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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie. Die Baby-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von BIG
21. Woche

Winter, Wiedersehen,Winterkindgeburtstag

Es ist weiter sehr winterlich in Frankfurt. Ich besuche meine Kollegen und werde am Ende der Woche kreativ beim Vorbereiten von Goldkinds "Löwen-Bastel-Theater"-Geburtstag.

Etwas später als gewohnt, schreibe ich den Blogbeitrag. Denn bis Sonntag Abend wurde hier kräftig gefeiert und gestern stand hier erst mal aufräumen an. Aber starten wir Woche 21 wie gewohnt von Anfang an…


Am Montag muss ich um 8.00 zum Blutbild beim Arzt gegenüber. Werte checken und überprüfen, ob der Nachtschweiß immer noch durchs Stillen kommt, oder ob Tumormarker anschlagen. Zum Glück alles im grasgrünen Bereich! Puuhh! Brudi hab ich im Gepäck wie immer. Es ist saukalt heute. Seine Erkältung ist leider zurückgekehrt, daher mummel ich ihn dick ein. Anschließend wieder eine Fahrt ins Autohaus. Die Einparkhilfe spinnt ja immer noch. Es soll nun noch mal nach dem Fehler gesucht werden. Ich sag euch, so oft war ich mit meiner alten Möhre nicht im ersten Jahr beim Händler. Mich nervt das langsam! Wir freuen uns, dass wir wieder den tollen Leihwagen mit Panoramadach bekommen, bei dem man laut Sonnenschein sieht, wie die Schneeflocken rieseln und die Tauben über einem hinwegfliegen. Ich seh das nie, sitze ja am Steuer… ;) Brudi bekommt von der Autotauschaktion nichts mit, er schläft mittlerweile. Tief und fest. Anschließend sind wir mit meiner Kollegin und deren sieben Monaten alten N. in der Schule verabredet. Da Brudi einigermaßen fit ist, sollen ihn in der Pause nun endlich die Kollegen kennen lernen. Was wir nicht wissen ist, dass eine Besprechung stattfindet und so fällt die Begrüßung der jüngsten Schulbabys sehr knapp aus. Müssen wir also noch mal wiederholen. Frage mich nur wann, da ja seit neuestem immer eines meiner Kinder meint, es muss krank sein, wenn Besuche anstehen. Leider ist die Zeit mit der lieben Kollegin knapp, da sie zu einem Termin muss. Wir haben lediglich Zeit, das Neueste auszutauschen und sie überreicht mir ein wunderschönes Pucktuch mit Sternen, das sie schon im September besorgt hatte. Unsere Jungs lernen sich kennen. Brudi ist ja wirklich groß und kräftig, aber gegenüber N., der wie ein kleiner Buddha da sitzt, sieht er aus wie ein zartes, kleines Baby, wie er so auf der Decke neben ihm liegt.


Am Dienstag soll unser Türblatt gestrichen werden ab 8.00 Uhr. Ihr erinnert euch! Meine geliebte Baustelle! Grrrr…. Dies bedeutet, dass die Tür bis zum Abholen der Mädels zwecks Trocknens offen stehen bleiben muss und ich bis dahin das Haus hüten darf. Bestimmte Tätigkeiten sind in der Zeit nicht möglich, z.B. Duschen, Wäsche aufhängen auf dem Dachboden, einkaufen etc. Also hab ich mir den Tag so organisiert, dass ich nicht raus muss. Ich höre und sehe keine Handwerker und warte, warte und warte…Gegen halb zwölf höre ich die Maler dann im Treppenhaus und spreche sie an. Ja, sie könnten dann jetzt anfangen, dann sei alles abends trocken. Ich rolle innerlich mit den Augen, und verschiebe die Aktion auf Freitag. Denn ich weiß genau, dass meine beiden Grazien mit Sicherheit mit dunkelblauen Fingern die Wohnung betreten würden. Zu verlockend das herrliche neue Farbkonzept der Hausverwaltung: War zuvor alles puristisch hellgrau und weiß- hell, sind jetzt schon die Wände gelb, das in den Augen weh tut, das Treppengeländer wird gerade anthrazit-metallic und die Türen dunkelblau – mit einem Wort schräg-düster. Dabei ist unsere weiße Tür erst 3 Jahre alt und pulverbeschichtet. Das kann nur schief gehen, wenn man da drüber streicht. Wie meinte meine Nachbarin zum Hausverwaltungsnachbarn treffend: „Wow, lassen Se mich raten… Die Türrahmen werden neonpink.“ – Ein anderer schrieb an die Hauspinnwand: „Nächstes Mal, besser jemanden fragen, der sich damit auskennt.“ ;)
Nachmittags muss ich mit Goldkind zum Hautarzt. Eine fiese Dornwarze hat sie sich beim Schulschwimmen geholt. Zum Glück ist die Praxis gegenüber. Da ich mit allen dreien kommen muss, hatte ich extra um einen Randtermin ohne größere Wartezeit gebeten. Fakt ist: Wir warten fast eine geschlagene Stunde. Ich bin Brudi sehr dankbar, dass er im entscheidenden Moment nicht gestillt werden will (Notfallfläschen hätte ich dabei gehabt) und nicht die Windel volldonnert, da es hier keine Wickelmöglichkeit gibt. Die Großen haben verständlicherweise irgendwann genug von der Warterei und klagen über Hunger und Durst. Nach 5 min im Sprechzimmer bei einer sehr fahrigen Ärztin und einem Rezept in der Hand stehen wir schon wieder draußen. Zum Vereisen sollen wir erst in der nächsten Woche wiederkommen. Noch mal diesen Stress und das dann ab sofort wöchentlich? Ich weiß nicht, ob ich mir das erneut antue. Arztbesuche mit drei Kids stehen hoch oben auf der extrem uncool-Liste. Zuhause stärken wir uns dann erst mal mit Tee und Keksen und ner Extra-Portion Muttermilch.


Mittwochs erledige ich mit Brudi einige Dinge in der Stadt, während unsere Putzfee uns die Wohnung fein macht. Am Wochenende steht nämlich Goldkinds Geburtstag an. Es soll nach ihrem Wunsch ein „Löwen-Bastel-Theater-Geburtstag“ werden. Oho! Froh bin ich, dass meine nun fast 7-jährige sehr klare Vorstellungen hat, wie ihre Feier ablaufen soll und so besorge ich lediglich fehlendes Material im Bastelladen. Die Deko können wir von Sonnenscheins Dschungelgeburtstag nutzen und ein Kuchen wird schnell gebacken sein. Easy! Anschließend betreut die Putzfee Brudi, während ich mich eine Stunde dem Papierkram widme. Die Ablage ist wieder mal voll! Als er Hunger bekommt, gibt sie ihm ein Fläschchen. Er nimmt es. Ich bin sehr erleichtert, da er lange keines mehr bekommen hat. Ja, das Stillen klappt nun super! Keine wunden Brustwarzen mehr und Brudi hat nun wohl die richtige Technik drauf. Also kann am gleichen Tag die Milchpumpe endlich zurück zur Apotheke wandern. Goodbye, auch dieses Mal hast du mir guten Dienste erwiesen. Super Erfindung!


Donnerstags gehe ich mit Brudi lediglich zum Wochenend-Einkauf und zum Abholen der Mädels nach draußen. Es ist extrem kalt und mich nerven seit diesem Morgen leichte Halsschmerzen. Krank werden, jetzt vor dem Geburtstagswochenende? Bitte nicht! War ja nur wieder eine Frage der Zeit, wann mich die nächste Erkältung erwischt bei den durchgeschwitzten Nächten und den Außentemperaturen. Immerhin: Brudis Husten wird besser.


Freitags wird dann morgens unsere Tür geschliffen, grundiert und lackiert und alles so leise, dass ich mich mit Brudi zu gewohnten Morgensschläfchen bis 9.00 Uhr noch mal hinlegen kann. Heute ist also der verschobene „Zuhause-Tür-auf-Tag“. Anschließend backe ich die Kuchen für das Wochenende. Ein ganz einfaches Rezept mit Öl, das immer schmeckt! Brudi sitzt im Newbornset im Hochstuhl und freut sich jauchzend über das Geräusch, das das Rührgerät macht. Und ich freue mich schon darauf, wenn er so in einem Jahr beim Kuchenbacken mitmischen wird. Ob er genauso daran Spaß haben wird, wie seine großen Schwestern? Ansonsten ist heute ein Ich-will-nicht-abgelegt-werden-Tag. Ich schnalle Brudi mehrfach in die Trage, um am Tag vor dem Geburtstag wenigstens das Nötigste erledigen zu können. Er nölt trotzdem, sabbert auch viel und nagt auf seiner Giraffe herum. Ob das doch schon die Zähnchen sind?
Während Brudis Mittagsschlaf probiere ich mich am Prototyp der Löwen-Sockenpuppe, die bei Goldkinds Feier am Sonntag gebastelt werden soll. Es gibt nichts Schlimmeres, wenn der Geburtstag die Premiere ist und dann zum Flop wird. (Ich erinnere mich an eine missglückte Bastelaktion am 5. „Dornröschen“-Geburtstag, als bei der Bastelaktion Perlen nicht auf gekaufte Gummibänder passten und so wir Eltern statt der Kinder die Armbänder und Ketten fädeln mussten.) So ganz gefällt mir die Sockenpuppe noch nicht. Die Mähne mit Märchenwolle ist mir noch nicht zottelig genug. Doch dann kommt mir dank Youtube die zündende Idee: Federboa.
LovelyHusband holt spontan die Mädels ab, um mich etwas zu entlasten. Als sie eintreffen, mache ich mich kurz per Fahrrad auf den Weg in die City zum Federboa kaufen. Brudi bleibt satt gestillt zuhause und hat ein Notfallfläschchen, falls die Zeit knapp wird. Klar besorge ich mal wieder - wie immer ;) - was für die Kinder, aber diese Auszeit tut mir gut. Ich genieße das Radfahren und auch das sich frei bewegen können im Kaufhaus ohne auf irgendwelche lahmen Aufzüge zu warten. Ich finde das so tödlich mit Kinderwägen dort… Just an der Ampel vor der Haustür auf dem Heimweg dann ein Anruf vom LH. Brudi nehme das Fläschchen nicht. Von ihm nicht, von Goldkind nicht und von Sonnenschein auch nicht. Er hätte Hunger, spucke aber immer den Sauger wieder aus, aber schreien würde er zum Glück nicht. In 2 min bin ich da. Ich probiere es mit dem Fläschchen. Mama wird angelächelt und er trinkt. Ich übergebe an LH und verdünnisiere mich. Es klappt. Flasche leer, Kind satt. Papa happy.
Bevor Schabet anfängt, bereite ich dem Raum etwas vor und dekoriere den Kuchen. Normalerweise ist das Geburtstagszimmer immer eine kleine Überraschung. Das mache ich erst immer, wenn die Kinder schlafen. Für den Strahlende-Kinderaugen-Effekt. ;) Aber weil Goldkinds Geburtstag auf Schabbat fällt und ich mich mit Brudi seit neuestem hinlegen muss, damit er einschläft und dabei meist selbst einschlafe, ist es an diesem Tag einfach mal anders. Für Goldkind ist es ok.


Am Samstag ist dann der große Tag gekommen. Mein Goldkind ist schon 7. Wir holen sie aus dem Bett und singen für sie. Wie jedes Jahr. Im Geburtstagszimmer stehen Kuchen, Kerzenkranz, Blumen und ein Geschenk auf dem Tisch. Ihre Augen leuchten und ich hab Tränen in den Augen. Wie jedes Jahr. Seit 7 Jahren Mama. Oh Mann, wie die Zeit vergeht… Heute wird das Kuchenessen in der Reihenfolge auf Platz 3 gesetzt, zu groß ist die Neugier, was in dem großen Paket ist. Es ist die gewünschte Babypuppe, die mir seinerzeit meine Mutter nicht erlaubt hat und bis zu deren Anschaffung einige Überzeugungsarbeit bei LH nötig war. Die Puppe wird von Anfang an geliebt, ein zweiter Brudi, denn „It’s a boy“. Nach einem lustigen Fotoshooting mit unserem „Enkelkind“ gehen die drei dann in die Synagoge.
Nachmittags ist Sonnenschein außerhalb Frankfurts bei einem Geburtstag eingeladen, in einen Indoorspielplatz mal wieder. ;) Für Goldkind ist es ok, den Nachmittag mit uns alleine zu verbringen. Weil unser Lieblingsbauernhof in der Nähe ist, gehen wir dort zuerst Tiere schauen. Das Café hat leider geschlossen. So drehen wir eine Runde in der frostigen Sonne. Brudi 2 ist immer mit dabei. Goldkinds Jacke wird kurzerhand zur Tragejacke umfunktioniert. Viele Spaziergänger lächeln uns zu, wie wir zwei strahlenden Mamas so unsere schlafenden Kinder herumtragen. Ein Moment des Glücks! (für mich als Mutter). Der Moment des Glücks für Goldkind ist, dass wir zum goldenen M zum Kaffeetrinken „müssen“, da es in der nächsten Umgebung leider nur Industrie und Felder gibt. Vor der Tür zuhause wartet noch ein Glückmoment für Mama: Das 2. Sponsorengeschenk ist angekommen, die Babytrage Adapt von Ergobaby. Nächste Woche werde ich sie testen und berichten. Vielen lieben Dank dafür!
Den Abend verbringen wir frischgeduscht aneinander gekuschelt beim Lieblingsfilm auf dem Sofa. Schon ist der eigentliche Geburts-TAG rum. Irgendwie ungewöhnlich war er dieses Jahr.


Sonntags spielen die Mädels ausgiebig mit unserem neuen Familienmitglied. LH bespaßt Brudi, während er eigentlich arbeiten muss und ich die Feier vorbereite. Nach dem Mittagsschlaf treffen die Gäste ein. 7 süße Mädchen sitzen schüchtern am Tisch und essen Löwen-Kuchen. Dann werden nacheinander die liebevoll ausgesuchten Geschenke ausgepackt. Währenddessen stille ich Brudi. Als wir die Sockenpuppen basteln, nimmt LH die beiden Kleinen mit nach draußen. Langsam tauen die Mädchen auf. NY-Freundin kommt zum Helfen vorbei. Sie betreut die „Pufferstationen“ für die Mädels, die schon fertig sind mit basteln. Als alle ihre Puppe haben, üben wir das Sprechen damit und albern herum. Goldkind hatte sich ein „Theaterstück“ gewünscht, das die Löwen den Eltern beim Abholen vorspielen. In der Kürze der Zeit ist das natürlich nicht umsetzbar. Daraufhin habe ich Goldkind vorgeschlagen, dass die Löwen doch das Lied „Mana mana“ singen könnten: Ein schwarzes Jersey-Leintuch wird als Bühne über die Tischbeine gespannt. Die Mädchen sitzen unter dem Tisch und lassen durch Löcher ihre Puppen bei „Mana mana“ oder „Bi-di-bi-di-bi“ erscheinen. So witzig. Es gibt 2 Gruppen: Die eine schaut zu, die andere „singt“. Gar nicht so leicht…Wir üben und lachen uns schlapp. Dann ist es Zeit für ein Picknick auf dem Fußboden mit Gemüsesticks, Frischkäse und Cracker. Zeitgleich kehrt LH mit den beiden anderen vom Spielplatz zurück, viel später als geplant. Brudi ist ordentlich durchgefroren. Kontrolliert, ob Brudi noch warm genug ist, hat er nicht…Männer mal wieder!… Hoffentlich wird Brudi nicht wieder krank. NY-Freundin übernimmt die Kleinen, da LH zu einem wichtigen Auswärtsspiel muss. Das passiert, wenn man nicht kommuniziert. Ich ging davon aus, dass das Datum der Party passt und er ging davon aus, dass ich über sein Spiel Bescheid weiß. Beide waren wir sauer. Zum Glück gibt es Freunde, die einem dann aus der Patsche helfen.
Die „Aufführung“ für die Eltern gelingt und kurz vor 6 ist es bei uns leerer, leiser und unordentlicher. Während die Mädels mit ihrem Bruder spielen, mache ich ein 15 min Blitz-Klarschiff. Dann gibt es Abendessen und um 19.30 Uhr höre ich nichts, wirklich nichts mehr aus dem Kinderzimmer. Brudi und ich Schlafstillen und schlummern dann auch gegen 20.30 Uhr. Aufräumen können wir noch morgen…

Bis nächste Woche…und dann berichte ich mit Sicherheit wieder mehr über Brudi, der in diesem Bericht etwas zu kurz kam.

LG Sara

P.S. Das wichtige Spiel hat LHs Mannschaft natürlich versemmelt. :(

Bild: Privat



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Wiedersehen mit den Kollegen, blaue Türen, Löwensockenpuppen