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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
0. Woche

Noch drei Wochen...

Das Geburtsanmeldungsgespräch ist endlich erledigt, Akupunktur war unangenehm und mein Bonussohn hat eine sehr anstrengende Phase.

Hallo ihr Lieben,

wieder eine Woche rum. Irgendwer sagte mir letztens, dass der letzte Schwangerschaftsmonat gefühlt 599 Tage dauert, das würde ich momentan gerade unterschreiben. Wobei ich dank des gar nicht sommerlichen Wetters einigermaßen fit war die letzte Woche. Von mir aus braucht es wirklich jetzt erst mal nicht wieder so heiß werden.

Die ganzen Wehwehchen werden allerdings nicht weniger, logisch. Ich starre immer missmutig auf die Waage und denke menno, nicht nicht noch mehr zunehmen... ich bin jetzt bei knapp 14 kg plus und finde, das reicht. Hunger habe ich allerdings auch ständig.

Diese Woche war Emil-Woche. Der hat momentan eine sehr anstrengende Phase. Dinge, die immer völlig selbstverständlich waren, wie Fahrrad fahren mit Helm oder Mund ausspülen nach dem Zähne putzen funktionieren nicht mehr. Man muss ihm alles 100x sagen und häufig macht er trotzdem überhaupt nicht, worum man ihn bittet. Dabei noch eine Balance zwischen Verständnis und Konsequenz zu finden, kostet enorm viel Kraft, die mir momentan dann doch häufig fehlt. Deswegen haben ich mich viel heraus gehalten und Vater und Sohn machen lassen. Das hat aber dazu gefühlt, dass Schatz ganz schön viel am Schimpfen und Emil ganz schön häufig sehr bockig und beleidigt war. Ich kann aber gerade wirklich nicht, ich bin so unendlich ko!
Ich habe auch keine Ahnung, was das Kind jetzt umtreibt. Ob es das Alter ist, die immer noch seltsame Lage durch Corona oder doch die Veränderungen nach der Geburt seiner Schwester, die sich langsam ankündigen, keine Ahnung. Vielleicht auch alles zusammen. Wenigstens ist die Schule jetzt so gut wie rum, ab Donnerstag sind Ferien und das leidige Thema Hausaufgaben ist erst mal vom Tisch. Dann kommt er noch mal zwei Tage zu uns, aber dann habe ich drei Wochen zum durchatmen, wenn er mit seiner Mama zu den Großeltern fährt. Das kommt mir momentan sehr entgegen und kann ich gut gebrauchen. Es wird anstrengend genug werden, wenn er dann die letzten drei Wochen in den Ferien bei uns ist und die kleine Hexe noch ganz frisch geschlüpft. Ich hoffe, dass Schatz trotz Baby dann ein bisschen Energie aufbringen kann, um seinen Sohn etwas zu beschäftigen.

Meine und seine Eltern unterstützen uns auch im Moment schon sehr und nehmen Emil öfter mal zu sich. So hat das Kind was um die Ohren, ich kann mich ausruhen und Schatz kann auf der Baustelle in Ruhe weiter machen, das ist momentan wirklich Gold wert.

Ich war dann aber endlich zur Geburtsanmeldung im Krankenhaus! Juhu! Die Formalitäten sind jetzt erledigt und ich konnte auch meine Wünsche problemlos anbringen. Familienzimmer dürfen wir ganz spontan entscheiden, da ich ja privat versichert bin mit Einzelzimmer, ist bei mir sowieso ein Bett frei und wir können dann nach der Geburt schauen, ob Schatz bleiben sollte oder nicht.

Das hat mich ja schon mal sehr gefreut und die nächste gute Nachricht war dann, dass sie nach dem Ultraschall entschieden haben, am Stichtag nicht zwangsläufig einzuleiten solange die Kleine sich weiterhin so in der Norm entwickelt und nicht irgendwelche anderen Probleme auftreten. Auch wenn ich sehr hoffe, dass sie etwas eher kommt, finde ich das sehr gute Neuigkeiten. Ich soll dann spätestens am Stichtag wieder kommen, dann wird erneut untersucht und das weitere Vorgehen besprochen. Hoffentlich tut sich bis dahin was!

Insgesamt waren die Hebammen aber sehr entspannt, sie setzen auf Geburten mit möglichst wenig ärztlicher Unterstützung und versuchen, die Natur walten zu lassen. Einen Kreißsaal habe ich auch angesehen und den Wehengarten kurz angeschaut. Dort kann sogar ein CTG geschrieben werden, was ich ganz toll finde. Ich bin ja sehr gerne draußen und denke, das könnte mir wirklich helfen. Schatz meint allerdings, da würde ich eh keine Zeit zu haben. Mal gucken. Ein paar Tipps habe ich noch bekommen, ich soll aus einem T-Shirt ein Bonding-Tuch machen und Traubenzucker kaufen zum Essen unter der Geburt. Igitt.

Außerdem war ich noch mal beim Chiropraktiker, der hat mein Kreuzdarmbeingelenk noch mal gerade gerückt und meine Halswirbelsäule korrigiert, damit alles möglichst ordentlich und gerade ist... aua sage ich nur! Aber da soll ich jetzt erst nach der Geburt wieder hin, dann schaut er sich auch das Baby an.

Akupunktur war diese Woche sehr unangenehm muss ich sagen. Ich habe ja wohl eine Schwachstelle bei Magen und Milz und die Nadeln taten nicht nur richtig weh, mir wurde auch kotzübel. Seufz. Die Hebamme meint, ich soll mich da mal nach der Entbindung heilpraktisch drum kümmern... naja, mal sehen, ob ich mich dazu aufraffen kann. Die geburtsvorbereitende Akupunktur war auch nicht so schön, die Nadeln im kleinen Zeh waren auch sehr schmerzhaft. Aber meine unruhigen Beine sind wirklich besser und mir war auch nicht mehr ganz so warm nachts, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass wir anstatt 22° nur noch 17° im Schlafzimmer hatten... Hund und Mann waren schon unter zig Decken verschwunden, aber ich fand es ohne Decke einfach herrlich!

Ich hatte noch einen wirklich netten Abend mit meinen beiden Reitmädels, die sich so toll um mein Pferdetier kümmern. Ich bin so froh, mir da nicht auch noch einen Kopf machen zu müssen. Wir waren Essen und haben ganz viel gequatscht, wie die Schnattergänse. Das hatten wir so lange nicht mehr und hat richtig Spaß gebracht. Allerdings konnte ich nach dem stundenlangen sitzen kaum aufstehen, es drückt schon gewaltig im Becken, und ich hatte Elefantenfüße - schlimm.
Die Hebamme im Krankenhaus hat mir noch mal dringend ans Herz gelegt, mit dem Reiten die kompletten 8 Wochen Wochenbett zu warten. Ihnen wäre schon mal eine Wöchnerin nach einem Sturz verblutet, weil die Wunde in der Gebärmutter wieder aufgerissen ist - na, danke. Ich werde mal brav versuchen, das auszuhalten, aber dann ist es ja schon Oktober, bis ich wieder aufs Pferd kann. Naja. Immerhin longieren und Handarbeit werde ich dann wohl irgendwann wieder machen können, dazu fehlt mir auch gerade komplett die Kondition, dabei waren wir schon so gut in der Piaffe an der Hand.

Der kleine Hund rettet mir weiter mein Seelenheil. Sie ist so niedlich und fröhlich und artig, dass ich auf unseren Gassirunden immer gute Laune bekomme und mich besser fühle, egal, wie niedergeschlagen ich vorher war.

Einige Ängste treiben mich inzwischen schon um. Ich frage mich häufig, wie und ob ich das alles schaffe, ob ich die Geburt halbwegs heil überstehe, den Schlafmangel irgendwie hinbekomme und überhaupt alles mit Kind in unserer Situation, Patchwork und Baustelle usw.. Gerade, wenn Emil so an meinen Nerven zehrt, bin ich innerlich öfter etwas verzweifelt.
Eigentlich freue ich mich so auf die Kleine, aber mitunter denke ich "oh Gott, wir hätten es einfach beim Hund belassen sollen" - ein Quatsch im Grunde. Die Hebamme sagt das wäre normal, Hormone usw.. Wie gesagt, wenn es ganz arg wird, gehe ich Gassi. Schatz ist nicht so richtig der geeignete Ansprechpartner bei sowas, er guckt mich immer nur groß an und fragt, warum wir das denn bitte nicht hinbekommen sollten. Männer!

Eine Merkwürdigkeit hatte ich noch, und zwar saß ich Mittwoch morgen auf einmal senkrecht im Bett, weil es in meinem Bauch oben sehr laut "KNACK" gemacht hat. Total komisch. Ich dachte an die Fruchtblase und bin leicht panisch auf Toilette - aber war nichts. Die Hebamme meinte, das könnte ein Riss oben gewesen sein, aber solange der Schleimpfropf noch intakt ist und nichts läuft, würde der auch wieder zuwachsen. Aha. Ich bin natürlich trotzdem los gerannt und habe mir so PH-Tests gekauft. Da aber wirklich nichts kommt, habe ich die noch nicht benutzt. Hexe macht fröhlich weiter Randale, von daher mache ich mir deswegen jetzt erst mal keine Sorgen.

Nächste Woche ist noch mal voller Termine und dann wird es endlich ruhiger. Ich muss wieder zum Frauenarzt und habe noch mal einen Frisörtermin - der ist mir auch wirklich wichtig. Es reicht, dass ich ein Wal bin, ich möchte nicht noch ein Wal mit Moppfrisur sein! Außerdem habe ich noch mal einen persönlichen Termin mit meiner Hebamme und einen zur Zahnreinigung. Der macht mir Sorge, ich kotze ja leider wieder regelmäßig beim Zähne putzen und bin sehr gespannt, ob ich das aushalte. Sonst müssen wir eben abbrechen.

Ihr Lieben, ich wünsche euch eine nette und angenehme kommende Woche! Drückt mir mal weiter fleißig die Daumen, dass die Kleine sich langsam mal auf den Weg macht... so in 2 Wochen wäre toll!

Liebe Grüße,

Mary



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In diesem Beitrag geht's um:

Geburtsanmeldungsgespräch, ein paar Ängste, Bonuskind