzerhand verfrachtete ich sie in den Bondolino, sie schlief friedlich an meiner Brust weiter und ich konnte weiter alte Pflanzen zum Kompost bringen und neue Pflanzerde heranschaffen. Als dann auch noch Cari wach wurde, durfte sie im Milamai auf meinem Rücken bei der Gartenarbeit mithelfen. Auch sie schlief sofort wieder ein und genoss das Geschaukele mit einem seligen Lächeln, wie meine Mutter zwischen dem Stoff und meinem Rücken beobachten konnte. Ich liebe meine Tragen, wie viel komplizierter wäre vieles doch ohne sie.

Unsere Babys machen sich gut in dieser Woche. Sie nehmen fein zu, heben in Bauchlage schon recht lange den Kopf und verfolgen Bewegungen/Geräusche sehr aufmerksam. Wenn einer der Hunde bellt, zieht Cari die Stirn kraus. Sie mag es auch überhaupt nicht, wenn sie gekitzelt wird und protestiert lautstark. Beide können sich zu meiner großen Überraschung schon vom Rücken auf die Seite oder von der Seite auf den Rücken drehen. Das gab beim ersten Mal eine Schrecksekunde, denn ich hatte sie viel zu nah an den Rand des Sofas gelegt und konnte sie nur in letzter Sekunde davon abhalten, sich in die Tiefe zu stürzen. Stattdessen drehte sie sich auf meine Hand und schief weiter. Puh, das war ein gutes Training für meine Reaktionsfähigkeit und meinen Kreislauf.

Seit Donnerstag steht auch wieder ein Plantschbecken im Garten. Eigentlich ist es für die Große gedacht, bringt mir aber auch gute Abkühlung, wenn ich meine Füße hinein setze, während ich stille. Mit den Füßchen waren auch die Zwillinge schon drin. Irgendwie meint unsere Hündin, es sei einfach nur ein übergroßer Wassernapf und säuft ständig daraus. Das wäre ja in Ordnung für mich, wenn sie dann nicht mit ihrer kalten, nassen Schnauze zu mir käme und mich mit einem feuchten Schlabberkuss erschrecken würde. Denn wenn ich mich beim Stillen erschrecke, erschrickt auch das Kind und beißt zu. Aua! Ich bin froh, dass die beiden noch keine Zähne haben!

Durch Zufall habe ich am Freitag gelesen, dass Malzbier die Milchproduktion anregt. Das war mir zwar schon bekannt, aber da ich kein Malzbier mag, war es mir immer gleichgültig. Nun setzte sich aber die Idee in mir fest, dass es am Malz - und gar nicht so sehr am Bier - liegen könnte. Denn ich meine, schneller ein Spannungsgefühl in der Brust zu bekommen, wenn ich eine Bionade oder eine Waldmeister-Fassbrause getrunken habe. Kann das sein? Geht es euch auch so?

Die größte Überraschung der Woche erlebte ich am Samstag: Ein riesiges Paket von Qeridoo kam an, darin ein Fahrradanhänger für die Zwillinge, der sich auch zum Buggy umbauen lässt. Dieser Qeridoo Sportrex2 ist ein Geschenk des Herstellers an mich als Tagebuchschreiberin. Ganz herzlichen Dank an Qeridoo - und an das kidsgo-Team für den Kontakt zu diesem großzügigen Sponsor. Ich freue mich riesig darüber, nun können wir bald auch mit den Babys auch Radtouren machen. Ein Foto vom ersten Probesitzen seht ihr unten. Natürlich ist diese Sitzordnung nur fürs Foto entstanden, im Buggybetrieb und erst recht im Radelbetrieb werden die drei Mädels natürlich korrekt gesichert und über zwei Fahrzeuge verteilt.

Der Sportrex2 leistete uns am Sonntag schon gleich bei einem Ausflug in die Eifel gute Dienste als Buggy. Wenn unser erster Eindruck sich verfestigt, wird er bei Reiseführerrecherchen das Transportmittel unserer Wahl für die Zwillinge sein. Die Große hat sich jedenfalls darin sehr wohl gefühlt, er lässt sich leicht auseinander und zusammen bauen und passt gut ins Auto, zumindest wenn die Hunde nicht mit dabei sind. Die sofort bestellten Weberschalen, in denen Babys transportiert werden, bevor sie sitzen können, sind inzwischen angekommen und warten auf den Einbau.

Leider wird der Anhänger mit einem anderen Kupplungssystem am Fahrrad befestigt als unser bisheriger Kinderanhänger. Wir müssen nun also erst einmal überlegen, welches Fahrrad welchen Anhänger ziehen wird. Ich hatte gehofft, dass es ein einheitliches System ist, bei dem man ohne große Schraubereien die Zugfahrräder und Anhänger beliebig tauschen kann. Aber das tut der Freude keinen Abbruch.

Eure Ingrid

Bild: privat



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In diesem Beitrag geht's um:

Qeridoo Fahrradanhänger, Zwillingstrage, Pflasterallergie