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Baby-Tagebücher

Alle vier Monate beginnen frischgebackene Mütter oder Väter auf kidsgo.de ihr Baby - Tagebuch. Jede Woche schreiben sie, welche Fortschritte ihr Baby macht und welche Probleme es im Leben mit dem Baby gibt. Die Baby-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von lovelymama, Qeridoo und Thule.
38. Woche

Endlich wieder krank

Pünktlich zum Herbstanfang haben wir die erste Erkältung. Wäre ja sonst auch langweilig geworden.

Das Wetter wird kälter und trüber. Und bei uns stieg jetzt wieder die Unruhe. Wann holt sich Tanja die erste richtige Erkältung aus dem Kindergarten? Wann steckt sie uns an? Wird dieser Winter wieder so krankheitsbelastet wie der letzte? Hoffentlich nicht.

Doch natürlich brachte Tanja aus der Waldwoche eine leichte Erkältung mit. Und natürlich steckte sich meine Frau an. Und natürlich erwischte sie es deutlich heftiger. Während es tagsüber eigentlich ganz gut ging, da merkte sie kaum etwas, hatte sie nachts regelmäßig Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Ich schiebe es zum Teil auf ihre permanente Übermüdung. Wer halt nachts kaum zur Ruhe kommt, hat es schwerer, mit solchen Krankheiten fertig zu werden.

Donnerstagnachmittag war Alexander herrlich verschmust. Ja, so schön kann das mit einem Baby sein.
Wenn wir nicht Regel Nr. 1 für alle Eltern vergessen hätten: „Wenn Dein Kind kuscheln will, ist es krank.“
Und prompt stieg bei Alexander abends das Fieber innerhalb weniger Minuten auf über 39 Grad. Entsprechend schlecht ging es ihm, entsprechend schlecht waren Abend und Nacht für uns. Wenigstens ging es meiner Frau da wieder besser.

War ja klar, dass pünktlich zum Winterhalbjahr die erste Erkältung kommt. Das lässt für die nächsten Monate Böses ahnen.

Meiner Frau geht es vom Rücken/Nacken her immer noch nicht besser. Ganz offensichtlich kommt es vom Herumtragen von Alexander, denn wenn der Tag schlecht war und sie ihn viel rumtragen musste, tut es abends umso mehr weh.

Tanja macht weiterhin einen Sprung nach dem anderen in ihrer Entwicklung. Vor ein paar Tagen verschwand sie plötzlich in ihrem Zimmer. Wir hörten sie da rumoren, waren aber schlau genug, die paar Momente Ruhe zu genießen (Regel Nr. 2 für alle Eltern: „Wenn Dein Kind sich alleine beschäftigt, lass es in Ruhe, egal wie lange es braucht“). Und was hatte Tanja vollbracht? Sie hatte aufgeräumt und die Betten gemacht! Es sei ja so „müllig“ gewesen. Darauf war sie sehr stolz und wir lobten sie natürlich ausgiebig. Was ist denn das für eine seltsame Phase?
Und seit unserer Rückkunft aus Frankreich geht sie öfter zu den Nachbarskindern, um mit ihnen zu spielen (unsere Gärten grenzen aneinander, so ist das kein Problem). Und wir Eltern müssen nicht mitkommen. Sie fragt, ob sie rüber darf und verschwindet einfach für ein-zwei Stunden. Kaum zu glauben.
Ansonsten haben wir letztes Wochenende noch mal das Fahrradfahren mit ihr aufgenommen, das wir im Sommer ergebnislos abgebrochen hatten. Und jetzt klappt es auf einmal. Ursache ihrer bisherigen Fehlversuche war wohl, dass das erste Fahrrad schlicht zu groß und zu schwer war. Wir haben jetzt noch mal ein kleineres Lauf/Fahrrad besorgt, das wir ohnehin für Alexander brauchen werden, und damit geht es dann. Offenbar sind die offiziellen Empfehlungen, welches Radgröße zu welcher Körpergröße passt, zu hoch angesetzt. Interessanterweise sind solche Kinderfahrräder laut Angaben des Herstellers ausdrücklich nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Toll, da kauft man diese schweineteuren Räder und dann darf ich sie offiziell noch nicht mal auf der Straße benutzen?

Seit dieser Woche hat Tanja wieder einen Ganztagsplatz im Kindergarten. Effektiv bedeutet dies, dass wir sie eine halbe Stunde früher hinbringen und eine halbe Stunde später abholen und der bisherige freie Nachmittag, den wir sie hatten, wegfällt. Das bringt uns erst mal 8 weitere Tanja-freie Stunden in der Woche. Und damit ist für uns der Tag einfach entspannter, gerade wenn es meiner Frau nicht besonders gut geht. Und Tanja hat damit kein Problem, sie geht derzeit sehr gerne in den Kindergarten. Vermutlich werde ich dann auch ab Dezember meine Stundenzahl bei der Arbeitszeit erhöhen.

Irgendwie habe ich bei Alexander als zweitem Kind das Problem, dass ich in die wesentlichen Entscheidungen gar nicht mehr so eingebunden werde. Beim ersten Kind mussten wir uns ja besprechen, da keiner von uns beiden Erfahrungen mit Kindern hatte. Aber beim zweiten ist ja schon vieles bekannt und so macht meine Frau so ziemlich genau das, was sie möchte. Die von mir gelegentlich aufgebrachte Frage des Zufütterns wird z.B. einfach ignoriert bzw. auf die nahe Zukunft verschoben (und dann weiter verschoben).
Meine Frau geht auch in dieser Mutterrolle sicher viel mehr auf als ich in meiner Vaterrolle. Für sie war und ist Alexander – bei allen erheblichen Belastungen, die das mit sich bringt – ein absolutes Wunschkind. Und es mag auch damit zusammen hängen, dass meine Frau überhaupt keine, wirklich überhaupt keine Lust mehr hat, wieder in ihren Beruf zurückzukehren.
Bis Ende August nächsten Jahres hat sie ja noch Elternzeit. Bei Tanja hatten wir ja uns die Arbeitstage nach Ende der Elternzeit (also nachdem sie 1 Jahr war) halb-halb geteilt, d.h. jeder von uns war einen halben Tag für sie zuständig und hat einen halben Tag gearbeitet. So langsam habe ich das Gefühl, dass meine Frau gerne noch länger zu Hause bleiben möchte und ich dafür wieder Vollzeit arbeite (anders kriegen wir es auf Dauer auch finanziell nicht gebacken). Wir driften also nach und nach in das klassische Schema „Mann geht mit der Keule auf die Jagd und Frau hütet die Höhle“ ab. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich habe kein Problem damit, mich mit Alexander zu beschäftigen. Andererseits zieht es mich auch nicht unbedingt dahin, jedenfalls so lange er so quengelig und auf seine Mutter fixiert ist wie derzeit. Und ich gebe es zu, dass ich es durchaus mal genieße, im Büro meine Ruhe zu haben, ohne dass mir jemand das Ohr abquengelt.
Na ja, wir sind da noch in der Diskussion und müssen uns auch in absehbar noch nicht endgültig entscheiden. Schauen wir mal, wie es in einem halben Jahr sein wird.

Von Mitbloggerin Vanessa wurde gefragt, ob wir unsere Kleinen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Nein, das tun wir nicht. Obwohl ich ein vehementer Verfechter des Impfens bei den „Kinderkrankheiten“ bin, sehe ich bei dieser Impfung das Risiko-Nutzen-Verhältnis nicht so positiv, dass ich mich und meine Kinder impfen lassen würde. Abgesehen davon, dass die Zahl der Infektionen in Deutschland bisher noch sehr überschaubar ist (bisher insgesamt 20.000 Infektionen), wohnen wir in einer Kleinstadt „in der Pampa“ und bei uns sind schlicht und einfach kaum Schweinegrippefälle aufgetaucht Die Chance auf eine Ansteckung ist also sehr klein. Zudem scheint es ja so zu sein, dass diese Grippe – Gott sei Dank – bisher nicht schlimmer ist als die üblichen Grippen. Und gegen die üblichen Grippen werden Kinder auch nicht geimpft. Unsere Kinderärztin, mit der wir das natürlich auch besprochen haben, sieht das genau so wie wir. Sie meint insbesondere, dass Kinder üblicherweise mit Grippe gut fertig werden und sie daher das Impfrisiko, so nicht weitere Erkenntnisse hinzukommen, eher vermeiden würde.

In einem Artikel las ich gerade heute, dass die Schweinegrippe-Impfung für Schwangere, für die sie eigentlich gedacht ist, nicht unbedenklich ist. Denn in dieser Impfung ist ein „Verstärker“ drin, dessen genaue Auswirkungen auf Schwangere man nicht kennt. In anderen Ländern gibt es daher für Schwangere extra einen Impfstoff ohne Verstärker speziell für Schwangere, nur in Deutschland nicht.

Unsere Kinder sind ansonsten derzeit recht anstrengend. Tanja schwankt ständig zwischen gut drauf und lustig oder mies gelaunt und zickig. Kein Tag, an dem sie nicht wegen irgendwelcher Kleinigkeiten heulend in ihrem Zimmer verschwindet (um 10 Minuten später wieder fröhlich aufzutauchen). Wenn das so bleibt, kann ihre Pubertät ja lustig werden.

Alexander scheint derzeit weitere Zähne zu bekommen. Bisher hat er 2 ¾ Zähne, nämlich zwei Ganze unten und einen Halben und einen Viertel oben. Jetzt scheinen im Oberkiefer noch weitere zu kommen, so wie er sich daran rumfingert.
Sitzen klappt schon ganz gut, so weit er durch Gurte im Kinderwagen oder im Hochstuhl festgehalten wird. Und er versucht auch immer wieder, sich aus den Knien in eine sitzende Position zu bringen. Das klappt hingegen nicht so ganz. Er muss sich dabei noch mit seinen Händen abstützen, so dass er schief hängt wie der Turm von Pisa. Und wenn er aus dieser Position raus will, hat er Schwierigkeiten seine unter den Körper gezogenen Beine wieder zu entwirren – was natürlich lautstarkes Plärren bedeutet.

Was Alexander derzeit auch recht anstrengend macht, ist das Fehlen eines richtigen Rhythmus. Bei Tanja war das sehr klar gewesen, sie wachte immer zur gleichen Zeit auf, hatte einen recht langen Stillrhythmus (alle 3-4 Stunden, davon nur ein mal in der Nacht), und schlief zur gleichen Zeit ein. Alexander wacht mal um 8, mal um 9:30 Uhr auf, trinkt mal mehr, mal weniger, mindestens 2 Mal in der Nacht. Und seine Schlafenszeit hängt damit zusammen, ob er abends noch kurz einnickt. Schläft er abends auch nur eine einzige Minute, ist er vor 22 Uhr kaum im Bett, quängelt dafür aber abends auch kaum rum. Schläft er nicht, dann ist er schon gegen 21 Uhr schlafmüde, war dafür dann aber auch die letzte Stunde sehr quengelig. Hoffentlich bekommen wir auch da mal einen richtigen Rhythmus.

Hoffen wir mal, dass bis zum nächsten Blog diese Krankheit überwunden ist.

Viele Grüße, Gerd



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Kommentare von Lesern:

Andrea, London06.10.2009 14:48

Ich lese Deine Berichte immer sehr gern, vielen Dank fuers Schreiben, bin schon gespannt wie es dann mit dem Zufuettern laeuft wenn ihr denn mal anfangt damit, zeigt A denn schon Interesse wenn er Euch essen sieht? Hier in England heisst das glaube ich baby led weaning, wenn man die babies gleich 'normal' mitessen laesst. Wie habt ihr es denn bei Tanja gemacht? Andrea

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