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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, Qeridoo, mamalila und Lässig.
20. Schwangerschaftswoche

Bergfest

Die Hälfte der Schwangerschaft ist geschafft! Nun habe ich noch 20 Wochen Zeit mich mental auf das Baby und besonders auf die Geburt vorzubereiten.

Hallo liebe alle,

es ist Sonntagvormittag und ich habe kurz Zeit den Bericht der letzten Woche zu schreiben. Der Papa spielt mit den Jungs im Kinderzimmer Lego und noch ist es hier im Schlafzimmer auszuhalten. Wenn die Sonne ab mittags dann auf das Fenster knallt wird es unerträglich. Gleich muss ich dann was kochen und dann mache ich mit den Kindern einen Ausflug. Ich weiß aber noch nicht wohin. Auf dem Spielplatz waren wir fast jeden Tag, im Schwimmbad ist es zu voll und in den Garten habe ich wegen der Nachbarn auch keine Lust. Die Hitze macht träge. Körperlich geht es mir sonst wirklich gut momentan. Ich habe kaum Beschwerden und manchmal vergesse ich sogar, dass ich schwanger bin. Es stimmt wirklich, wenn man sagt, dass das zweite Trimester die Wohlfühlphase der Schwangerschaft darstellt, bevor es gegen Ende dann immer beschwerlicher wird.

Nach den ganzen Terminen der letzten Woche, habe ich das Gefühl richtig was geschafft zu haben und meine To-Do-Liste ist um einiges kleiner geworden. Jetzt warte ich ungeduldig darauf, dass es bald mit dem Kisten packen losgehen kann, aber noch ist es dafür zu früh. Nächste Woche wird immerhin schon mal Sperrmüll abgeholt und unsere alte Couch kommt weg. In der neuen Wohnung werden wir uns erstmal keine neue Couch anschaffen. Es ist nicht nur finanziell schwierig, auch denke ich, dass sich das mit kleinen Kindern kaum lohnt. Kaum ist die neue Couch gekauft ist sie auch schon mit Essen vollgeschmiert. Von einer perfekt eingerichteten Wohnung muss man sich mit kleinen Kindern wohl erstmal verabschieden. Bei uns ist es jedenfalls so.

Jetzt ist wirklich schon die erste Hälfte der Schwangerschaft rum. Wenn wir dann erstmal unsere neue Wohnung bezogen haben und mein Mann im September sein Examen fertig hat, dann kann ich mich auch mal mehr mit dem Gedanken beschäftigen, wie es wohl sein wird, wenn bald ein drittes Kindchen bei uns einzieht. Dann kann ich das Babyzimmer einrichten und auch die ganzen Babysachen durchschauen. Vor dem Umzug ergibt das momentan keinen Sinn. Wenn dann etwas Ruhe eingekehrt ist und mein Großer sich im Kindergarten zurecht gefunden hat, dann werde ich entscheiden, wie ich das Problem mit meiner Abschlussarbeit lösen will. Bis Ende Juli werde ich dafür leider keine Zeit finden und ob ich während des Umzugs Zeit und Ruhe finde, in die Bücher zu gucken ist auch fraglich. Da ich mich ja spätestens Anfang September dafür anmelden muss, werde ich dann kurzfristig entscheiden, ob es für mich zu schaffen ist. Vielleicht schreibe ich dann auch einfach auf gut Glück, auch wenn ich Angst habe, mir dann meine Note mit einer schlechten Arbeit zu versauen.

Ich schlafe momentan eigentlich ganz gut, nur habe ich nach dem Aufwachen unangenehme Schmerzen im unteren Rückenbereich. Das kommt wahrscheinlich von meiner schlechten Schlafposition. Der Schwangerschaft geschuldet liege ich momentan immer nur auf der Seite, mit den Beinen angezogen und einem großen Stillkissen zwischen den Beinen eingeklemmt. Diese Embryonalstellung soll man ja unbedingt vermeiden, habe ich mal gehört, da diese dem Sitzen ähnlich ist und dann die Muskeln im unteren Rücken verkümmern. Am besten soll man ohne (!) Kopfkissen auf dem Rücken schlafen. Also, das ist für mich undenkbar. Was mir ganz gut hilft ist ein Igelball. Mit dem Rücken gegen eine Tür gelehnt, lasse ich diesen dann über die schmerzenden Stellen fahren. Das Massagegerät von reer würde bestimmt auch ganz gut helfen, aber während der Schwangerschaft soll man den unteren Rücken damit nicht massieren. Dafür hilft es mir wunderbar bei verspanntem Nacken.

Gestern habe ich auf Youtube ein Video von einer Meergeburt gesehen. Es hat mich sehr berührt, wie ruhig und selbstbestimmt die Frau ihre Geburt gewählt hat. Für mich wäre sowas aber nichts. Ich möchte keine Risiken eingehen und fühle mich in einer Klinik am wohlsten, auch weil ich mir immer die Option einer PDA offen halten möchte. Bei beiden Geburten hatte ich eine PDA. Bei der ersten Geburt hätte ich es auch bestimmt ohne geschafft, wenn mich die Hebamme dazu ermutigt hätte und bei der zweiten Geburt war es für eine PDA eigentlich schon viel zu spät, da ich schon in den Presswehen lag. Die Betäubung hatte dementsprechend auch gar nicht mehr gewirkt. Eine Freundin hat mir vor kurzem erzählt, dass das Krankenhaus, in dem ich die beiden Male entbunden habe, wohl dafür bekannt ist, leichtfertig und oft vorschnell PDAs anzubieten. Das hat wohl den einfachen Grund, dass es auf der Geburtsstation einfach zu wenig Hebammen gibt, die sich um eine Frau unter den Wehen kümmern könnten. Und ja tatsächlich, nachdem sie mir das erzählt hatte, konnte ich diese Einschätzung teilen.

Ich kann mich noch sehr gut an meine Geburten erinnern und erzähle euch gerne noch ein anderes Mal davon. Es ist zwar nicht so, dass ich mir im Nachhinein vorwerfe, mich jeweils für die Betäubung entschieden zu haben, aber ich frage mich natürlich, wie es ohne weitergegangen wäre. Ich wollte mich diese Schwangerschaft auf jeden Fall noch mit Hypnobirthing auseinander setzen und ein bewussteres Geburtserlebnis anstreben. Jetzt bleiben mir dafür ja noch ca. 20 Wochen Zeit.

Nächste Woche habe ich den Termin im Prenatalzentrum. Mal schauen, ob das Baby uns diesmal mehr über das Geschlecht verrät. Ich bin gespannt.

Ich wünsche euch eine schöne Woche.

Eure Rena



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In diesem Beitrag geht's um:

Schlafposition, Rückenschmerzen, Massage, Meergeburt, Geburtsplanung, PDA