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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
33. Woche

Kinderklinik

Wir waren in der Kinderklinik, wieso weshalb warum, erfahrt ihr im Bericht.

Hallo ihr Lieben,

diese Woche hatte ich einen Termin in der Kindeklinik. Bevor der Termin für die U4 stand, habe ich an Rieke einen blauen knubbeligen Fleck an der Schulter entdeckt. Zuerst dachte ich, es sei ein „normaler“ blauer Fleck, den wir uns allerdings überhaupt nicht erklären konnten. Zudem war Rieke ja noch nicht so aktiv unterwegs wie jetzt und hätte sich ja nicht irgendwie SO stoßen können.
Ich habe ihn eine Zeit lang beobachtet. Weder ging er weg, noch verfärbte er sich. Der Termin für die U4 stand ja kurz bevor. Als wir dann nun bei dem Kinderarzt waren, habe ich ihn der Ärztin gezeigt und sie gefragt was es sein könnte. Sie schaute es sich an und fragte, ob Rieke das nicht bereits seit der Geburt habe, dieses haben wir verneint. Ihrer „Diagnose“ nach, könne es ein Lymphangiom oder eine Gefäßmalformation sein.
Na gut, als nicht Fachmann konnten wir damit nichts anfangen, sie meinte nur, es sei auf keinen Fall etwas Schlimmes. Sie erklärte es uns kurz und dann war es für uns auch ok. Sie hat gesagt, wir sollen es weiter beobachten und das nächste Mal guckt sie wieder danach. In der Zeit hat sich der Fleck etwas verändert, er wurde blasser und war nicht mehr ganz so knubbelig. Bei der U5 sagte die Ärztin dann, wir sollen mit Rieke in die Kinderklinik, einfach um abzuklären was es denn nun sei, da wir uns das nächste Mal ja erst bei der U6 in fast einem halben Jahr wiedersehen.

Am selben Tag rief ich also in der Klinik an und vereinbarte einen Termin, der diese Woche stattfand. Ich ging eigentlich ganz ruhig dort hin, machte mir nur Gedanken, wie lange Rieke wohl mit machen würde. Man kennt ja große Kliniken, Wartezeit ist ja normalerweise vor programmiert.

Angekommen, angemeldet und keine 5 Minuten später wurde Rieke tatsächlich schon aufgerufen. Also dackelten wir der Arzthelferin hinterher, diese bittet mich Rieke einmal auszuziehen, da sie sie messen und wiegen möchte. Nach dem Stand am Donnerstag wiegt sie nun 8260g und ist 3cm seit der U5 geschrumpft. ;)

Nachdem das Programm erledigt war, hat sie mir gesagt ich könne Rieke wieder anziehen, die Kinderärztin kommt dann gleich. Gesagt, getan. Ich muss sagen, in dem Behandlungszimmer waren es gefühlt 35 Grad. Rieke hatte auch schon einen ganz roten Kopf. Deshalb zog ich nur den Body mit dünnen Trägern und die Hose an. Dann kam die Ärztin, fragte mich wieso wir da seien und erkundigte sich nach Familienkrankheiten, etc.
Was kam dann? „Bitte ziehen Sie Rieke aus.“ Ich hab gedacht, das ist ein Scherz. Hätte man mir das nicht sagen können, dass sie Ärztin sich nicht nur die Schulter ansieht sondern das ganze Kind? Naja, Gott sei Dank, hat Rieke alles über sich ergehen lassen. Sie verfällt immer in eine Schockstarre wenn ein Arzt sie untersucht. Die Augen werden groß und es wird sich nicht mehr bewegt.

Nachdem dieses Prozedere abgeschlossen war, schickte sie uns dann zum Ultraschall. Dort mussten wir aber eine ganze Weile warten. An diesem Tag musste ich Rieke um 6:30 Uhr wecken und als wir beim Ultraschall dran gekommen sind war es schon 10:00 Uhr und Rieke nicht mehr so friedlich. Sie zappelte rum, fand das alles blöd. Ich war voll bei ihr, sie war einfach müde und es war mega warm. Naja, aber was sollte ich machen, ich habe so gut wie ich konnte unser Mäuschen abgelenkt. Ich habe von meiner Nichte einen Bären ausgeliehen bekommen, der singt "Nina, das Melodiebärchen". Dieses Ding ist mein Notfall-Spielzeug, fängt es an zu singen, strahlt Rieke.

Nach dem Ultraschall mussten wir wieder eine Etage nach oben. Dort dauerte es wieder nur einen Moment bis wir aufgerufen wurden. Auf dem Weg ins Behandlungszimmer sagte die Ärztin, es sei ein Hämangiom, ein Blutschwämmchen, aber sei nichts Schlimmes. Sie habe aber trotzdem den Oberarzt und einen Spezialisten angerufen, diese seien schon auf dem Weg. Ich hörte mir das an und dachte nur, es ist nicht schlimm? Aber der Oberarzt UND ein Spezialist müssen kommen? Da war der Moment, wo ich dann doch etwas Bammel bekam. Die Ärztin ging und ich war wieder mit Rieke in diesem unheimlich warmen Behandlungszimmer. Wir hörten nichts außer eine Uhr, die Laut getickt hat. Rieke legte ihren Kopf auf meiner Schulter ab und gab keinen Ton mehr von sich. Ich dachte nur, bitte lasst mein Kind schlafen und erzählt mir nur etwas. Nein, so sollte es natürlich nicht sein. Die Tür ging auf, 3 Weiße Kittel polterten herein und Riekes Kopf schoss nach oben. Ich sollte sie auf die Liege legen, damit sie es sich ansehen können. Sie tat mir echt leid, zu diesem Zeitpunkt war es schon 11:00 Uhr, 4 ½ Stunden ohne Schlaf, solange hält Rieke nie aus. Aber sie gab keinen Ton von sich.

Sie lag nun wieder da, bekam noch größere Augen, schließlich standen drei Fremde Menschen um sie und guckten und drückten an der Schulter rum. Der Oberarzt meinte dann ebenfalls, es sei ein Hämangiom, aber es ist nicht schlimm. Rieke sei in der Bewegung nicht eingeschränkt, sie ist gesund, es sei nur Optik, dieses wäre aber gut „versteckt“. Mal unter uns, interessiert mich in diesem Fall die Optik?? Für mich war es wichtig, das Rieke nichts schlimmes an der Schulter hat, ob das nun ein blauer, lila, pinker oder grüner Fleck ist, spielt doch gar keine Rolle. Jedenfalls für mich nicht. Er erzählte weiter, 10% aller Babys haben irgendwo so einen Fleck, oft verschwindet er von alleine, wenn nicht könnte man den mit Beta-Blockern therapieren.
Sicherlich wäre das ja alles eine minimale Dosis, aber ich glaube, ich hätte da ein Problem mit, Beta-Blocker in mein Baby??

Wir sollen in 3 Monaten nochmal wieder kommen, dann wird nochmal Ultraschall gemacht und dann sehen wir weiter. Auch gesagt, getan.

Also gingen wir jetzt nach 3 Stunden Klinik Richtung Auto. Im Kofferraum verpasste ich ihr noch schnell eine neue Windel und wir fuhren los. Ich hätte vermutet sie schläft sofort ein, aber Rieke war über ihren müden Punkt hinweg und plötzlich top fit. Sie erzählte und spielte mit ihrer Puppe in der Autoschale. Am Nachmittag wurde sie dann zur Bestie. Verständlicherweise. Sie schlief dann 3 Stunden. Jetzt sind wir erstmal beruhigt und lassen den blauen Fleck einfach blau sein.

Ansonsten gibt’s noch zu berichten, dass Rieke jetzt sogar vorwärts robbt. Die Nächte sind wieder leiser geworden und sie liebt es, alle Bauklotztürme, die wir für sie bauen, kaputt zu machen. Was sie auch sehr gut drauf hat ist, wenn sie an etwas möchte, was nichts für sie ist, z. B. Papas Arbeitsrucksack und ich sage „Nein nein nein“, da guckt sie mich zuckersüß an, grinst, dreht sich um und denkt sich bestimmt „ooooh doch doch doch“. Was passiert, könnt ihr euch ja denken. Also wird jetzt alles Kindersicher gemacht. Wir haben jetzt Steckdosen-Schutz gekauft und Türen- / Klappenstopper für Schränke, denn da zieht sie auch schon dran.

So, genug für diese Woche. Mein Mann und Kind liegen auf dem Balkon und genießen das Wetter, ich geselle mich mal dazu.

Bis nächste Woche,

Mareike



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Kommentare von Lesern:

Gast09.07.2018 14:59

Schön zu hören, dass "alles gut" ist mit Rieke.
LG

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In diesem Beitrag geht's um:

Kinderklinik, Hämangiom