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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, Qeridoo, mamalila, Frollein Tee und Lässig.
12. Schwangerschaftswoche

Das ganz große und doch so kleine Wunder

Verliebt, verlobt, verheiratet – und dann kommen die Kinder!
Dieses klassische Familienmodell wird es bei uns nicht geben…

Hallo ihr Lieben,

zunächst einmal möchte ich mich vorstellen: Mein Name ist Caroline, ich bin 32 Jahre alt und in der 12. Woche schwanger! Mein kleiner Krümel misst gerade etwa 5cm und hat beim letzten Ultraschall schon fleißig gewunken – ein unglaublicher Moment. Ich freue mich sehr darüber, all unsere besonderen Meilensteine mit euch in diesem Tagebuch teilen zu dürfen, bevor ich dann im Oktober das kleine Krümelchen richtig kennenlernen darf.

Mit dem Vater des kleinen Menschleins bin ich nicht zusammen; auch ist fraglich, ob er in Zukunft überhaupt eine Rolle in unserem Leben spielen wird. Es war eine kurze Begegnung, wir wohnen mehrere hundert Kilometer auseinander und haben im Leben momentan unterschiedliche Prioritäten gesetzt. Natürlich hätte ich jetzt meine Koffer packen können, einen Neuanfang in der Ferne wagen und hoffen, dass alles gut geht. Doch ehrlich gesagt ist mir das Risiko zu groß. Hier habe ich meine Familie und meinen Freundeskreis, die mich unterstützen und sich mit mir über das kleine Wunder freuen. Das möchte ich nicht aufgeben für den Versuch, aus zwei Fremden irgendwo im Nirgendwo eine Familie zu formen.

Natürlich gibt es Momente, in denen ich mich frage, ob ich mit dieser Entscheidung dem Kind nicht von vornherein etwas Grundlegendes genommen habe, denn die klassische Mutter-Vater-Kind-Kombi ist doch das, was ich eigentlich für gut, richtig und wünschenswert halte. Andererseits denke ich aber auch, dass wir im 21. Jahrhundert leben und in Deutschland die verschiedensten Familienmodelle bestehen und funktionieren. Warum sollte ich es daher nicht als Alleinerziehende schaffen? Und wer weiß, ob nicht irgendwann ein Mann in mein bzw. unser Leben tritt, mit dem wir auch ohne genetische Verbindung zu einer Familie verschmelzen?

Ganz unabhängig von diesen Überlegungen stand für mich eins niemals in Frage: Die Entscheidung für dieses Kind. Seit etwa 15 Jahren war für mich klar, dass zu meinem Leben langfristig eine Familie mit Kindern gehören soll. In den letzten Jahren war es aber mangels der Umstände (Studium & Referendariat) und passendem Partner nie der richtige Zeitpunkt. In diesen Lebensabschnitten wäre es für mich einfach nicht richtig gewesen, da ich ein chaotischer Lerntyp bin, der wochenlang nichts macht und plötzlich (meist kurz vor knapp) Intensivphasen einlegt, in denen für ein paar Tage Schlaf durch Kaffee ersetzt werden muss und jegliches Sozialleben stillgelegt ist. Ich bewundere Frauen, die Kind und Studium organisiert bekommen; ich hätte es eher nicht geschafft und wäre jetzt wohl immer noch im Studium...

Mittlerweile bin ich aber seit ein paar Jahren im Lehrerberuf, der ja bekanntlich „sicher“ und in der Regel auch recht gut mit Familie vereinbar ist. Schön ist auch die Aussicht auf die Elternzeit, in der wir uns an unser neues Leben sorgenfrei gewöhnen dürfen, bevor es dann mit einigen Stunden nach und nach in die Schule zurückgeht. Auch wenn die Anforderungen an einer (Ganztags)Schule deutlich anders als vor 10 Jahren sind, sollte das auf Dauer schon ganz gut klappen. Toll ist vor allem, dass ich viele liebe Kolleginnen mit Kindern habe, die uns mit allerlei Ratschlägen unterstützen und in den letzten Wochen auch schon fleißig mitgefiebert haben.

In den kommenden Monaten gibt es erst einmal nur das Krümelchen mich - und ich freue mich schon auf dieses wunderbare Abenteuer, von dem ich euch hier auch jede Woche berichten darf. Die kidsgo.de-Tagebücher lese ich schon seit ein paar Jahren still mit und werde mein Bestes geben, interessante Momente aus dem neuen Lebensalltag für euch festzuhalten.

In der nächsten Woche berichte ich euch dann von meinen Schwangerschaftsbeschwerden und die ersten Wochen – und warum weniger manchmal mehr ist…

Ich wünsche euch eine schöne Woche und hoffe, dass auch das Erwachen des Frühlings genießt!

Alles Liebe!
Eure Caro



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Kommentare von Lesern:

Susanne, Meitingen08.04.2019 10:33

Herzlich Willkommen, liebe Caro!
viele Grüße von auch einer Alleinerziehenden. Es ist zwar oft anstrengend, aber machbar.
Ich habe hier auch ein tolles Netzwerk aus Familie und Freunden - ohne das wäre es sehr schwierig, von daher kann ich Deine Entscheidung nachvollziehen.
Alles gute, ich freue mich schon auf Dein Tagebuch,
LG
Susanne

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