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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule.
39. Schwangerschaftswoche

Lasst das Warten beginnen!

Die letzten notwendigen Vorbereitungen sind getroffen, die Nervosität und Aufregung steigt und es bleibt nur noch „stay calm and drink tea“.

Einen wunderschönen guten Abend zusammen,

es ist Dienstag und damit fängt heute die 39. SSW für uns an. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es scheint immer unwirklicher, immer surrealer, je näher der ET kommt, dass unser Zwerg bald wirklich da ist und nicht mehr in meinem Bauch sein wird.

Gestern und heute bin ich auch wieder entspannter. Irgendwie haben mein Mann und ich am Wochenende einen Rappel bekommen – nach dem Motto: er kommt doch jetzt gleich! Ist alles erledigt? Was ist, wenn es jetzt losgeht?

Statt mit einem entspannten Sonntagsfrühstück wurde ich dann mit zwei Ausführungen des Elterngeldantrages morgens begrüßt. Immerhin, die haben wir jetzt, soweit es geht, ausgefüllt. Unsere Geburtsurkunden, Eheurkunde etc. liegen bereit. Gestern habe ich mit meiner Krankenversicherung gesprochen – ich bin freiwillig gesetzlich versichert und mein Mann privat und halleluja ist das kompliziert. Bekomme jetzt ein neues Formular, weil die mir das Falsche zugesendet haben. Zusätzlich habe ich das endlich auch mit dem Mutterschaftsgeld regeln können. Bis auf den Kindergeldantrag haben wir, glaube ich, zumindest alles soweit vorbereitet.

Ich glaube im Nachhinein, war es eher die Tatsache, dass mein Mann Montag auf Dienstag über Nacht nochmal auf Geschäftsreise war, dass wir plötzlich Muffensausen bekommen haben. Jetzt ist er auf dem Weg nach Hause und kommt irgendwann heute Nacht an und krabbelt dann zu mir ins Bett. Und sowohl gestern als auch heute ist der Bauch ruhig geblieben – bzw. nicht in Geburtswehen ausgebrochen. Also eigentlich alles ganz entspannt.

Aktiv ist der Bauch in den letzten Tagen aber dennoch sowie auch der kleine Zwerg. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde er die Senkwehen nicht so unglaublich prickelnd finden und sich nicht für die Geburt einkugeln wollen…ich hoffe, das ändert sich noch.

Donnerstag früh war mein Vorsorgetermin bei der Hebamme und laut ihr liegt er immer noch nicht tief genug im Becken und ein wenig auf der falschen Seite – mit dem Popo unter dem rechten Rippenbogen. Ein zu voller Darm ist wohl der Grund. Und da meine Verdauung nicht so will wie sie soll, wurden mir jetzt Einläufe verschrieben…alle zwei bis drei Tage. Ich habe das vor Jahren schon mal im Rahmen von einer Fastenwoche gemacht. An sich habe ich damit nicht so ein Problem, trotzdem fühlt sich das mit dem sowieso schon dicken Bauch währenddessen nicht sonderlich gut an. Zudem bin ich mir nicht so 100% sicher, dass es wirklich hilft – sprich, danach rutscht der Kleine auch rüber auf die linke Seite so wie er soll, aber nach dem nächsten Essen ist es dann auch wieder schon anders…
Ich mache es trotzdem weiter wie befohlen und werde das nächste Woche nochmal ansprechen. Montag ist schon wieder der nächste Vorsorgetermin…an 38+6 also nicht ganz 40. SSW, fällt mir gerade auf. Ist das schlimm?
Werde sie auch fragen, ob es Sinn macht, bei Geburtsstart ebenfalls nochmal einen Einlauf zu machen… Ob man da die Ruhe hat?

Ach ja, Ruhe. Die habe ich eigentlich sowieso nicht mehr wirklich. Bin so aufgeregt, überlege ständig, welches Datum er sich für seinen Geburtstag aussucht. :-) Ich bin ein bisschen ein Zahlenfreak: es gibt bestimmte Zahlen, die ich einfach schön finde und andere wiederum gar nicht und ich habe ein Faible für Primzahlen. Und ich habe gemerkt, dass ich die letzte Woche schon die ganze Zeit am Überlegen war mit „Och, das wäre doch ein schönes Datum. Oder da könnte er auch kommen. Das Datum soll er mal getrost überspringen.“… also wirklich ein bisschen Banane – naja, was heißt ein bisschen...
Von dem Trip bin ich Gott sei Dank wieder runter, denn es macht einen komplett kirre und die Geburt wird weder dadurch eintreten noch dadurch verhindert.

Laut meiner Frauenärztin wird es eh noch ein paar Tage dauern. Dort war ich gestern, nachdem ich über die letzten Tage immer mal wieder Symptome hatte, wo ich dachte „Oh, shit ist bzw. wird das eine Infektion?“. Aber jedes Mal, wenn ich mir gesagt habe, morgen früh rufst Du direkt in der Praxis an, dann war alles wieder in Ordnung. Am Wochenende dann wieder das Gleiche und diesmal war es mir zu bunt. Scheint alles in Ordnung zu sein. Sie hat auch nochmal nach dem Gebärmutterhals geschaut und der ist zwar schon einen Tick kürzer, aber noch weit entfernt von verstrichen. Also, vielleicht dauert es wirklich noch die zwei Wochen. Mal sehen.

Letzten Donnerstag war auch nochmal Geburtsvorbereitungskurs und es ging ums Wochenbett und woran man merkt, dass es losgeht. Für das Wochenbett gab es tatsächlich recht viele Tipps vor allem in Bezug auf „übernehmt euch nicht, auch wenn es Euch gut geht und ihr am liebsten raus wollt und allen euren Zwerg zeigen wollt“. Sinnvoll auf jeden Fall, ich glaube in der Umsetzung gar nicht so einfach, weil man ja tatsächlich den Wurm jedem zeigen will und wenn ich allein an die Anzahl Leute unserer beiden engen Familien denke, ist die nicht unerheblich. Wobei sowohl meine Eltern als auch Seine schon gesagt haben, dass wir den Takt vorgeben und sie nicht fünf Minuten nach der Geburt auf der Matte stehen. Hehehe, wahrscheinlich dann eher 10 Minuten danach ;-).
Dann gab es noch Informationen zum Stillen. Ich bin sehr gespannt, wie bzw. ob das wirklich klappen wird. Ich habe ein Heidenrespekt davor, denn den einfachen Stillstart scheint es nicht zu geben und mir wurde bisher immer nur brühwarm erzählt, dass es weh tut und man eigentlich nur heulen will, aber man durchhalten muss und es dann was ganz Tolles ist oder es gar nicht geklappt hat. Also, unglaublich vertrauenseinflößend.
Tatsächlich ist Stillen so das Thema, was mich neben Geburt am meisten beschäftigt.

Am Freitag war ich nochmal im Büro. Die Jahresbeurteilungen stehen zurzeit an und ich hatte meinen „Schützlingen“ versprochen, dass ich mir dafür die Zeit nehme (wenn der Zwerg nicht vorher kommt), weil ich sie das ganze Jahr begleitet und gecoacht habe. Zudem konnte ich es an den neuen Beurteiler übergeben, so dass alles nahtlos weitergehen kann. Das waren zwar 4 ganz schön lange Stunden, aber es hat richtig Spaß gemacht. Die beiden haben dieses Jahr einen immensen Sprung gemacht und all die Gespräche über das Jahr, Hilfestellungen und ihr Einsatz, das Beste aus sich heraus zu holen, haben sich wirklich gelohnt. Für mich war es toll, weil ich auch gemerkt habe, dass ich einen Unterschied gemacht habe in deren Berufsleben und dass sich die Zeit lohnt, sich mit Kollegen und Mitarbeitern immer wieder so detailliert auseinanderzusetzen. Oftmals geben Firmen diese Zeit nicht und auch bei uns ist eigentlich sowas nicht wirklich vorgesehen (also auf dem Papier schon, aber im täglichen Alltag machen es dann doch die wenigsten Mentoren), aber es lohnt sich. Nicht alle Projekte sind spannend, nicht alle Kunden einfach, aber man kann so ziemlich jedes Projekt durchstehen, wenn man am Ende des Jahres sagen kann, dass man daran gewachsen ist und es sich trotz allem gelohnt hat und vor allem die Mühe, Leistung und Kompetenz auch von den Vorgesetzten gesehen wird. Es war der richtige Abschluss, bevor der kleine Zwerg kommt.

Und letztlich: Halleluja, die Ersatzteile sind gekommen!! Ernsthaft, drei Lieferanläufe brauchten die…Donnerstag, Freitag hieß es jedes Mal „voraussichtlich wird die Lieferung heute im Laufe des Tages zugestellt“ und abends funktionierte dann die Sendungsverfolgung nicht mehr. Am Samstag hatten wir auch völlig vergessen, dass wir die Matratze für das Gitterbett abholen wollten. Im Kombi war das ggfs. auch einer der Auslöser für unsere Nervosität. Anyhow, am Montag kam dann endlich das Paket und ich durfte erstmal auf die Suche gehen. Für die Lieferung selber war ich ja nicht da und die Benachrichtigung, wo sie das Paket abgegeben haben, haben sie einfach mal weggelassen. Also dort angerufen und die Dame am Telefon hat dann die Unterschrift versucht zu entziffern. Ich hab es dann abgeholt, aufgemacht und das Beistellbett auch direkt aufgebaut.
Jetzt haben wir also einen Schlafplatz und der Zwerg darf kommen. ;-)

Unruhig, aufgeregt, nervös und gespannt, wünsche ich Euch eine ganze tolle Woche.

Liebe Grüße

Philippa mit einem immer noch sehr aktiven Zwerg im Bauch.



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