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Baby-Tagebücher

Alle vier Monate beginnen frischgebackene Mütter oder Väter auf kidsgo.de ihr Baby - Tagebuch. Jede Woche schreiben sie, welche Fortschritte ihr Baby macht und welche Probleme es im Leben mit dem Baby gibt. Die Baby-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von lovelymama, Qeridoo und Thule.
43. Woche

Norddeutsche Nächte sind lang

Unsere Nächte können ganz schön anstrengend sein. Das Spiel "Wo ist der Papa" können wir auch spielen. Und es ist etwas passiert, womit ich schon länger rechnete.

Diese Woche hatten wir den ersten Schnee. Eigentlich zu früh im Jahr und auch mit erheblichen Mengen. Für meine Frau bedeutete dies einen Tag „Hausarrest“ mit Alexander, da angesichts der Schneemassen mit unserem Kinderwagen einfach kein Durchkommen war.
Ich hatte an diesem Tag Tanja extra früh vom Kindergarten abgeholt, damit wir noch einen Schneemann bauen konnten. Aber als wir zu Hause ankamen, motzte sie mich nur an, dass sie dazu keine Lust habe. Tue nichts Gutes ...

Das von Mareike beschriebene Spiel „Wo ist der Papa“ (Mama, Tanja) klappt bei Alexander auch schon ein bisschen. Aber nicht dass er zur richtigen Person hinzeigt und „Da“ ruft, Alexander blickt dann – wenn es denn klappt – zu der entsprechenden Person.
Tanja versucht das auch manchmal mit ihm. Dann setzt sie sich genau vor Alexander und schreit: „ALEXANDER!!! WO BIN ICH???“ Und ist dann ganz glücklich, wenn Alexander sie anschaut...

Mareike schrieb davon, dass sie ihr Kind gelegentlich alleine beim Vater lässt. Das ist bei uns regelmäßig so. Meine Frau ist einfach mal froh, alleine ohne Alex rauszukommen. Einkaufen oder Tanja vom Kindergarten abholen oder sonst irgendwas. Und sie ist dann manchmal richtig sauer, wenn es nicht klappt, weil es vom Stillrhythmus her nicht hinhaut. Das ist ja ohnehin noch bei uns die große Einschränkung. Ich kann Alexander nur solange übernehmen, bis meine Frau wieder stillen muss, d. h. maximal 3 Stunden.

Wenn ich allerdings Alexander habe, dann möchte ich auch gerne wirklich mit ihm alleine sein. Denn wenn meine Frau oder Tanja auch noch im Haus sind, will Alexander ständig zu ihnen. Am nervigsten ist es, wenn meine Frau und Tanja bei uns im Haus im oberen Stockwerk sind und ich mit Alex unten. Sobald Alex merkt, dass sie oben sind, robbt er zur Treppe und heult zum Steinerweichen. Besonders springt er dabei auf das Geräusch des Föns an, den meine Frau und Tanja – im Gegensatz zu mir mit meinen paar Haaren – brauchen. Wenn er den hört, ist alles zu spät.
Entsprechend versuche ich, Alexander abzulenken, damit er gar nicht auf die Idee kommt, nach meiner Frau oder Tanja zu suchen. Meistens schalte ich auch Musik ein, das übertönt mögliche verräterischen Geräusche. Und dann klappt es auch ohne Probleme.

Besonders schätzt Alexander zum Spielen übrigens unseren Wirtschaftsraum neben der Küche. Da sind so viele interessante Sachen. Der Staubsauger (davon ist er total fasziniert), Waschmaschine und Trockner (da kann man sich hochziehen und reinschauen), PET-Flaschen etc. Da kann er sich ewig drin aufhalten, was es uns ermöglicht, ohne Stress zu kochen oder die Küche zu machen.

Beim Kauf von Spielzeug für ihn halten wir uns sehr zurück. Dafür sind die Phasen, in denen er wirklich mit einzelnen Spielsachen spielt, einfach zu kurz. Interessant ist sowieso das Meiste für ihn – besonders natürlich die Sachen, die er eigentlich nicht haben soll. Derzeit liebt er es, Tanjas Spielzeugkisten mit Legosteinen und Puppengeschirr auszuräumen und alle Teile abzuschlabbern. Sein besonderer Liebling, den er auch stundenlang bei sich haben kann, ist dabei ein kleiner Lego-Eisbär. Auch damit kann er sich stundenlang beschäftigen. Die Schublade mit Tupperware ist auch interessant. Ansonsten mag er gerne Spielzeug, das man aufziehen kann und das dann alleine rumfährt. Da fängt er schon an zu grinsen, wenn ich es aufziehe.

In den letzten Tagen ist ja wieder viel über die Grippeimpfungen (normale und Schweinegrippe) geschrieben worden. Wir sind da nach wie vor unsicher. Alle Ärzte, mit denen ich gesprochen habe, sehen eigentlich keinen Grund für die Impfungen. Andererseits würden wir uns natürlich in den Hintern beißen, wenn wir eine dieser Grippen bekämen. Andererseits ist die Zahl der Neuinfektionen immer noch recht gering. Bei uns im Land liegen die Neuinfektionen derzeit bei einer Person von 10.000 in der Woche. Und meine Frau und ich haben ohnehin relativ wenig Kontakte. Andererseits haben wir Tanja im Kindergarten und die schleppt doch normalerweise alles an. Andererseits hatten wir noch nie eine Grippe...

Wobei sich ohnehin bei uns die Frage stellt, wann und wie wir uns impfen lassen sollen. Nicht nur, dass im hiesigen Gesundheitsamt nun ewig lange Schlangen sind, in die ich mich mit Kindern nicht einreihen möchte. Für die Impfungen soll man ja mehrere Wochen vorher (je nach Aussage zwischen 2 und 4 Wochen) infektfrei sein. Ja toll, wann wären wir jemals solange infektfrei gewesen, seitdem wir Kinder haben?

Seit Beginn der kalten Jahreszeit häufen sich bei uns übrigens Angebote, ob nicht mal Kinder aus dem Kindergarten mit Tanja spielen könnten. So nachmittags nach dem Kindergarten oder am Wochenende. Gerne. Schließlich stellt sich auch für uns die Frage, wie wir denn Tanja die nächsten Monate beschäftigen, wenn es einfach zu nasskalt zum Rausgehen ist. Zumal sich dann natürlich in den wenigen verbliebenen Möglichkeiten zur Kinderbeschäftigung (Indoor-Spielplatz, Hallenbad) die Kinder mit ihren verzweifelten Eltern drängen.

Gerne würden wir mal wieder in einem hiesigen Ferienressort mit Spaßbad, das im Winter sehr günstige Angebote hat, ein Wochenende verbringen. Aber dafür müssten wir auch wieder alle einigermaßen gesund sein und das Wetter nicht allzu schlecht. Ob diese Voraussetzungen aber jemals erfüllt sind?

Ansonsten schauen wir, dass wir mit Alexander zwei Mal täglich raus gehen, auch wenn es (schnee)regnet. Alexander schläft sehr gut im Kinderwagen ein, er bekommt frische Luft und wir bekommen Bewegung.
Das mit der frischen Luft ist übrigens etwas, was ich erst bei unserem damaligen Krankenhausaufenthalt mit Alexander wirklich verstanden habe. Bis dahin war ich der Meinung, dass es ja wohl kaum gesund sein kann, mit einem kleinen Kind bei Wind und Wetter rauszugehen. Aber am Überwachungsgerät für die Sauerstoffsättigung seines Blutes konnten wir tatsächlich sehr gut sehen, wie sich seine Sauerstoffaufnahme schlagartig verbessert hatte, wenn wir mit ihm draußen waren. Die Luft draußen ist einfach besser, die Kinder atmen tiefer.


Die Nächte sind derzeit extrem unterschiedlich. Zum Teil sind sie sehr gut, d. h. Tanja schläft durch und Alexander schläft nach dem nächtlichen Stillen direkt wieder ein. Da wache ich dann manchmal morgens auf und wundere mich, dass ich solange ungestört schlafen konnte.

Aber dann gibt es auch die anderen Nächte – wie heute.
Sie fing eigentlich gut an. Keines der Kinder richtig krank (Tanja hustet schon seit Wochen, aber Alexander ist fit) und beide waren schon um 20 Uhr schlafend im Bett.
Gegen 21 Uhr meldete sich Alexander noch mal kurz, aber das ist noch normal.
Kaum war Alexander wieder beruhigt, fing Tanja aber mal wieder mit ihren Alpträumen an. Dann schreit sie auf, im schlimmsten Fall weint sie so, dass wir sie aus dem Bett nehmen und beruhigen müssen. Den Grund für ihre Alpträume kann sie uns nicht nennen. Nachts ist sie eh nicht ansprechbar und wenn ich tagsüber frage, kann sie sich an überhaupt nichts erinnern.

Von 22 bis 0 Uhr schrie dann Tanja immer wieder auf, so dass für mich an Schlaf nicht zu denken war. Dann beruhigte sie sich und ich schlief auch. Bis um halb 4 und meine Frau um Ablösung bat, weil Alexander seine nächtliche Wachphase hatte. Gegen 4 Uhr hatte ich ihn wieder zum Schlafen gebracht und döste bis um 5 Uhr neben ihm.
Dann wollte Alexander trinken, so dass meine Frau und ich wieder wechselten. Tanja fing prompt wieder mit ihren Alpträumen an.
Irgendwann gegen 6 Uhr schlief ich wieder ein, um 30 Minuten später von Alexanders lautem Geschrei aufgeweckt zu werden. Das ist kein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass meine Frau nach längerem Kampf, Alexander zum schlafen zu bringen, aufgegeben hatte und mit ihren Nerven am Ende war. Mein Zeichen zum übernehmen. Meine Frau empfing mich dann auch mit den Worten: „Der ist schon wieder seit anderthalb Stunden wach!!!“ und ich übernahm.
Kurz vor 7 hatte ich Alexander wieder zum Schlafen gebracht. 7 Uhr ist Tanjas Aufstehzeit, so dass ich Alexander wieder an meine Frau übergeben wollte. Als ich aber zu ihr ging, lag Tanja bei ihr im Bett und beide schliefen total tief - kein Wunder nach der Nacht. Also schaltete ich einfach den Wecker ab und ließ die beiden noch bis um 8 Uhr schlafen. Da freut man sich, wenn man Gleitzeit arbeitet und eben nicht zu einer bestimmten Zeit im Büro sein muss.

Apropos Büro: Diese Woche ist das passiert, was ich schon lange erwartet hatte: die Beförderung.
Nein, nicht meine. Sondern die von einem Kollegen. Okay, der ist deutlich jünger, deutlich später als ich zu dieser Behörde gekommen und hat viel weniger Berufserfahrung. Aber rein zufälligerweise hat er eine deutlich bessere Beurteilung. Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass ich Elternzeit genommen habe und Teilzeit arbeite. Wie meinte mein Behördenchef doch, als ich Teilzeit beantragte: „Wollen Sie denn keine Karriere machen?“
Eigentlich schon, wenn man mich denn lässt....

Gerd



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Kommentare von Lesern:

Emilia,Bamberg09.11.2009 22:04

..... was ich noch nie verstanden habe..... warum schläft ein Kind bei Mama und eins bei Papa und nicht die Eltern zusammen und jedes Kind im Kinderzimmer???..... ist das heute unmodern? ;-)))

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Emilia,Bamberg09.11.2009 22:02

..... was ich noch nie verstanden habe..... warum schläft ein Kind bei Mama und eins bei Papa und nicht die Eltern zusammen und jedes Kind im Kinderzimmer???..... ist das heute unmodern? ;-)))

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