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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
4. Woche

Stillen oder Flasche? PEKIP oder Pikler?

Was tun, wenn das Stillen das Kind nicht satt macht?

Liebe Anna Margarete-Tagebuchleserinnen,

Anna nimmt endlich zu: Sie liegt jetzt bei 4 Kilo. Weiterhin bleibt ein Rätsel, wo die Muttermilch bleibt, die sie augenscheinlich aus der Brust „trinkt“. Denn eine sog. Stillprobe sagt, dass auch nach optisch gutem Saugen, nur wenig (lächerliche 10-30 Gramm) im Kind ankommt. Auch die Hebamme sagt, dass alles richtig ist, die Mama hat genug Milch, das Kind saugt gut und hat regelmäßig den Mund voll Milch. Also ernähren wir sie weiter mit der Flasche –mit Vor-Nahrung und abgepumpter Muttermilch. Zwei bis drei Mal am Tag lege ich sie an, in der Hoffnung, dass sie doch noch auf den Geschmack kommt. Damit habe ich nun auch meinen „Frieden“ geschlossen, nachdem ich in den letzten Tagen sehr entmutigt war.

Dieses Prozedere ist sehr arbeitsaufwenig, denn neben dem Abpumpen und regelmäßigen Anlegen sind wir mit dem Reinigen und Desinfizieren der Fläschchen/Sauger gut beschäftigt. Heute wurden wir mit einem Lächeln belohnt, das hat den Eltern richtig gut getan.

Gemäß Stillexpertin und meiner Hebamme kann man die Kleine ausschließlich an die Brust gewöhnen. Allerdings strapaziert das sowohl die Eltern als auch das Kind. Den Stress möchte ich uns allen aber ersparen, denn die Vormilch ist eine gute Alternative. Außerdem ist die Flasche die ernährungstechnische „Zukunft“.

Nachdem die Fütter-Entscheidung gefallen ist, wird ebenfalls der Tagesrhythmus immer besser, so dass ich auch mal etwas Zeit für mich oder die anderen Hausarbeiten finde. Heute Nacht konnte ich sogar fast 4 Stunden schlafen, weil sie bis 04:00 Uhr durchgehalten hat. Ein Vorteil der Flaschenfütterung ist, dass mein Mann mir beim Füttern helfen kann. Er übernimmt die Frühschicht gegen 06:00 Uhr und kümmert sich anschließend um das Frühstück. So kommen wir beide auf ein notwendiges Maß an Schlaf. Wir haben die „Schlafmütze“ für Anna entdeckt, denn wir glauben, sie schläft länger, wenn der Kopf warm ist.

Seit einigen Tagen gehe ich auch wieder einkaufen, und zwar mit Kinderwagen. Speziell alte Damen fragen regelmäßig, ob sie in den Wagen reinschauen dürfen. „Oh, ist die klein“, sagen fast alle und wie schön das doch gewesen wäre, damals mit dem eigenen Kind. Man kommt also schnell ins Gespräch mit den anderen Kunden. Auch die Großeltern haben viel Freude an dem kleinen Wesen. Es ist erstaunlich, wie viel Zuneigung und Interesse Babys erhalten.

Nächste Woche steht die U3 bei der Kinderärztin an. Außerdem will ich mich um PEKIP oder Pikler-Kurse kümmern. Kennt vielleicht eine Leserin/ein Leser eine gute Adresse/Kursleiterin in Meerbusch oder Düsseldorfer Raum? Die Angebote für den Raum Meerbusch sind ja eher dünn = drei Termine. Würde mich über Tipps sehr freuen.

Herzliche Grüße über das www an die kleinen und großen Familien von
Isabell aus Meerbusch



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Kommentare von Lesern:

Sandra, Berlin28.05.2010 10:19

Gut, ich oute mich. Ich bin auch so eine komische Still-, Trage-, Hausgeburtsmami, benutze noch Stoffwindeln ;-)). Liebe Kathrin, ich danke Dir für Deinen Beitrag. Ich glaube, Meinungen wie unsere sind in diesem Forum nicht gefragt. Hier soll der Mainstream präsentiert werden. Schade!!!

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Susanne, Hamburg26.05.2010 12:04

Hallo Isabell,

ich habe heute angefangen, Dein Tagebuch zu lesen und freue mich auf Deine weiteren Berichte! Deiner Tochter wünsche ich ein "Herzliches Willkommen" in unserer Welt, Dir und Deinem Mann eine wunderbare Zeit zu dritt.
Laß Dich beim Tagebuchschreiben durch kritische Kommentare nicht verunsichern, gerade bei der Kinderpflege und -erziehung ist es wichtig, seinen eigenen Weg zusammen mit seinem Partner zu finden. Ratschläge verschiedenster Art werden Euch nach der Geburt noch häufig, später seltener begleiten, informiert Euch und beschreitet bewusst Euren eigenen Weg!
Ich wünsche Euch viel Mut und Freude bei der neuen Lebensaufgabe, genießt Eure kleine Maus!

Liebe Grüße aus Hamburg

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Anja, kölner Umgebung25.05.2010 16:25

In meinem Schwangerschaftsvorbereitungskurs vor einigen Jahren gab es eine junge Frau, die erzählt hat, dass sie gleich zu Beginn abstillen möchte, da sie mit ihrem Mann als Selbstständige arbeitet und sich keine Auszeit leisten kann. Die Oma sollte sich dann vermehrt um den Nachwuchs kümmern. Welch eine Entrüstung in dem Kurs! Ich fand es zwar auch nicht so toll, die Reaktionen waren allerdings mehr als übertrieben.

Wenn man überlegt, dass sehr viele meines Alters als Baby nur die Flasche bekommen haben und es ganz gut überstanden haben ... Schlimmer wiegt da, wenn eine Mutter zu wenig Zeit für ihr Kind hat.

Liebe Isabell, ich drücke Dir und Anna die Daumen, dass es mit dem Stillen noch klappt - wenn nicht, wirst Du trotzdem die beste Mutter von allen für Deine kleine Anna sein! :-)

LG

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Anna24.05.2010 18:31

"Fördern ohne Ende ab der ersten Sekunde"-keine Ahnung in welchem Pekip-Kurs das so laufen soll, ich habe durch Umzug bedingt mehrere Pekip-Kurse besucht und da lief das immer so ab: "ankommen lassen und selbst erfahrungen sammeln ohne Erfolgsdruck im eigenen Tempo", scheint also doch nicht so weit voneinander entfernt zu sein, zumindest nach Deiner Definition, Maike

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Maike, Kiel24.05.2010 12:18

Hallo,
Du bist Dir nicht sicher ob du dich für Pickler oder PEKIP entscheiden sollst? Dann besorg dir lieber noch mal ein bißchen Lektüre denn diese Modelle stehen im krassen gegensatz zueinander. Emmi Pickler würde eine PEKIP Gruppe riegeroß ablehen.
Bei den Recherchen zu beidem wird Dir dann bestimmt schnell bewusst wo du eher hin tendierst: Fördern ohne Ende ab der ersten Sekunde oder ankommen lassen und selbst erfahrungen sammeln ohne Erfolgsdruck im eigenen Tempo!
Viel Spaß dabei

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Carola21.05.2010 17:10

liebe Maike
Bindungsprobleme zeigen sich auch erst im erwachsenenalter...

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Maike, Düsseldorf20.05.2010 15:23

Liebe Isabell,
gerade lese ich die Kommentare unter Deinem Blog und bin entsetzt. Wie Du bin ich eine Spätgebärende und viele Deiner Eindrücke und Erfahrungen aus den allerersten Wochen teile ich (unser Sohn ist jetzt fast zwei Jahre alt).
Was Kathrin aus Baden-Württemberg und Anja aus Hannover schreiben, ist in meinen Augen eine Zumutung. Kathrin propagiert - wie immer ebenso subjektiv wie überengagiert, sie ist in vielen Blogs sehr aktive Kommentatorin - das Stillen um jeden Preis und Anja (Hannover) vergreift sich Dir gegenüber komplett im Ton. Eine Unverschämtheit - dazu mit Rechtschreibfehlern: "Diese Ansichten, diese fehlerhaften Formulierungen", da sehe ICH einen guten Grund, keine derart arrogante Kommentatorin mehr zu beachten.
Liebe Isabell, Du bist in meinen Augen eine erwachsene, gut ausgebildete Frau, die für ihr Kind und sich selbst das Beste möchte. Lass Dich von den "Stillmamis" nicht verrückt machen, das ist mein einziger Tipp. Unser Kind ist übrigens ein hoch zufriedenes, gesundes FLASCHENKIND (ohne Bindungsprobleme, Allergien ...).
Liebe Grüße
Maike

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Kathrin, Baden-Württemberg20.05.2010 09:52

Hallo Anja aus der Kölner Umgebung und Isabell, Du hast natürlich recht, es gibt Situationen, in denen es Sinn macht, auf Alternativen zurückzugreifen, so wie Du es gemacht hast. Aber so wie Isabell es im Moment macht, ist das Abstillen vorprogrammiert. Wenn das Anlegen an der Brust zur Ausnahme wird (und das ist es bei 2-3 mal am Tag), dann wird das so nix.
Das Stillen ist so eine wunderbare Nähe zum Kind und gerade nach Kaiserschnitt kann es viel kompensieren.
Isabell, ich möchte Dich ermutigen, trau Dich und hör auf zu wiegen, geh nach Deinem Gefühl und denk jetzt nicht schon an die "ernährungstechnische Zukunft", genieße das JETZT mit Deinem Baby und laß die Natur ein wenig zum Zuge kommen,


viele Grüße,

Kathrin

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Anja, Hannover19.05.2010 21:23

Leider sehe ich bisher in Deinem Tagebuch lediglich einen guten Grund dafür keine Spätgebährende zu werden...!!! Diese Ansichten, diese Formulierungen... - und zur Kröhnung des Ganzen dann auch noch diese unglaubliche Arroganz...

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Anja, kölner Umgebung18.05.2010 21:42

Der Kommentar "Zufüttern ist der erste Schritt zum Abstillen" kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Mein erster Sohn hatte in seinen ersten Lebenswochen eine Art Durchfall, obwohl er nur gestillt wurde - so dass von der vielen Muttermilch, die er trank (Wiegetest) nur wenig aufgenommen wurde. Folge war stundenlanges Schreien vor allem abends. Das hörte schlagartig auf, als wir anfingen gegen den Rat der Hebamme abends ein Fläschchen zuzufüttern. Letztendlich habe ich ihn 10 Monate lang gestillt - mit ein wenig Zufüttern. Allerdings finde ich 2-3-mal Anlegen am Tag auch etwas wenig um die Kleine vielleicht doch noch ans hauptsächliche Stillen zu gewöhnen.

LG Anja

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Stefanie, Berlin18.05.2010 12:59

zwei- bis dreimal am Tag anlegen? Ich würde sie eher alle zwei bis drei Stunden anlegen, dann habt Ihr das Problem schnell gelöst. Lass das mit dem Wiegen, vor und nach dem Stillen, das bringt nur Verwirrung und stimmt ja sowieso nicht.

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Irina, Aachen18.05.2010 08:40

"Flasche als ernährungstechnische Zukunft"... - da kann ich nur den Kopf schütteln - wer hat Dir denn diesen Blödsinn erzählt...??? Man kann sich das Zufüttern und Abpumpen auch schön reden...! Jedem das seine aber für Dein Baby ist das Nuckeln an der Brust sicherlich schöner als die Flaschenfütterung...

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Kathrin, Baden-Württemberg17.05.2010 21:41

Zufüttern ist der erste Schritt zum Abstillen - von dem her: einfach ad libitum (nach Bedarf) stillen, dann pendelt sich die Milchmenge schon ein.

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Anna, München17.05.2010 19:58

Wegen Pekip: guck mal unter aktive-babys.de, die bieten in Düsseldorf-Süd allerdings sehr gute und nette Pekip-Kurse an, haben wir auch teilgenommen. Falls Du noch über eine Änderung Euer "Fütterungssituation" nachdenkst, würde ich Dir den Besuch der Stillgruppe am Marienhospital empfehlen. Die sind dort sehr nett, es sind viele Mamas da, auch stillerfahrene und man bekommt dort gute Tipps. Ich kenne Eure Situation jetzt nicht so richtig, aber es hört sich stressig an und Abpumpen fand ich immer ziemlich nervig. Mein persönlicher Tipp zu Eurer Stillproblematik wäre, da Euer Baby die Brust ja problemlos zunehmen scheint, mal über ein paar Tage nur zu stillen, mich nicht von irgendwelchen Gewichten verrückt machen zu lassen und dann mal zu gucken, ob sie nicht doch von reiner Brustnahrung nach ein paar Tagen doch zugenommen hat. Da die ja auch oftmals aus "Lust an der Freude" nuckeln, wenn sie einfach ein Bedürfnis nach Nähe haben, wundert es mich auch nicht, wenn die Stillprobe mal eine so geringe aufgenommene Menge zeigt.Ob das Kind wirklich zu wenig zu sich nimmt, zeigt sich meines Erachtens nur an der Anzahl der nassen Windeln und im Gesichtsverlauf über mehrere Tage gesehen, insofern würde ich mich von dem Zwang der ständigen Gesichtskontrolle befreien und einfach mal drauflosstillen, das klappt dann schon!

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