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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, Qeridoo, mamalila, Frollein Tee und Lässig.
8. Schwangerschaftswoche

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Der Beginn eines neuen Lebens ist immer etwas ganz Besonderes. Ich freue darauf, unsere Reise ab heute mit euch allen zu teilen.

Hallo liebe Tagebuchleserinnen und Tagebuchleser,

in meinem ersten Bericht möchte ich mich und meine Familie vorstellen und euch über die ersten Wochen meiner Schwangerschaft berichten.

Meine kleine Familie besteht aus meiner Wenigkeit (33), meinem Göttergatten (38), mit dem ich im Mai unseren 10. Hochzeitstag feiere und dann gesellen sich noch unsere zwei kleinen Rabauken dazu (2 und 5), die uns tagtäglich gehörig auf Trab halten und uns wahnsinnig viel Freude machen. Und nun bekommen wir im Winter also noch ein drittes Kindchen, auf das wir uns alle schon riesig freuen.

Gefühlt hätte ich gerne schon jetzt einen kleinen Säugling zuhause und eigentlich hatten wir auch einen kürzeren Altersabstand geplant, aber manchmal kommt alles doch etwas anders. Kräftemäßig konnte ich mir eine weitere Schwangerschaft vor einem Jahr einfach noch nicht vorstellen, auch wenn ich auch damals schon gefühlt jedem kleinen Baby hinter her schaute.

Von den äußeren Umständen her, hätten wir weder unser erstes noch unser zweites geschweige denn ein drittes Kind bekommen dürfen. Denn damals wie heute besitzen wir kein Auto, kein Haus und keine umfangreichen finanziellen Mittel um eine Familie zu gründen. Ich kann mich noch gut an eine Situation vor 6 Jahren erinnern, als mir nahe Verwandte den Rat nahe legten: „Also, wenn ihr mal ein Kind bekommen wollt, dann müsst ihr hier aus dieser Wohnung sofort ausziehen. Also, diese ganzen Treppenstufen und überhaupt, ein Kind in einer Großstadt aufziehen und dann noch ohne Auto…“

Tja, ein paar Monate später war ich mit unserem ersten Wunschkind schwanger und schleppe seitdem fröhlich sämtliche Babys und/oder Einkäufe in die vierte Etage unserer 50-qm-Dachgeschoß Wohnung. Ja, ich muss zugeben, gab es auch hin und wieder Momente in denen ich mehr oder weniger laut fluchen musste. Besonders wenn die Nachbarn in unserem sonst kinderlosen Mehrfamilienhaus bedrohlich hinter einem die Türe öffneten, um mit ihren Blicken zu verdeutlichen, dass die Kinder bitte nicht so laut die Treppen hoch trampeln mögen, während Mama bepackt wie ein Esel diese beinah wieder runterzufallen drohte.

Aber immerhin, nach der Geburt von Sohn Nr. 2 habe ich eiskalt beschlossen, dass es nun doch langsam mal an der Zeit wäre eine kleine Tischgeschirrspülmaschine anzuschaffen, nachdem der tägliche Spülberg ein Durchkommen innerhalb der Küche unmöglich machte. 1 Stunde Spülen am Tag mit Säugling vor dem Bauch und Kleinkind am Bein macht auch nicht mehr so viel Spaß wie früher. Und, als unsere Waschmaschine vor kurzem den Geist aufgab, bin ich aus allen Wolken gefallen, als ich sah, dass es auch Maschinen mit integriertem Trockner gibt. Von da an begann ein neues Leben für uns: das ewige Spiel den Wäscheständer von einem Raum in den anderen zu schieben, hatte endlich ein Ende. Hallelujah!

Aber ich schweife ab, denn ich wollte ja jetzt zu unserer Entscheidung kommen, unsere Familie um ein weiteres kleines Wesen zu erweitern. Im Dezember ging es also endlich los und es passierte… nichts. Das mag den Großteil von euch nicht verwundern, da eine Frau im gebärfähigen Alter und auf die Mitte 30 zugehend ja auch gut und gerne bis zu 6 bis 12 Zyklen auf einen positiven Test warten kann. Aber da es bei meinen ersten beiden Kindern auch immer im ersten Anlauf geklappt hatte, bin ich direkt unruhig und nervös geworden. Denn wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat, warum sollte es beim zweiten Zyklus besser klappen? Ich weiß, auch mein Mann musste erstmal lachen und hat mich dann ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Denn von Stress wird man auch nicht schneller schwanger. Sonst bin ich eigentlich eher ein Typ, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt.

Im dritten Übungszyklus hat es nun geklappt und der Test zeigte mir schon ES+8 zwei schöne Streifen an. Ich war sehr erleichtert und glücklich. Übrigens habe ich schon kurz nach unserer Hochzeit im Jahr 2008 die Pille abgesetzt, da ich einfach nicht mehr so stark in meinen Hormonhaushalt eingreifen wollte. Seitdem hatte ich mit Natürlicher Familienplanung (kurz NFP, einer Methode in der man Schleim- und Temperaturbeobachtung miteinander verbindet) verhütet und später auch in der Kinderwunschzeit genutzt.

Drei Tage nach Ausbleiben der Periode habe ich dann bei meinem Frauenarzt angerufen und einen Termin zur Erstuntersuchung ausgemacht. Die Dame am Telefon war wohl relativ neu im Team und brauchte einige Zeit um auszurechnen, wie weit ich denn bin und gab mir anschließend kurzfristig einen Termin für den übernächsten Tag. Da hatte ich mir noch nichts bei gedacht, aber bei 5+1 ist einfach noch so gut wie nichts auf dem Ultraschall zu sehen, worauf mich mein Arzt etwas entnervt hinwies und mich fragte, warum ich auf so einen zeitnahen Termin gedrängt hätte. Ich war mir keiner Schuld bewusst, aber als ich dann noch zugeben musste, dass ich nicht daran gedacht hatte meinen alten Mutterpass mitzubringen, war die Stimmung endgültig gekippt. Der erste Termin war also nicht so erfolgreich und ich etwas geknickt. Der zweite Termin an 7+5 war dafür umso besser, denn ich durfte ein kleines, schlagendes Herzchen sehen und meinen neuen Mutterpass entgegen nehmen. Der nächste Termin ist in knapp 2 Wochen und wird wahrscheinlich auch direkt die erste große Ultraschalluntersuchung sein. Ich freue mich.

Die bisherigen Wochen meiner Schwangerschaft waren sonst eher durchwachsen. Ab der 6. Woche hatte ich nämlich unter den üblichen Begleiterscheinungen in der Frühschwangerschaft zu leiden. Vor allem die bleierne Müdigkeit macht mir sehr zu schaffen. Normalerweise bin ich so bis 01.00 Uhr nachts auf und erledige am Abend die Dinge, die am Tag liegen geblieben sind. Ab jetzt unmöglich. Um spätestens 22.00 Uhr, wenn nicht noch früher, liege ich schlummernd neben meinen Kindern im Bett. Um 07.00 Uhr bin ich dann wach, um 2-3 Stunden später wieder todmüde zu sein. Meine beiden Kinder gehen nicht in den Kindergarten und machen auch keinen Mittagsschlaf mehr, so dass der Tag ungefähr von 08.00-21.30 dauert. Und das ist momentan wirklich ein Kraftakt für mich. Vor ein paar Tagen bin ich beim Spielen mit den Jungs eingeschlafen und ohne einen kleinen Mittagsschlaf schaffe ich es nicht. Die Jungs spielen dann entweder in ihrem Zimmer, was natürlich nicht immer funktioniert oder dürfen dann eben etwas Kinderfernsehen schauen. Momentan geht es leider nicht anders.

Ansonsten leide ich noch unter Appetitlosigkeit. Ich muss zugeben, dass die Übelkeit und das Erbrechen dieses Mal bei weitem nicht so schlimm ist, wie bei den beiden ersten Schwangerschaften als ich jeweils bis zur 16. Woche mehrmals am Tag brechen musste. Letztes Wochenende hatte ich dieselben Anzeichen und ich hatte schon wieder Angst, dass es ähnlich weitergehen wird, aber es war wahrscheinlich nur ein von den Kindern übertragener Infekt, der mich 20mal übergeben ließ.
Schlimmer ist, dass ich überhaupt keinen Appetit auf gar nichts habe. Ich ekel mich vor fast allen Lebensmitteln und es ist für mich eine tägliche Überwindung meinen Kindern etwas zu kochen. Meistens kaue ich dann an einem trockenem Körnerbrötchen. Das geht noch gerade so. Mal schauen, wann das wieder aufhört.

So, nun ist mein erster Bericht schon ausgesprochen lang geworden. Ich will euch noch ganz viel erzählen, aber dafür bleiben uns ja jetzt nun noch ganz viele gemeinsame Wochen.

Euch eine schöne Woche,
eure Rena



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Kommentare von Lesern:

Rena21.04.2018 21:35

Hallo Gast!
Zu meinem Studium werde ich im nächsten Bericht etwas erzählen.
Lg

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Gast19.04.2018 13:38

Herzlich Willkommen!
Was genau studierst du eigentlich? Oder machst du wegen der Kinder gerade Pause?
LG

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