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Künstliche Befruchtung bald viel billiger?

Frohe Kunde für Wunschkind-Paare: Die Kosten einer künstlichen Befruchtung können laut belgischen Wissenschaftlern um Tausende Euro auf rund 200 Euro reduziert werden.

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Wunschkinder für alle

Zwölf Kinder wurden bisher nach Angaben der BBC mit Hilfe dieses Verfahrens schon geboren. Dabei wird teure Medizintechnik durch einfache chemische Zutaten ersetzt. Die Reproduktions-Forscher betonen, dass die Erfolgsrate bei diesem Verfahren ähnlich hoch ist wie bei einer konventionellen künstlichen Befruchtung – rund 30 Prozent.

Preiswerte Lösung

Bei der In-Vitro-Fertilisation wird der Frau eine Eizelle entnommen und im Reagenzglas mit den Spermien des Mannes befruchtet. Für die Kontrolle der Säurewerte der wachsenden Embryos im Labor sind Kohlendioxid-Inkubatoren, medizinisches CO2 und Luftreinigung nötig – ein teures Verfahren. Die Forscher des Genk Institute for Fertility Technology mischen im Gegensatz dazu billige Zitronensäure und Natriumbicarbonat und stellen so Kohlendioxid her. „Dieses ,Alka-Selzer-Verfahren´ ist mindestens so gut wie bei einer normalen künstlichen Befruchtung“, betont Leiter Prof. Willem Ombelet.

Hilfe für Paare

Die Kosten einer In-Vitro-Fertlisation liegen in Deutschland derzeit bei 1500 Euro Selbstanteil des Wunschkind-Paares pro Behandlungs-Zyklus. Dabei sind oft mehrere Behandlungs-Zyklen bis zum Erfolg nötig. Die Medizinerin Dr. Monica Tobler vom gyn-medicum Kinderwunschzentrum Göttingen weist auf ein weiteres neues IVF-Verfahren hin: Bei der „mild stimulation“ werden nur noch eine gesunde Eizelle und weniger teure Hormon-Medikamente benötigt. Die Erfolgsrate ist gut, Mehrlingsgeburten scheiden aus. Und: Die Kosten sinken immerhin um ein Viertel.


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