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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, mamivac, lovelymama und Siella.
30. Schwangerschaftswoche

Gedanken zur Geburt

Von vielen Gedanken zur bevorstehenden Geburt, Versorgung unserer Tochter währenddessen und doch sehr regelmäßigen und häufigen Übungswehen.

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, es geht es gut und ihr hattet ein ebenso herrliches Spätsommerwochenende. Das Wetter ließ ja wirklich keine Wünsche offen, so dass man nochmals richtig Sonne tanken konnte. Herrlich!

Letzte Woche war so einiges los bei uns. Am Montagabend startete mein zweiter Yoga-Kurs. Ich hatte ja geschrieben, dass ich gespannt bin, ob noch ein bekanntes Gesicht dabei sein wird. In der Tat bin ich die Einzige, die den Kurs fortsetzt, was aber letztlich sehr wahrscheinlich daran liegt, dass die meisten andern bereits einen früheren Geburtstermin hatten.

Die Mädels in der „neuen Runde“ sind durchweg noch relativ am Anfang ihrer Schwangerschaft. Waren im letzten Kurs alle mit Jungs schwanger, so scheint im nächsten Frühjahr wieder eine Mädchenwelle zu kommen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es solche Wellen gibt, die sich doch auch überregional zeigen. Auch bei den Basaren habe ich bemerkt, dass aktuell deutlich mehr Jungensachen gesucht werden.

Die Stunde war wie immer sehr wohltuend und der kleine Krümel hat zum ersten Mal so richtig mit geturnt, was total lustig war.

Mittwochabend stand dann der nächste Geburtsvorbereitungskurs an. Dieses Mal haben wir uns hauptsächlich mit dem Thema Wehen und Schmerzen beschäftigt. Durch den Austausch in der Runde, konnten wir „erfahrenen“ Mamis etwas von den bereits erlebten Geburten berichten. Die anderen wollten dann wissen, wie sich eine Wehe anfühlt. Ich muss sagen, dass ich mich erstens nicht mehr richtig daran erinnern kann und es zweitens in der Tat sehr schwierig ist, diesen Schmerz zu beschreiben. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass jeder Mensch ein anderes Schmerzempfinden hat und man sich daher überhaupt nicht auf die Äußerungen anderer verlassen sollte. Schon gar nicht, wenn es um etwas so Einzigartiges wie die Geburt geht.

Eine meiner besten Freundinnen hat beispielsweise gar keine Wehen gespürt. Ihre Hebamme musste ihr immer ein Zeichen geben, wann eine Wehe da ist und sie pressen soll. Auch solche Geburten gibt es offensichtlich.

Ein weiteres Thema was aufkam, war die Verpflegung während und nach der Geburt, wobei es uns um das Essen und Trinken ging ???? Die Mädels, bei denen der errechnete Geburtstermin naht, haben sich bereits mit diversen Snacks ausgestattet und ihren Proviant vorsorglich schon mal in die Kliniktasche eingepackt. Verschiedenste Geschichten wurden dann ausgepackt, was zu einer sehr heiteren Stimmung und nachfolgenden Hamsterkäufen führte. So haben die Hebammen einer Mami direkt nach der Geburt ein frischbelegtes Salamibrötchen in den Kreißsaal gebracht und ihr damit einen Herzenswunsch erfüllt. Eine andere hingegen entband abends um 22 Uhr und musste bis zum nächsten Tag um 14 Uhr auf das erste Essen warten, während sie fast verhungerte. Daher haben wir einstimmig beschlossen, den Punkt „Verpflegung nach der Geburt, bevor der Papa (ggf.) nach Hause fährt“, mit in unseren Geburtsplan aufzunehmen. Nein, Spaß beiseite.
Ich glaube aber trotzdem, dass es sinnvoll ist, sich ein paar leckere Sachen einzupacken. Wir haben das letztes Mal auch so gemacht, wobei ich hier während der Geburt überhaupt nicht an essen denken konnte.

Am Samstag fand der Partnertag des Kurses statt. Netterweise sind die Eltern meines Freundes extra angereist, um sich um unsere Tochter zu kümmern. So konnten wir die vier Stunden gemeinsam mitmachen, was echt super war.

Es waren bis auf zwei Papas (die aufgrund von Krankheit nicht mitkommen konnten), alle dabei. Auch hier war die Gruppe sehr heterogen. Vom Papa, der sein erstes Kind erwartet, über die, die zum zweiten Mal Papa werden, bis hin zur Patchwork-Familie, wo der Mann schon zwei Kinder aus erster Ehe hat, bzw. wo der erste Sohn bereits 17 ist, war alles mit dabei.

Unsere Hebamme hat den Kurs wirklich super gemacht und die Stimmung war von Anfang an super. Gegenstand des Kurses war vor allem das Thema Geburt mit den verschiedenen Geburtsphasen. Vor allem das Thema Unterstützung durch den Mann haben wir intensiv bearbeitet. Obwohl man vermeintlich alles weiß, hilft es dennoch sehr, einfach nochmal darüber zu reden und es sich einem bewusst zu machen, was man ggf. auch vorbereiten oder in einem Geburtsplan festhalten kann.

Auch ich habe mir vorgenommen, dieses Mal einen Geburtsplan mit meinen Wünschen zu machen. Es sind einfach ein paar Punkte, die ich dieses Mal gerne anders machen würde, insofern die Situation es zulässt. So war ich letztes Mal in einem solchen Tunnel, dass ich überhaupt nicht mehr daran dachte, verschiedene (Geburts-) Positionen auszuprobieren. Das möchte ich dieses Mal sehr gerne ausprobieren.

Glücklicherweise sind wir sehr stark darauf eingegangen und haben auch etliche Positionen direkt in der Praxis geübt. Das empfand ich als sehr hilfreich.

Auch das Thema „Umgang mit Schmerzmitteln“ möchte ich mit aufnehmen und mich dieses Mal nicht per se dagegen versperren. Immerhin hat die PDA mir beim letzten Mal einen Kaiserschnitt erspart, was ich sehr zu schätzen weiß. Ich habe mir vorgenommen, dieses Mal früher auch medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls es erforderlich ist und es mir gut tut.
Während wir die verschiedenen Phasen der Geburt durchgegangen sind, kamen sehr viele Erinnerungen in mir und auch meinem Freund hoch. Plötzlich war mir alles wieder ganz bewusst und präsent. Sowohl viele schöne Erinnerungen aber auch Ängste und Zweifel kamen in mir hoch.

Wie wird es dieses Mal losgehen? Werde ich auch wieder die Chance haben, natürlich zu entbinden oder benötige ich unter Umständen einen Kaiserschnitt, den ich eigentlich nicht möchte und vor dem ich große Angst habe. Wird mit dem Baby alles gut laufen und wird es gesund und munter zur Welt kommen? Wie wird die Situation im Krankenhaus vor Ort sein? Werden wir eine Hebamme haben, die uns in unserem Geburtsplan unterstützt? Und wie wird es dieses Mal auf der Wochenbettstation sein? Wie machen wir es mit unserer Kleinen sobald es losgeht?

Vor allem der letzte Punkt macht mir aktuell große Bauchschmerzen. Mir ist es am Wichtigsten, dass unsere Kleine gut versorgt ist.
Sollte es am Tag losgehen, ist es noch relativ entspannt, da sie erst mal im Kindergarten ist und anschließend auch mit zu ihrer Freundin gehen könnte, sollten meine Eltern noch nicht da sein.

Was aber wenn es nachts losgeht? Bislang war unsere Strategie, dass unsere Nachbarin zu uns rüberkommt, solange meine Eltern unterwegs zu uns sind. Allerdings brauchen sie in etwa 3 Stunden. Da unsere Tochter gerade sehr anhänglich ist und sehr schlecht und unruhig schläft, kommt diese Option für uns inzwischen nicht mehr infrage. Wir sind uns einig, dass sie gerade in dieser Situation eine Vertrauensperson braucht. Ich möchte nicht, dass ihre Assoziation zur Geburt ihres kleinen Bruders gleich negativ besetzt ist.

Daher haben wir uns nun doch dazu entschieden, dass meine Eltern schon eine Woche vorher anreisen und sich bei uns einquartieren. Eigentlich mag ich die Vorstellung des gemeinsamen Wartens nicht, aber uns ist das Wohl unserer Kleinen hier einfach deutlich wichtiger.
Zudem kann ich in diesem Punkt auch offen mit meinen Eltern sprechen und bin mir sicher, dass wir uns nicht ständig auf der Pelle sitzen werden.

Sollte der Zwerg sehr viel früher oder später kommen, müssen wir wohl oder übel spontan agieren. Notfalls muss ich erst mal alleine in die Klinik. Wobei ich offen gestehen muss, dass diese Vorstellung eine leichte Panik bei mir auslöst. Daher überlege ich gerade, wer mich in der Zwischenzeit noch begleiten könnte. Viele meiner engsten Freundinnen wohnen weiter weg, so dass ich auch hier nicht wirklich weiß, wer das sein könnte. Mal schauen, ob mir noch eine Lösung hierzu einfällt.

Ich glaube, das viele Gedanken-Machen führte letzte Woche dann auch dazu, dass ich sehr regelmäßige Übungswehen habe. Diese kommen 5-6 mal am Tag und sind sehr deutlich zu spüren. So früh und deutlich hatte ich das bei meiner Tochter nicht.
Allerdings muss ich auch ehrlich gestehen, dass ich mir teilweise einfach zu viel vornehme und zutraue. Hier sollte ich wahrscheinlich einfach mal ein wenig langsamer tun.

Das Gedankenkarussell zur Geburt hat also begonnen sich zu drehen. Es bewegt mich sowohl tagsüber, was die Konzentration auf Arbeit zunehmend erschwert, als auch nachts, was mich immer wieder vom Schlafen abhält.
Ich hoffe sehr, dass sich alles etwas entspannt, sobald wir den ein oder anderen Punkt gedanklich abhaken können.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Bis nächste Woche und liebe Grüße,
Eure Nina

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