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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule.
40. Schwangerschaftswoche

Gegebenenfalls platze ich einfach bald.

Zwischen "ich werde diesen Bauch vermissen" und "wann geht es denn endlich los". Und unser Zwerg juckt das alles gar nicht. :-)

Guten Abend zusammen,

ich hoffe, Euch geht es allen gut.
Ich selber schwanke momentan stimmungstechnisch ganz schön arg. Mal geht es mir blendend und ich möchte meinen Babybauch und die Tritte und Bewegungen gar nicht missen, und dann wendet sich das Blatt von einer Minute auf die andere und mir ist der Bauch zu schwer, der Bauch im Weg, mir ist unwohl, ich werde überkommen von einer lähmenden Müdigkeit, wie ich sie zuletzt im ersten Trimester hatte, und der Gedanke schleicht sich ein, dass es doch jetzt mal losgehen könnte.

Dennoch: noch tut sich am Horizont so rein gar nichts. Der Vorsorgetermin gestern bei der Hebamme war zwar gut, aber auch aus ihrer Sicht gibt es aktuell keine Anzeichen dafür, dass der Zwerg sich vor ET auf den Weg macht. Der Bauch hat sich immer noch nicht gesenkt und auch wenn es jeden Tag arbeitet, habe ich manchmal das Gefühl, dass die Gebärmutter ihren Orientierungssinn verloren hat. Statt dass der Druck nach unten geht, fühlt es sich an, als würde der Kleine weiter nach oben in meinen Rippenbogen gedrückt werden. Mein Bauch verformt sich auch derart bei diesen Kontraktionen, dass das echt alien-esque aussieht.

Ich wünschte, ich wüsste, wann es losgeht, dann gäbe es eine klar abgesteckte Zielgerade. So bin ich momentan einfach nur unglaublich unentspannt – sowohl körperlich, weil der Rücken einfach das Gewicht mit Muskelverspannung quittiert und mental, weil ich nachdenke, wenn ich schlafen soll und kaum bin ich auf zwei Beinen würde ich gerne in einen Dornröschenschlaf verfallen. Nur nachmittags auf der Couch komme ich ohne Probleme zur Ruhe – als könnte am helllichten Tage nichts passieren. Wenn ich dann jedoch aufwache, bin ich trotzdem irgendwie platt und brauche nochmal eine halbe Stunde, um den Organismus wieder hochzufahren.

Zudem ist mir momentan einfach extrem langweilig. Alles absolut Notwendige ist erledigt und der Rest lässt mich nun ehrlicherweise nicht vor Motivation strotzen. Ich habe keine Lust mehr auf ausgedehntes Binge-Watching von Serien oder Filmen, das Wetter lässt momentan keine Ausflüge zu…heute hat es wirklich den ganzen Tag geregnet und dann auch noch so, dass man sich noch nicht mal mit Wolldecke auf den Balkon hätte setzen können. Alles stand unter Wasser. Und das ständige Alleinsein geht mir auf den Keks – und das sage ich, die normalerweise wirklich keine Schwierigkeit hat, sich alleine zu beschäftigen, und das Alleinsein mitunter auch genießt.

Entschuldigt, das ist jetzt nicht so mega der hilfreiche Bericht. Natürlich war auch nicht die ganze Woche so. Wir hatten unseren letzten Geburtsvorbereitungskurs. Dort ging es vor allem um die restlichen Themen des Wochenbetts. Am Sonntag ist meine Schwester vorbeigekommen und wir haben Babybauchshooting gemacht. Das war ziemlich lustig, weil wir irgendwie kein einziges ernstes Foto hinbekommen haben. Ich bin nicht wirklich fotogen und kann auch nicht gedankenverloren in die Ferne schauen, wenn ich weiß, dass das nur für das Foto ist. Ich kann dabei nicht ernst bleiben, auch wenn ich solche Fotos echt schön finde. Auch so innige Momente finde ich unglaublich schwierig, weil ich mir so unglaublich bewusst bin, dass da jemand mit einer Linse vor mir steht. Deswegen haben mein Mann und ich einfach rumgekaspert. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mal schauen, ob bei den Fotos irgendwas dabei ist.

Dann habe ich mich auch mal an die Deko für das Kinderzimmer gesetzt. Wirklich viel haben wir nicht, denn der Name steht noch nicht fest und auch wenn ich die Deko aus diversen Pinterestfotos wirklich toll finde, fühlt es sich immer wie nachgemacht an. Was ich aber tatsächlich mache, ist unsere Lampe ein wenig kinderfreundlich zu machen. Unsere Vormieter hatten in allen Räumen diese schlichten weißen Lampions über den Baulampen hängen. Diese haben wir nach dem Einzug nach und nach ausgetauscht, aber nicht für alle Räume sind wir fündig geworden bzw. irgendwann hatte man sich daran gewöhnt. Ja, und auf Pinterest habe ich ein paar Fotos gefunden, wie diese Lampions in kleine Heißluftballonattrappen umgestaltet wurden. Und das versuche ich aktuell zu machen. Wenn er tatsächlich noch fertig wird, bevor der Kleine kommt, dann lade ich auf jeden Fall noch ein Foto hoch.

Zusätzlich habe ich schon seit Monaten die Sachen für ein Mobile zusammen. Da war ich noch gar nicht schwanger, wollte aber einfach so eins machen zur Deko in dem Zimmer. Lustigerweise ganz im Geschlechterklischee der Farben: blaue Kraniche. Tatsächlich war das einfach nur, weil blauweiß unsere Hochzeitsfarben damals waren und ich die Farbkombi unglaublich entspannend finde. Das erinnert mich immer an Kreta und Sommerurlaub.

Ansonsten haben wir letzte Woche die Rückmeldung bekommen, dass das Grundstück, was uns so gut gefallen hat und wo wir auch schon nach einem Bauträger für einen Hausbau gesucht haben, von der ursprünglichen Eigentümer kurz vor knapp an jemand anderen vergeben wurde, obwohl Kaufpreis etc. schon alles stand. Nun stehen wir wieder bei Null. Und ich muss feststellen: Männer haben auch einen gewissen Nestbautrieb, bloß ist die Skala da eine andere. Während für mich wichtig war, dass die aktuelle Wohnung steht, steht mein Mann gefühlt unter Strom jetzt, aber auch genau jetzt die eigenen vier Wände zu finden. Wir haben uns auch schon ein paar Sachen angeschaut, teils auch Jux und Tollerei, teils weil die Anzeigen vielversprechend waren. DIE eine Sache war aber noch nicht dabei. Stattdessen wurden die Augen der Eigentümer oder Makler immer größer, wenn die hörten, wann ET ist und dass ich mir die Besichtigungen noch „antue“.
Die Autofahrten dorthin sind auch wirklich nicht mehr angenehm. Irgendwie sind die Autositze so gekrümmt, dass der Zwerg und vor allem der Bauch an allen Ecken und Enden drückt. Dennoch ich komme aus dem Haus und auf andere Gedanken – insofern win-win.

Diese Woche steht rein gar nichts mehr an. Ich hoffe, dass ich gleich schlafen werde können und morgen den Tag ein wenig produktiver nutzen kann. Nächste Woche Dienstag bin ich dann nochmal bei der Hebamme, falls sich vorher wirklich nichts mehr tut. Und danach fängt dann plötzlich der 2-Tages-Takt an. Verrückt.

Also auf, in die nächste Woche, auf dass ich Euch vielleicht noch einmal einen längeren Bericht schreibe oder nur eine kurze Willkommensnachricht. Bin gespannt.

Liebe Grüße

Philippa noch immer mit dem Zwerg im Bauch



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Kommentare von Lesern:

Gast24.05.2019 09:40

Liebe Philippa, mir hat bei beiden Kindern Treppenlaufen geholfen und Gyros essen :-) total verrückt aber so war es. Alles liebe für euch.

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