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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, Qeridoo, mamalila und Lässig.
31. Schwangerschaftswoche

Gedanken

Ich mache mir Gedanken über dies und das: meinen Studienabschluss, die Namenssuche, die Geburt, und die ersten Stunden mit Baby.

Hallo liebe alle,

nachdem ich letzte Woche über meine Beschwerden erzählt habe, erreichte mich flugs darauf ein ganz liebes Paket aus der kidsgo-Redaktion. Dafür erstmal ein riesengroßes Dankeschön!! Die liebe Anke hatte sich Gedanken dazu gemacht, wie sie mir die letzten Wochen der Schwangerschaft noch etwas erleichtern kann und hat entschieden, dass ich das Geburtsgeschenk schon vorzeitig erhalten soll! Ein superschönes und wundervoll bequemes Babykissen, das aber auch schon während der Schwangerschaft als Liegekissen benutzt werden kann. Und das tue ich auch! Und ja, die Nächte sind dadurch ein bisschen erträglicher geworden, da ich meine linke Seite ein bisschen besser abstützen kann als nur durch ein kleines Kissen. Außerdem nimmt das Kissen dann schon einmal meinen Geruch an, damit das Baby es in den ersten Wochen vielleicht mit der Umgewöhnung etwas leichter haben wird. Also, vielen Dank dafür!

Langsam kehrt bei uns ein bisschen Ruhe und Struktur in den Alltag ein. Die letzten Umzugskisten warten zwar noch darauf ausgepackt zu werden, aber alles in allem haben wir den Umzug wirklich gut gemeistert und im Oktober kommt nochmal eine letzte ruhige Zeit zum Durchatmen auf uns zu. Morgen hat mein Mann seine allerletzte Examensprüfung und danach dann deutlich mehr Zeit und auch Nerven um mir in den letzten Wochen unter die Arme zu greifen, bevor ich dann ab November wieder mehr auf mich allein gestellt sein werde. Jetzt, wo ich wieder abends ein bisschen Zeit für mich übrig habe, kommen auch viele Gedanken zurück, die ich in den letzten Wochen weit zurück geschoben habe.

Immer noch mache ich mir Gedanken über den Abschluss meines Studiums. Nachdem ich vonseiten der Uni ja eigentlich ein Lernverbot erhalten habe, suche ich doch noch nach einer Möglichkeit so viel wie möglich vor der Geburt zu schaffen, denn danach wird es ja bekanntlich schwierig werden. 5 Wochen hätte ich Zeit, bis mein Mann seine Stelle antreten wird. Momentan denke ich daran, einfach 5 Tage die Woche den Großen morgens in den Kindergarten zu bringen und danach dann direkt in die Bibliothek zu fahren, um dann bis abends zu arbeiten. Wie es dann mit dem Haushalt und dem täglichen Mittagessen für die Kinder funktionieren würde, das wäre dann schwieriger, da mein Mann das alles natürlich anders erledigt als ich. Da wird zum Mittagessen auch mal eine Dose Ravioli geöffnet. Noch habe ich das alles nicht zu Ende gedacht und mich noch nicht entschieden.

Dann kreisen meine Gedanken auch weiterhin um den besten Namen für mein Babymädchen. Und das ist diesmal so schwer! Ganz ungewohnt für uns, da der Name bei den Jungs immer schon sehr früh feststand. Diesmal haben wir etwa 5 Favoriten und gefühlt jede Woche tendiere ich zu einem anderen Namen. Es soll ja auch ein bisschen zu den Namen der Brüder passen, zum Nachnamen… Es fehlt aber einfach noch das richtige Bauchgefühl. Ein paar Wochen haben wir ja noch…

So langsam denke ich auch ab und zu an die Geburt. So lange die Schwangerschaft auch dauert und man erfolgreich alle negativen Gedanken an die Schmerzen und die Aufregung verdrängt, irgendwann beginnt man doch an, sich damit auseinander zu setzen. Momentan finde ich es schade, dass ich hauptsächlich Erinnerungen an die Schmerzen habe und sich nicht die positiven Erinnerungen dieses Erlebnisses verfestigt haben, schließlich gibt es davon ja auch einige! Ich werde mir die nächsten Wochen also noch einmal genauer das Hypnobirthing-Buch vornehmen und versuchen dem Ganzen gelassener entgegen zu schauen. Ein bisschen habe ich euch ja schon von meinen Geburten erzählt und obwohl diese weit von Horrorgeburten entfernt gewesen sind, blieb doch immer ein bitterer Nachgeschmack. Vielleicht gebe ich mir unbewusst die Schuld dafür, es nicht ohne PDA geschafft zu haben. Bei der ersten Geburt habe ich viele Stunden die Wehen ohne Betäubung veratmet und hätte möglicherweise auch die letzten Stunden noch ohne PDA geschafft, wenn man mir diese nicht angeboten hätte oder mich mehr unterstützt hätte. Bei der zweiten Geburt ging alles so schnell, dass eine PDA eigentlich auch nicht nötig gewesen wäre. Aber obwohl ich mich selbst als eine starke Frau betrachte, warum mache ich mir dann selbst diesen unnötigen Druck? Es gibt schließlich keinen Preis für die schönste Geburt. Die Hauptsache ist ja wohl, dass alles gut läuft für Mama und Kind. Ich möchte mich also mehr auf meine innere Stärke besinnen und mir mehr positive Gedanken machen in den nächsten Wochen! Dann hätte ich schon viel geschafft.

Und ich möchte mir auch darüber klar werden, was ich möchte und was ich nicht möchte. Nie vergessen werde ich den Moment nach der Geburt meines ersten Sohnes, als dieser kaum 5 Minuten auf der Welt war und die Hebamme mir den kleinen Wurm schon wieder aus den Händen nahm um ihn zu baden. Für mich wäre das heute unvorstellbar! Aber damals habe ich mich dabei zwar unwohl gefühlt, hatte aber nicht den Mut dem zu widersprechen. Heute fühle ich mich viel gefestigter und ich werde auch meinen Mann bitten, mich in einer Situation, in der ich dann vielleicht sehr verletzlich bin und nicht für mich selbst einstehen kann, mich in meiner Position zu stärken und zu unterstützen. So möchte ich mein Baby dieses Mal auf jeden Fall erstmal einige Zeit auf meiner Brust liegen haben, bevor es mir für die U1 wieder abgenommen wird.

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich in einen ruhigen Sonntagabend.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Liebe Grüße,
Eure Rena

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Anke (kidsgo-Tagebuch-Betreuerin)

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In diesem Beitrag geht's um:

Geschenk, Studium, Namenssuche, Geburt, PDA, Hypnobirthing