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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
18. Woche

Eine Woche voller Unsicherheit....

Stillunsicherheiten und die ersten Brei-Versuche

Das letzte Wochenende brachte ein wenig Durcheinander in mein sowieso unsicheres Stillleben. Nachdem ich meiner Freundin erzählt hatte, dass Noah nur sehr kurz an der Brust trinkt und dann doch ziemlich wütend wird, hatte sie mir geraten, die Milch abzupumpen und ihm mit dem Fläschchen zu füttern. Dies hat bei ihrem Sohn sehr gut funktioniert. Da ich noch nicht abstillen will und jedoch unsicher bin, ob er genug bekommt, erschien mir das als eine optimale Lösung. Gesagt getan... Nachdem ich Samstagabend die Pumpe geholt und mein Vorhaben in Angriff genommen habe, stellte ich erschrocken fest, dass ich aus beiden Seiten gerade Mal 60ml rausbekommen konnte. Dies veranlasste mich sofort dazu zuzufüttern. Auch wenn mir klar war, dass eine Pumpe nicht die gleiche „Arbeit“ wie mein Kleiner leisten kann, erschien mir dies die beste Lösung. Zumal ich am Anfang auch mal abgepumpt hatte und dies auch problemlos klappte. Außerdem fühlen sich meine Brüste doch schon ein wenig schlapp an ☹. Auch wenn ich die ganze Nacht am Samstag zugefüttert habe, kam kein Spannungsgefühl auf, was am Anfang öfters vorgekommen ist. Ich brauche auch keine Stilleinlagen, da ich über „Überfluss“ nicht klagen kann.

Am Sonntag hatten wir ein Treffen mit den Leuten aus unserem Geburtsvorbereitungskurs und die Kursleiterin war auch anwesend. Das war eine gute Gelegenheit das Problem bei ihr anzusprechen. Natürlich hat sie versucht mich zu überzeugen, dass dies nicht heißen muss, dass meine Milch zurückgegangen ist und ich es weiterhin probieren soll. Und hier kam wieder Homöopathie ins Spiel. Sie hat mir irgendwelche Globulis und ein Milchbildungsöl empfohlen, was ich auch brav geholt habe, um nichts unversucht zu lassen. Ich nehme also die Globulis (wenn ich sie nicht vergesse) und trinke fleißig den Stilltee.

Nachdem Noah noch dazu einen grünlichen Stuhlgang mit Schleim bekommen hat, hatte ich sofort alle Internet-Foren durchgestöbert. Einer der Ursachen wäre es, dass ein Kind zu viel Vormilch bekommt. Da Noah nur sehr kurz trinkt, wäre das natürlich möglich. Das hat mich aber noch weiter verunsichert. Nach einem ausführlichen Telefonat mit unserem Kinderarzt konnte ich mich doch ein wenig beruhigen. Die Farbe vom Stuhlgang kann bei Kindern variieren und der Schleim wäre auf einen Mageninfekt zurückzuführen. Und tatsächlich hat mein Kleiner seit ein paar Tagen auch noch leichten Durchfall und Schnupfen, was darauf hindeuten würde... Wir haben uns also geeinigt, dass ich wie gewohnt weiter stille und jetzt besonders auf die Gewichtzunahme von Noah achte.

Die vierte Impfung hat Noah problemlos verkraftet. Ich habe das Schlafproblem bei unserem Kinderarzt und die mögliche Verbindung zu der Impfung angesprochen. Natürlich hat er mir Tausend andere Sachen, wie z. B. ein Wachstumsschub aufgezählt, die auch dafür verantwortlich sein könnten. Was die Wachstumsschübe angeht, bin ich da (denke ich zumindest) gut informiert und keiner davon dauert 9 Wochen. Außerdem erkenne ich bei meinem Kind fast auf den Tag genau, wenn er einen Wachstumsschub durchmacht. Auf jeden Fall hat er mir dazu geraten, den Abendbrei einzuführen und Noah in sein Zimmer zu verlegen. Es könnte durchaus sein, dass ihn unsere Geräusche stören. Da das gleiche in unserem Fabelkurs behauptet wurde und die Mütter überzeugt waren, dass ihre Kinder definitiv besser schlafen, seitdem sie die Nacht im eigenen Zimmer verbringen, habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, es auszuprobieren. Natürlich habe ich meinem Mann sofort angekündigt, dass das Bettchen sofort wieder in unser Schlafzimmer kommt, wenn die „Probenacht“ keinerlei Besserung versprechen sollte. Heute wird er das erste Mal in seinem Zimmer schlafen und ich bekomme jetzt schon Bauchweh, wenn ich nur daran denke. Für mich wird das auf jeden Fall eine schlaflose Nacht sein...

Am Samstag haben wir mit dem Abendbrei angefangen. Das hat eigentlich ganz gut geklappt aber nachdem mich unsere Hebamme diesbezüglich verunsichert hat, habe ich es wieder aufgegeben und beabsichtige noch ein paar Wochen damit zu warten. In einer Drogerie habe ich eine Mutter getroffen, die mir zu Schmelzflocken geraten hat. Da ich ein wenig skeptisch bin, würde ich mich freuen, wenn Ihr eure Meinung/Erfahrung diesbezüglich mit mir teilen würdet.

Da Noah ein wenig Angst vorm Baden hat (er spannt den ganzen Körper an und braucht ein paar Momente um sich zu entspannen – danach ist Baden kein Problem mehr) war ich ziemlich skeptisch wie er auf das Babyschwimmen reagieren wird. Zu meiner Überraschung hat ihm das total Spaß gemacht und es gab auch keine Startschwierigkeiten. Auch das Duschen hat er dort für sich entdeckt und wir praktizieren es immer öfters. Seine Einstellung zum Wasser hat sich wahrscheinlich durch diese Erfahrung geändert, da ihm das Baden plötzlich doch mehr Spaß zu bereiten scheint.

Bis nächste Woche,
Marta



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Kommentare von Lesern:

Gast14.05.2011 15:38

Liebe Marta,
ich möchte Dich einfach an dieser Stelle mal lieb grüßen und mich den Worten von Luise anschließen. Beim zweiten Kind habe ich KEINEN EINZIGEN KURS mehr besucht, KEINER HEBAMME mehr zugehört, KEIN BUCH MEHR angefasst und überhaupt nicht mehr gestillt.
Das Kind kam von Woche 1 an ins eigene Zimmer und mit vier Monaten gab es Brei, mit 11 Monaten ging sie in die Krippe und ich wieder arbeiten. Alles Dinge, die viele schrecklich finden, die für unsere Familie aber super geklappt haben. Kind froh, Eltern froh.
Vertrau Dir einfach.

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Eva, Düsseldorf12.05.2011 20:10

Und meines Wissens ist die Milch nach den ersten Wochen, wenn sich alles eingespielt hat, nicht als "Vorrat" in der Brust vorhanden, sondern wird während des Trinkens erst gebildet. Das Kind kann dies 1000mal besser stimulieren als die Pumpe und daher sagen die 60ml gar nichts aus. Es würde aber helfen, wenn Du beim Pumpen intensiv an Dein Kind denkst, das regt die Milchbildung besser an. Alles Gute und mach Dir keine Sorgen!

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Anja, Berlin11.05.2011 19:32

Toll! Genau so sehe ich das auch! Ich habe meinen Sohn 16 Monate gestillt und bin natürlich zwischenzeitlich auch verunsichert gewesen. Aber das Bauchgefühl einer Mutter täuscht sich nicht, da können Kinderärzte, andere Mütter, Foren usw. nur verunsichern, verrückt machen usw.
Mein Sohn hat 1 Jahr bei uns im Schlafzimmer geschlafen und es gab mal gute und mal weniger gute Nächte. Auch die Abendbreis sind m.E. kein Mittel der Wahl, damit ein Kind "vielleicht" durchschläft.
Höre einfach auf deinen Bauch! Denn das ist dann genau das Richtige für Euch!

Alles Gute weiterhin!
Anja

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Katrina, Bremen11.05.2011 11:04

Danke, Luise! Besser hätte es nicht geschrieben werden können! Alles, was ich in Deinem Beitrag lesen, dachte ich während des Lesens auch.
Liebe Marta, lass Dich doch nicht so verrückt machen. Euer Kind scheint doch - von einem kleinen Infekt jetzt mal - top-gesund zu sein. Ist das nicht wunderbar?
Ein kleiner Kommentar zum Abpumpen sei mir gestattet: ich habe mit einer elektrischen Milchpumpe von Medela versucht zu pumpen. Ich habe ewig gebraucht und dann hatte ich 30 ml in der Flasche. Das habe ich mehrere male und an verschiedenen Tagen probiert - es kam nie mehr. Ich hatte auch keine Geduld mehr dazu und hab einfach wieder aufgehört.
Ich habe meinen Sohn 6 MOnate voll gestillt, ohne irgendwas dau. Und der ist immer satt geworden, hat vernünftig zugenommen und hat nicht mal Tee getrunken. Also, das Ergebnis beim Pumpen sagt nichts, aber auch gar nichts über die Milchmenge, die Dein Kind bekommt.

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Luise, Berlin11.05.2011 10:18

es heißt bdl-stillen.de

Ein Buchstabe ist abhanden gekommen.

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Luise, Berlin11.05.2011 10:17

Liebe Marta,

es ist überhaupt nicht meine Art ungefragt einen Ratschlag zu geben, aber jetzt möchte ich gern etwas sagen.

Du Liebe schreibst in fast jedem Beitrag über Stillunsicherheiten und Probleme. Bis jetzt haben weder Freunde, noch Foren oder Ähnliches zu einer Besserung beigetragen, sondern die Verunsicherung eher weiter bestärkt. Da du immer wieder schreibst, dass du gern stillen möchtest, wende dich doch bitte an einen Profi. Unter bd-stillen.de findest du professionelle Still und Laktationsberaterinnen, die all deinen beschriebenen Unsicherheiten und Sorgen tatsächlich mal definitive Abhilfe schaffen könnten.

Und noch etwas ganz persönliches von Mutter zu Mutter. Du schreibst immer wieder wie gern du euren Noah hast, wie grässlich sich der Gedanke an Trennung und fremde Zimmer anfühlt, dass dich der baldige Arbeitseinstieg verunsichert und Noah doch besonders an dich gebunden sein soll.

Sagt dir das selbst gar nichts?
Mensch liebe Marta, nimm dein Baby in den Arm, küsse und umarme ihn und mach einfach mal wonach dir ist. Und nicht das was in Ratgeber xy auf Seite 13 steht, oder die Nachbarn sagen, oder die Kursleiter, oder die anderen Mütter. DU bist Noahs Mama! Du kannst doch gar nicht so viel falsch machen. Ein gesundes Baby ist schon das Optimum an dem man wirklich mit keiner Maßnahme oder einem Kurs etwas verbessern kann.

Genießt euch gegenseitig und hab doch mehr Vertrauen in dich, dass du und nur du, genau die Mama bist die dein Noah braucht. Und es spielt wirklich keine Rolle was alle anderen Mütter machen, denn sie sind eben andere Mütter und haben andere Kinder und jede muss für sich einen Weg finden.

Schau einfach auf deinen hübschen Sohn und auf dein Gefühl. Den Rest werden ihr selbst lernen!

Alles Gute für euch
Luise

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