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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, Qeridoo, mamalila, Frollein Tee und Lässig.
17. Schwangerschaftswoche

Aus dem Chaos zurück zur Mitte

Aus dem Gedankenkarussell ganz allein zurück zu meiner Mitte und Ruhe; Hebammentermin mit Herzschlag; Podcast, und der Erstausstattungsplan.

Eine wunderschöne zweite Wochenhälfte Euch allen!
(...wir hatten eine kleine Panne beim Hochladen, daher erst jetzt...)

Ich hoffe, Ihr hattet am Sonntag einen besinnlichen zweiten Advent. Ich wollte schon gerade schreiben, dass es eine ruhige Woche war, aber das wäre mal schamlos erlogen. Es war ein wunderschön ruhiges und entspanntes Wochenende, aber doch eine recht turbulente Woche.

Es ist wieder sehr lang geworden, deswegen unterteile ich es kurz: Falls Euch das erste Thema (Arbeit, Arbeitspensum etc.) zu viel ist, geht es weiter unten weiter mit meinem Hebammentermin, einem Podcast, den ich aktuell unglaublich gerne höre, und die nächste Runde im Angriff der Erstausstattung.

Es mag sich wie eine CD im Dauerloop anhören, aber auch diesmal war das zentrale Thema die Arbeit. Letzte Woche hatte ich bereits erzählt von dem internationalen Projekt, dass nun quasi am liebsten gestern losgehen sollte. Und auch, dass ich plötzlich mit 20 Tagen vor Ort verplant wurde, obwohl der Partner von meiner Schwangerschaft weiß. Dies hatte er jedoch nicht den Kollegen aus einem weiteren Team erzählt, die mit uns dieses Projekt umsetzen. Die wiederum standen jedoch am meisten in Kontakt mit dem Kunden, der sehr fordernd ist. Somit hatten sie dem Kunden bereits was zugesagt, was so gar nicht umsetzbar war.
Endlich wusste ich dann auch, wo genau der Kunde sitzt und einen Blick in unser Reiseportal sagte mir, dass ich die wunderbare Wahl zwischen 7 Stunden Bahnfahrt mit 3-mal Umsteigen habe oder Flug mit Umsteigen (wahlweise in Paris oder Zürich…ich sag jetzt mal nichts dazu). Also, sprich, gefühlt, hatte ich die Wahl zwischen Pest und Cholera. 40-mal Fliegen (wenn man wirklich jeden Flug mitrechnet) in der Schwangerschaft innerhalb von 10 Wochen, fand ich nicht so prickelnd.

Ich fühlte mich in die Enge getrieben. Ich arbeite nach dem Motto, wenn Du einem Kunden was versprichst oder zusagst, setzt man auch alles dran, dies umzusetzen. Und ich hasse es wirklich, wenn Verkaufsversprechungen gemacht werden, nur um ein Projekt zu gewinnen, nur um dann den ersten Teil des Projekts damit zu verbringen, den Kunden davon zu überzeugen, dass er das eigentlich gar nicht will …insbesondere, wenn es dann noch die Kollegen machen müssen, die es umsetzen. Das ist meist ein schlechter Start in die Kundenbeziehung.

Anyhow, ich fühlte mich auf jeden Fall, als steht alles mit meiner Aussage, ob ich das stemmen kann oder nicht. Und kennt Ihr das? Ihr äußert Eure Bedenken, zeigt auf, dass es schon auf dem Papier eine Schönrechnung hoch drei ist, und als Antwort kommt einfach nur „Ja, kriegst Du das hin? Können wir auf Dich zählen?“.

Meine Anlaufstelle war mein Mann. Er ist auf meiner Seite, gleichzeitig kennt er aber meinen Job, weil er im gleichen Bereich tätig ist; versteht also die Mechanismen etc. Ich hatte darauf gezählt, dass wir beide Seiten durchsprechen können und vielleicht eine Lösung finden, die vom Projektteam oder mir noch gar nicht bedacht wurde. Stattdessen hatte sich sein Berater-Ich verabschiedet und vor mir stand einfach ein sehr besorgter werdender Vater, der mir versuchte mit so hilfreichen Kommentaren wie „Dann machst Du das einfach nicht. Punkt.“ und „Soll der Partner die Gesundheit seines eigenen Kindes aufs Spiel setzen“ weiterzuhelfen. Was davon bei mir ankam war: „Wie kannst Du nur überhaupt drüber nachdenken, das zu machen? Was ist mit unserem Kind? Was ist, wenn was passiert? Wieso musst Du Dich nur immer verantwortlich fühlen? Du trägst die Verantwortung für unser Kind. Punkt. Alles andere ist scheißegal.“ Das Ergebnis war, dass ich quasi jedes Mal heulend dasaß, meine Gedanken ungeordnet im Kreis schwirrten und ich am liebsten unter die Decke kriechen wollte.

Von außen mag sich das bestimmt völlig Banane anhören. Tut es für mich im Nachhinein meist immer auch. Wenn ich aber in der Situation selber drin bin und es keine „klaren Regeln“ oder Abmachungen gibt, sondern alles an meiner Entscheidung und interpretationserweiternd auch an meinem „Willen“ hängt, dann ist es in meinem Kopf wirklich wie ein Karussell. Tausend Gedanken jagen einander, ohne wirklich zu Ende gedacht zu werden, tausend Ansprüche; tausend Erwartungen, ob Eigene oder Fremde, ob Explizite oder Implizite, ob Bekannte oder von mir auch einfach nur Angenommene schwirren umher. Es ist einfach nur „laut“ und meine eigene „Stimme“, mein eigenes Ich, das, was am Ende mit jeglichen Entscheidungen in Ordnung sein muss, das geht unter, kommt nicht zu Wort. Es ist als könnte ich selber keinen klaren Gedanken fassen. Meist helfen dann Gespräche, aber wie gesagt, dass war eher kontraproduktiv dieses Mal.

So kam es, dass wir uns diese Woche gleich zwei Mal heftig gestritten haben, ohne auch nur einen Schritt weiterzukommen. Ein bisschen Klarheit hatten wir uns dann vom Hebammentermin erhofft, der für Freitag angesetzt war. Vielleicht konnte sie von vornerein sagen, dass das Vorhaben ausgeschlossen ist und wir müssten uns gar keine Gedanken mehr machen, wer wie zur Arbeit eingestellt ist.

Aber auch mit dem Ansatz hatte ich im Stillen ein Problem. Wie kann ich für ein Kind sorgen und Verantwortung übernehmen, wenn ich darauf hoffe, dass schwierige Situationen durch Dritte wie von Zauberhand gelöst werden? Wie willst Du für Dich und das Kind einstehen, wenn Du an jeder Hürde wie der Ochs vorm Berg stehst und den Kopf verlierst?

Und tatsächlich half der Hebammentermin in dieser Richtung gar nicht weiter. Sie zog zwar die Augenbrauen hoch bei der Anzahl geplanter Flüge, aber am Ende wäre alles meine Entscheidung. Also kam auch dort keine Erleichterung im Sinne einer auf dem Silbertablett servierten Lösung.

Am Ende bin ich ganz froh drüber. Denn so war der Frust, dass von außen keine Hilfe kam, so groß, dass ich mich wieder auf mich konzentriert habe. In der Schule hatte ich Philosophie, ein Fach, dass ich im Nachhinein unglaublich zu schätzen gelernt habe. Und einer der großen Philosophen, René Descartes, hat einen Satz formuliert, den fast jeder schon mal irgendwo gelesen oder gehört hat: „Cogito, ergo sum“ – Ich denke, also bin ich. Für mich ist dieser Satz unglaublich hilfreich, weil die Idee dahinter ist, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu reduzieren und von dort aus das eigene Gedankenkonstrukt wiederaufzubauen. Quasi nach dem Motto, „Egal, ob die Welt da draußen echt ist oder nicht, was ich definitiv sagen kann, ist, dass ich denke. Und das wiederum bedeutet, dass es mich gibt“. So lange Rede kurzer Sinn. Ähnlich gehe ich dann für mich vor. Was ist die eine Basis in dieser Situation, an der sich nicht rütteln und nicht rumdiskutieren lässt? Und wenn ich die einmal hab, damit quasi meinen Frieden gefunden habe, lassen sich alle anderen Sachen kinderleicht davon ableiten. Und so war es schlussendlich dann auch in diesem Fall.

Die eine Wahrheit, die eine Basis in diesem Fall? Die Gesundheit unseres Zwerges und in zweiter Linie auch meine Eigene ist nicht verhandelbar. Da gibt es auch kein Wenn oder Aber, kein Vielleicht oder Schauen wir mal. Und daran muss sich dann alles andere „messen“,
- meine eigenen Zweifel, dass ich die Kollegen vielleicht im Stich lasse oder enttäusche
- meine Ängste, dass ich beruflich nicht mehr für voll genommen werde, dass vielleicht auch meine Bewertung darunter leiden wird
- meine eigene (blödsinnige) Erwartung, es allen immer recht zu machen oder allen gerecht zu werden.
Und natürlich waren die ganzen Argumente, Aussagen etc. immer noch im Kopf, bloß hat sich ihre Bedeutung dann plötzlich in Luft aufgelöst. Plötzlich einfach, weil ich diesen einen Grundsatz ganz klar und vor allem explizit für mich definiert hatte und nicht bloß in den Tiefen meines Bewusstseins als vage Vorstellung vor sich hintreiben ließ, war alles nicht mehr wichtig. Wir retten keine Leben in meinem Job. Der Finanzmarkt bricht nicht ein, wenn das Projekt anders gestaltet wird oder länger als geplant dauert. Jede Tätigkeit kann man meist auch remote vorbereiten und mittels Telefonkonferenz umsetzen. Ist nicht immer so hochgradig effizient, aber machbar. Und wenn man mir all die Sachen beruflich negativ auslegt, dann ist das halt so. Davon geht die Welt auch nicht unter und am Ende weiß ich selber, wie gut oder schlecht ich bin und das muss dann auch einfach reichen. ;-)

Das ist jetzt ganz schön lang geworden und vielleicht denken sich einige von Euch, das hat aber jetzt lange gedauert, ist die auf den Kopf gefallen? Wenn es aber vielleicht jemanden hilft, der vielleicht in der gleichen Situation ist oder ein ähnliches Verhaltens- und Denkmuster zu Beginn einer solchen Situation hat wie ich, dann ist es das wert.
Ich frage mich auch immer, wieso ich nicht direkt in diesen Modus verfallen kann und wieso ich erstmal gedanklich durch die Hölle gehe und jeden Selbstzweifel und jedes Eck meines schlechten Gewissens vollständig auskosten muss, bevor ich einfach mal zurück zur Mitte finde. Aber wer weiß, Einsicht ist der erste Weg zu Besserung. Vielleicht hilft auch gerade das Schreiben, mir diese Herangehensweise ins Hirn zu brennen, wie wenn man bei einer Schulung oder Fortbildung ist. ;-) Schauen wir mal.

Zurück aber mal wieder zum Wochenbericht. Denn auch wenn dies ein Großteil meiner Gedankenwelt diese Woche ausgemacht hat, habe ich noch ein, zwei weitere Themen.

1. Der Hebammentermin: Neben dem bereits oben genannten Thema stand natürlich das Kennenlernen der dritten Hebamme und die Vorsorgeuntersuchung im Raum. Die Hebamme war, wie die beiden anderen schon, unglaublich nett. Jetzt kennen wir also unser Geburtsteam und ich fühle mich unglaublich wohl mit allen drei. Auch mein Mann ist wirklich zufrieden mit dem Team und ist wirklich an allem und jedem Aspekt interessiert.
Natürlich hat sie meinen Mutterpass auseinandergenommen und auch hier und da nochmal Rückfragen gestellt. Tatsächlich mussten wir feststellen, dass viele der Eintragungen gar nicht so einfach zu erklären waren, weil meine Frauenärztin nicht darauf eingegangen ist. Das haben wir uns direkt hinter die Ohren geschrieben, dass wir uns beim nächsten Mal alles erklären lassen, einfach um auch bei Rückfragen nicht verunsichert zu werden.
Unter anderem wird ja eingetragen, ob Ödeme oder Varikosis vorhanden sind. Meine Frauenärztin hatte schön auch überall ein + eingetragen, was wir aber interpretiert hatten als „wurde geprüft, ist in Ordnung“.

Die Hebamme jedoch hat mich dann nochmal direkt angesprochen auf Krampfadern und Besenreiser. Besenreiser habe ich leider, schon seit meiner Jugend ;-( Dank der wunderbaren Gene meiner Mama. Die hat sich die Hebamme auch nun angeschaut und dann direkt auch noch Krampfadern gefunden. :-( Da war und bin ich nach wie vor geschockt von. Irgendwie war das etwas, mit dem ich nie im Leben gerechnet hatte. Dehnungsstreifen ja, aber Krampfadern? Ernsthaft? Natürlich hat sie, auf meine Rückfrage, dann auch erklärt, was denn passiert, wenn man sich da nicht drum kümmert. Und die können wohl weiter nach oben wandern bis in den Genitalbereich. Ich glaube, mir sind die Augen fast aus dem Kopf gefallen. Man muss dazu sagen, dass ich eine blühende Fantasie und vor allem eine sehr visuelle Fantasie habe, das heißt Horrorszenarien kann ich quasi HD im Kopfkino mitverfolgen.

Fazit: Ich bekomme jetzt Kompressionsstrümpfe verschrieben. Mein Weihnachtsgeschenk sozusagen…;-) Bin mal gespannt. Mein Mann holt morgen das Rezept bei der Frauenärztin ab, weil er zufällig in Düsseldorf ist und nur ein Arzt kann es verschreiben und dann geht es am Mittwoch zum Venenstudio hier in Köln. Schauen wir mal, ob ich damit noch in meine Anzugschuhe passe. Mein Mann ist schon total gespannt wie die aussehen, ich geh ja vom Liebestöter des Jahrhunderts aus. :-)

Zudem habe ich mich wieder durchgerungen die Beine unter der Dusche eiskalt abzuduschen und die Beine hochzulegen. Ich habe mich heute 5-mal ermahnt, als ich mich dabei erwischt habe, wie ich die Beine übereinanderschlagen wollte und habe zwischen durch Beinübungen gemacht (immer wieder auf die Zehenspitzen und wieder zurück).

Und zu guter Letzt wurde mir noch eine Cranberry-Kur verschrieben, denn der ph-Wert des Urins war fast neutral, was bedeutet, dass die Bakterien es sehr leicht hätten, wenn sie sich einmal Zugang verschaffen.

Quatsch, von wegen „zu guter Letzt“, das Beste hätte ich fast vergessen: Wir haben den Herzschlag gehört!!! Mit einem kleinen Hand-CTG Gerät hat sie nach dem Herzschlag gesucht und bäm, da war er da. Bum, bum, bum, bum, bum …ganz schnell, aber unglaublich gleichmäßig. Ich habe fast aufgehört zu atmen. Zum einen ist mir die Luft wirklich fast weggeblieben – es mag blöd sein, aber manchmal fühlt es sich immer noch unwirklich an und wenn dann so ein Lebenszeichen kommt, dann zieht sich alles in mir zusammen und dehnt sich gleichzeitig aus. Da ist ein Schwall von Gefühlen, der über mich einbricht und ich weiß gar nicht schnell genug wohin damit. Und zum anderen, wenn ich geatmet habe (und sich die Bauchdecke logischerweise dann bewegt), war der Herzschlag plötzlich kurz weg. Also lag ich da ganz still, starte auf meinen Unterleib und die Stelle, wo der Schallkopf lag, und mein Mann hat die Gunst der Stunde genutzt und den Ton aufgenommen. Ich hol es immer wieder hervor, tatsächlich dann, wenn ich mal eine gedankliche Auszeit brauche. Es ist wie ein Ortungssignal zurück zur Mitte – zu welcher Mitte? Keine Ahnung, aber auf jeden Fall ist es da ruhig. ;-)

2. Ich habe vor einigen Wochen bei den 1000 und 1 Recherchen einen Podcast gefunden von einer Frau, die so etwas Ähnliches macht wie Hypnobirthing. Die Grundidee ist im Endeffekt die Gleiche, bloß, dass sie es damals für ihre Situation abgeändert hat und es nun insoweit von dem „Original-Hypnobirthing“ abweicht, dass sie es sowieso nicht mehr Hypnobirthing nennen darf. Anyway, sie macht unter anderem einen Podcast rundum das Thema Schwangerschaft und Geburt und die Zeit danach, der kostenlos zur Verfügung steht. Zum einen finde ich die Themen sehr spannend, weil sie sehr unterschiedliche Aspekte mit einfließen lässt, sich nicht auf eine Sichtweise versteift, sondern immer wieder die Individualität jeder Schwangerschaft und jeder Schwangeren hervorhebt. Gleichzeitig lässt sie ihre eigenen Erfahrungen einfließen, hat teilweise Gesprächspartner dabei, die ebenfalls ihre Worte bedacht wählen (zumindest, was ich bisher gehört habe). Und allein ihre Art und ihre Stimme verströmen eine Ruhe, die sich dann direkt auf mich überträgt. Gerade so auf dem Weg zur Arbeit, im Zug oder zurück, ist es wirklich toll abzuschalten und die Gedanken wieder auf etwas Anderes zu lenken. Insbesondere auch, weil ich dann meist sowieso nichts recherchieren kann (lesen im Gehen ist doch weniger hilfreich für den Verkehr) oder genug von flimmernden Bildschirmen hab. Und wenn Themen kommen, in die ich mich noch mehr einlesen will, dann kommt das einfach auf meine Liste.

3. War das letzte Woche? Nein, ich glaube, das war schon länger her, dass ich von unserem ersten Pirschversuch im Babymarkt berichtet habe, oder? Der hat ja bei mir erstmal eine unvorhergesehene Reaktion ausgelöst und das klare Ziel: Wir brauchen einen Plan!! Oder zumindest ich brauche einen Plan!

Also, bin ich ähnlich wie bei meinen Projekten losgezogen und habe mir nicht nur eine Erstausstattungsliste aus dem Internet gezogen, sondern gleich 5 oder 6. Ich weiß es gar nicht mehr genau. Ich habe den Überblick verloren. Dann habe ich diese Listen erstmal studiert und gefühlt eine neue Sprache gelernt. Das Internet hat seine Dienste da auf jeden Fall erfüllt bei der Übersetzung von Erstausstattung-Deutsch Deutsch-Erstausstattung. Was ist der Unterschied zwischen Molton- und Mulltüchern? Was ist eine zweigeteilte Waschschüssel und wofür braucht man die? Sind Nestchen nun hilfreich oder gefährlich? Was ist Stillöl? Wo ist der Unterschied zwischen Erstlingssocken und Baumwollsocken oder sprechen die da von dem gleichen Produkt? Was ist ein Nicki-Pullover?

Erst hatte ich das Gefühl, dass etwas bei der Allgemeinbildung gehörig schiefgelaufen ist. Aber das Schöne am Internet ist ja, man sieht direkt, ob diese Frage öfter gestellt wird, wenn das Suchfenster schon entsprechende Suchvorschläge anzeigt. Nachdem wir dann wussten, was damit alles gemeint ist, haben wir erstmal aussortiert, was für uns definitiv von der Liste runterkommt. Fragezeichen wurden gemacht an die Produkte, wo wir uns aus dem Stehgreif nicht sicher sind, ob man die nun wirklich benötigt und vor allem schon vorher zu erwerben sind. Teils sind es auch Produkte, wo wir gesagt haben „Ok wir schauen mal, was es gibt am Markt, wählen auch schon mal aus. Wir lassen es auf uns zukommen, ob wir es wirklich benötigen. Nachkaufen können wir es dann immer noch und haben die Vorarbeit quasi schon geleistet.“ Wir haben ebenfalls schon vermerkt, was wir vielleicht bei Freunden ausleihen können oder ihnen abkaufen können (wie z.B. eine Babybadewanne). Und nun haben wir zwar immer noch eine lange Liste, aber eben mit Kommentaren („später“, „Produkt schon mal auswählen, aber nicht kaufen“, „ggfs. von XXX ausleihen/abkaufen?“, „Hebamme nochmal fragen“, etc.). Damit ist mein Planungsherz auch schon befriedigt für die nächsten paar Wochen.

Zwischen den Jahren wollen wir uns dann auch nochmal mit möglichen Möbeln auseinandersetzen. Sprich, vor allem die Wickelkommode. Wir haben nur eine, die man mit einem Aufsatz zweckentfremden könnte, aber die steht in unserem Schlafzimmer und ist nicht sonderlich tief. Im Sommer wäre es vom Raum her kein Problem, aber im Winter haben wir nachts das Fenster auf und tagsüber heizen wir den Raum nicht, weil kaum einer sich länger dort aufhält. Da bin ich mir nicht sicher, ob das nicht zu kalt wäre... Manche haben einen Aufsatz auf der Waschmaschine, aber die steht bei uns im Waschräumchen neben der Küche mit allen Putz- und Waschmitteln. Abgesehen davon veranstaltet unsere Waschmaschine immer ein halbes Erdbeben, so dass nichts mehr da wäre, was auf der Waschmaschine liegt. Eine andere schnelle Lösung ist mir noch nicht eingefallen, deswegen wird zwischen den Feiertagen mal die Wohnung mit Metermaß und kritischen Blick unter die Lupe genommen. ;-)

So, Ihr Lieben da draußen. Wenn ihr wirklich das alles gelesen habt, seid Ihr nun meine Helden. Ganz liebe Grüße an alle! Gerne freue ich mich über Kommentare zu Erfahrungen mit Wickelkommoden oder möglichen Alternativen! Die lassen wir dann direkt in unsere Wohnungsprüfung einfließen!

Liebe Grüße

Philippa



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Kommentare von Lesern:

Philippa, Köln14.12.2018 08:16

Liebe Linn,
Danke für Deinen Kommentar! Ja, wir haben eine Badewanne. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt - einen Badewannenaufsatz zum Wickeln. Das muss ich mal recherchieren. Ich hatte schon überlegt mit dem Badezimmer, aber es ist eher ein Schlauch deswegen hätte da ein Wickelplatz nicht wirklich rein gepasst. Aber mit dem Aufsatz würde es ggfs. gehen. Ich schau mal.
Ich hatte auch schon überlegt, einfach überall zu wickeln, wo es gerade passt. Ich weiß noch, dass meine Mama es mit meinem Bruder notgedrungen gemacht hat, weil das Zimmer umgebaut wurde und hat natürlich auch geklappt. Das Einzige, was mich ein wenig innehalten gelassen hat, ist dass man immer alles erst mal dahin holen muss und es nicht direkt schon an einem Platz „vorsortiert“ ist. Aber wahrscheinlich macht einen das in der Praxis weniger aus, wenn man es eh nicht anders kennt.
Danke Dir für die Tipps!! Und eine gute Restschwangerschaft!!
Viele Grüße
Philippa

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Linn, Stuttgart 13.12.2018 13:24

Liebe Philippa,
Vielleicht kann ich dir zum Thema Wickel Kommode weiterhelfen: Ich bin im 7. Monat mit dem zweiten Kind und überlege einen Aufsatz für die Badewanne (habt ihr eine?) zu kaufen, bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich nötig ist. Beim ersten Kind hatten wir gar keine Wickel Kommode sondern die Unterlage auf Bett oder Boden und sogar den Küchentisch gelegt, ging ganz wunderbar. Und spätestens als unsere Tochter anfing sich zu drehen, fand ich Bett und Boden eh am sichersten.
LG Linn

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