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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, mamivac, lovelymama und Siella.
25. Schwangerschaftswoche

Es wird kugelig

Die erste Klinikbesichtigung war ein voller Erfolg. So ruhig und gelassen wie zurzeit kann es gerne weitergehen.

Hallo ihr Lieben,

ab morgen bin ich tatsächlich schon in der 26. Woche. Das hört sich schon so wahnsinnig weit an! Ich kann es selbst noch gar nicht fassen, dass ich nun tatsächlich schon im 7. Monat bin. In vielerlei Hinsicht geht es mir damit sehr gut.

• Die ersten wichtigen Untersuchungen habe ich hinter mir und kann dem Rest der Schwangerschaft nun wesentlich entspannter entgegenblicken.
• Der Mutterschutz naht in großen Schritten. Ich freue mich schon so wahnsinnig auf die freie Zeit. Ausruhen, mit dem Krümel beschäftigen, Kinderzimmer vorbereiten und Vieles mehr….
• Doch das Schönste daran: würde unser Baby nun auf die Welt kommen, hätte es schon gute Überlebenschancen. Für mich ein riesen Meilenstein und ein wesentlicher Fakt, der zu meiner Gelassenheit beiträgt.

Insofern geht es mir momentan einfach nur gut und ich bin überglücklich. Offenbar macht sich das auch bei unserem Krümel bemerkbar, denn der scheint im Eiltempo zu wachsen. Mein Bauch hat in den letzten zwei Wochen einen Wahnsinns-Schub gemacht. Meine Kollegin, die letzte Woche im Urlaub war, musste heute nicht schlecht staunen.

Ich merke auch selbst, dass ich echt rund geworden bin. So habe ich mich in der ersten Schwangerschaft gefühlt erst gegen Ende gefühlt. Vielleicht habe ich es auch einfach nur vergessen?!?
Am deutlichsten spüre ich es, wenn ich mich nachts umdrehen möchte. Das ist nun deutlich anstrengender und ich muss es auch mit mehr Bedacht auf den Bauch machen, da es sonst mitunter sehr schmerzhaft endet.

Auch das Aufstehen vom Sofa geht nicht mehr so flott und elegant wie noch vor ein paar Wochen. Teilweise muss ich schon über mich selbst schmunzeln, wie ich mich so aufrappele. Für Außenstehende sicherlich ein lustiger Anblick.

Dem Kleinen scheint es ansonsten sehr gut zu gehen. Er hat weiterhin seine festen Wachzeiten. Meist morgens, mittags und abends. Am Abend ist er dann am aktivsten und strampelt und poltert im Bauch herum. Die Bewegungen werden immer intensiver. Ganz zur Freude seiner großen Schwester, die es nun auch spüren kann und nach einem Stupser ganz lieb mit ihm spricht.

Letzten Mittwoch habe ich mir die erste mögliche Entbindungsklinik angeschaut. Es ist eine eher kleinere und familiäre Klinik. Ursprünglich wollte ich mir dieses Mal nur Kliniken mit angebundener Kinderklinik anschauen. Durch Gespräche mit Freunden und Bekannten habe ich mich dann aber doch dazu entschieden, noch zwei weitere Kliniken, u.a. diese, mit anzuschauen. Im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung.

Die Vorstellung wurde von zwei Hebammen, zwei Kinderkrankenschwestern der Wochenbettstation und einer Gynäkologin gemacht, die sich sehr viel Mühe gegeben haben und super sympathisch waren. Der Punkt, der mich am meisten überzeugt hat, war das individuelle Eingehen auf Mutter und Kind. Gerade beim Thema Stillen meinten sie, dass sie die Mutter in ihrer Entscheidung – egal wie diese ist – unterstützen. Sei es beim Stillen oder auch beim Flasche geben. Keiner sei eine Rabenmutter, wenn er sich gegen das Stillen entscheidet.

Auch wenn ich gerne stillen möchte und mich nur der Umstand, dass es eben beim letzten Mal einfach nicht geklappt hat, davon abgehalten hat, so sprach mir diese Aussage und das Verständnis doch mitten ins Herz und ich habe mich sehr abgeholt und verstanden gefühlt.

Von anderen Kliniken habe ich schon gehört, dass diese sehr auf das Stillen beharren und Mamas regelrecht um Fläschchen zum Zufüttern betteln mussten. Dieser Gedanke setzt mich schon jetzt so sehr unter Druck, dass ich mich nun dazu entschieden habe, diese Klinik aus meiner Besichtigungstour zu streichen.

Ich habe einfach zu große Angst, dass das Personal vor Ort meine Vorgeschichte abtut bzw. nicht darauf eingeht und ich dann erneut in dieses große Loch falle.
Mein Vorhaben ist weiterhin, es nochmal zu versuchen, aber eben mit dem Wissen, dass es sehr wahrscheinlich ist oder sein kann, dass es eben wieder nicht klappt. Daher möchte ich von Anfang an zufüttern, um mich von diesem psychischen und emotionalen Druck zu befreien. So zumindest mein Vorhaben. Mal sehen, was mein Körper, Geist und die Hormone dann in der Praxis zulassen.

Mein Freund und meine Hebamme sind jedenfalls informiert und werden mich dabei unterstützen. Ich denke, das ist schon mal eine sehr wichtige Basis. Alles weitere wird sich dann zeigen.

Neben dem sehr persönlichen Umgang mit den Patienten haben mich weitere Fakten wie die geringe Kaiserschnittquote von 17%, die Belegung in Zweibettzimmern, wirklich ansprechende Kreißsäle und Patientenzimmer, der Fakt, dass sie keine Frauen wegen Überbelegung ablehnen und die grundsätzlich sehr warme und einladende Atmosphäre überzeugt.

In Summe ein sehr gelungener Start, der mich schon wirklich überzeugt hat! Nun schaue ich mir noch eine weitere kleine Klinik, die zum gleichen Krankenhausverbund gehört, sowie eine große Klinik mit Kinderklinik an.
Wobei ich letztere nach meinem aktuellen Bauchgefühl nur für den Fall in Erwägung ziehe, falls sich abzeichnen sollte, dass es mir oder dem Kleinen nicht gut geht oder die Situation eine intensive Betreuung erfordert.

Ansonsten tendiert mein Bauchgefühl auch dieses Mal eher in die persönlichere Umgebung einer kleinen Klinik. Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Die nächste Besichtigung ist erst im Oktober.

Übermorgen steht nun der erste Geburtsvorbereitungskurs an. Ich bin schon wahnsinnig gespannt und aufgeregt. Ein Mädel aus dem Yogakurs am Montagabend wird auch dabei sein. Da wir uns bislang sehr gut verstehen, hat es mich sehr gefreut, als ich es erfahren habe. Mal sehen, wie die anderen Mädels so sind und ob sich die ein oder andere Bekanntschaft über den Kurs hinaus ergibt.

Ach ja, es gibt auch noch Neuigkeiten zum Thema Frauenarzt. Nachdem ein weiterer Arzt, der auf meiner Liste potenziell neuer Frauenärzte stand, heute aus dem Sommerurlaub zurückgekommen ist, habe ich mich gleich gemeldet.
Obwohl ich schon befürchtet hatte, dass auch er keine Patientinnen mehr annimmt, wurde ich zu meiner Begeisterung direkt angenommen. Ab dem neuen Quartal, also ab Oktober, darf ich nun zu ihm kommen.

Ein großer Schritt so gegen Ende der Schwangerschaft. Ich hoffe sehr, dass ich es nicht bereuen werde! Aber ich musste einfach meinem Gefühl nach der letzten Untersuchung folgen. Mir sind die Aussagen meiner Ärztin doch sehr nahe gegangen. Ich habe mir einige Tage Zeit gelassen, um das Ganze sacken zu lassen und darüber nachzudenken. Letztlich bin ich immer wieder bei der gleichen Entscheidung gelandet. Wir werden sehen, ob mein Bauchgefühl hier richtig lag.

Ich wünsche euch allen eine super schöne Woche mit hoffentlich schönen Spätsommertagen gegen Ende der Woche. Hier sieht es zumindest aktuell schon vielversprechend aus, wenn ich so aus dem Fenster schaue.

Alles Liebe und bis bald
Eure Nina



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Kommentare von Lesern:

Nina aus Stuttgart 12.09.2019 11:18

Liebe Claudia,

vielen Dank für lieben Worte und Erfahrungen.
In der Tat hatten mir sowohl meine Hebamme als auch eine Mitleserin diesen Denkanstoß vor 2-3 Wochen gegeben. Ich habe es seitdem im Hinterkopf, hatte aber noch nicht die Zeit und Muße mich so richtig damit auseinander zu setzen. Spätestens, wenn ich in ein paar Wochen in Mutterschutz bin, werde ich die Entscheidung endgültig fällen :-).
Ich werde euch daran teilhaben lassen...

Liebe Grüße
Nina

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Claudia, Berlin11.09.2019 19:45

Hallo Nina,

ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob du schon mal etwas darüber geschrieben hast, aber hast du schon mal über eine ambulante Geburt nachgedacht?

Wir haben dies nach der Geburt unseres zweiten Kindes (entgegen aller Ratschläge) gemacht und es war einfach nur toll. Für alle. Vater und großer Bruder waren von Anfang an voll integriert und ich und das Baby konnten uns in Ruhe zu Hause erholen und einspielen. Fernab vom Krankenhausrhythmus, wo immer wenn man gerade schlafen möchte irgendjemand etwas von einem möchte. Wiegen, Hörtest, Physiotherapie, Anmeldung fürs Geburtenregister, Fotograf... irgendetwas war immer.

Natürlich ist das nur möglich wenn alle gesund sind und dein Partner gewillt ist dich zu unterstützen und sich ein paar Tage (bis Wochen :-)) frei nehmen kann bzw. die Möglichkeit hat von zu Hause zu arbeiten.

Manche Kinderärzte kommen für die U2 sogar nach Hause (vor der Geburt abklären) und die Hebammen kommen in den ersten Tagen ja sowieso täglich.

Nur mal so als Denkanstoß. Wie gesagt, für uns war das so genau richtig, muss ja nicht bei jedem so sein...

LG und eine tolle Restschwangerschaft.
Claudia

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