MENU

Familienthemen - Pflegefamilien dringend gesucht

Pflegefamilien sind Familien, die für eine bestimmte Zeit oder bis zur Volljährigkeit ein fremdes Kind bei sich aufnehmen, es betreuen und erziehen. Vor allem für Kinder von null bis sechs Jahren ist die Pflegefamilie aus Sicht der Jugendhilfe die erste Wahl, wenn ein Kind nicht (mehr) bei seinen leiblichen Eltern aufwachsen kann. Laut Deutschem Jugendinstitut (DJI) lebten im Jahr 2007 rund 60.100 junge Menschen in einer Gastfamilie.

In diesem Artikel:

Wir wird man Pflegeeltern?

Wie wird man „Pflegeeltern“? Der erste Schritt ist ein Anruf beim Jugendamt. Hier erfährt man, wer für Betreuung und Vermittlung von Pflegekindern zuständig ist. Das kann das Amt selbst oder ein freier Träger sein. Mit einem Informationsabend steigen Interessierte in das Thema ein und entscheiden dann: Kann ich mir vorstellen, ein Pflegekind aufzunehmen? Kann ich das überhaupt leisten?

Welche Vorraussetzungen als Pflegeeltern muss man mitbringen?

Das Jugendamt prüft dann die Voraussetzungen wie finanzielle Unabhängigkeit, polizeiliches Führungs- und Gesundheitszeugnis. Auch die zeitlichen Ressourcen und die Größe der Wohnung spielen eine Rolle. Dazu wird nach einem sozialen Netzwerk geschaut, das die Familie entlasten könnte.

Die endgültige Entscheidung, ob und für welches Kind die Eltern geeignet sind, liegt beim Jugendamt. „Die Pflegeeltern müssen nicht schon von Anfang an alles können. Sie wachsen mit ihren Aufgaben“, weiß Ellen Hallmann vom Verein „Familien für Kinder“ in Berlin. Begleitende Seminare bilden weiter, Sozialarbeiter oder Therapeuten geben situative Hilfestellung.

Welchen Pflegesatz erhalten die Pflegeeltern?

Der Pflegesatz für ein Kind ohne erhöhten Förderungsbedarf liegt laut Ellen Hallmann im Schnitt bei 800 bis 1.000 Euro monatlich.


Diese Seite bewerten: