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Schwangerschaftstest positiv - Was du über Schwangerschaftstests wissen musst

Die letzten Tage vor Beginn der Periode sind die spannendsten. Bleibt die Regel diesmal aus, rückt eine Schwangerschaft in greifbare Nähe. Ein positiver Schwangerschaftstest aus Drogeriemarkt oder Apotheke alleine ist kein Beweis. Aber eins steht fest: nun lohnt sich der Besuch beim Gynäkologen!

In diesem Artikel:

Bin ich wirklich schwanger? – Anwendung des Schwangerschaftstests

Fakt ist: der praktische Stäbchenschnelltest erkennt vor dem Ausbleiben der Periode geringe Spuren des schwangerschaftserhaltenden hCG*. Dieses Hormon bildet die heranwachsende Frucht und auch die Plazenta. Etwa 14 Tage nach der Befruchtung der Eizelle ist es im ganzen Körper – auch im Urin – nachweisbar. Jetzt zeigt der Schwangerschaftstest ein erstes Ergebnis, mit einer Zuverlässigkeit von immerhin 95 Prozent!

Die Durchführung des Tests ist einfach

Der Morgenurin eignet sich wegen seiner maximalen hCG-Anreicherung am besten. Der Mittelstrahl des Urins benetzt den Teststreifen. Auf einem trockenen Untergrund abgelegt, beginnt die Testreaktion im Inneren des Substrates. Das hCG-Antigen (grünliche Farbmarkierung) heftet sich an einen rosa gefärbten hCG-Antikörper. Beide wandern durch die Kapillaren des Papiers zur Testzone. In wenigen Minuten liegt ein Resultat vor.

Das Ergebnis

Ein roter Strich im Sichtfenster des Tests: Sie sind wahrscheinlich (noch) nicht schwanger. Die Regelblutung verspätet sich möglicherweise um ein paar Tage. Eine länger ausbleibende Periode ist ein Zeichen hormonellen Ungleichgewichts oder einer Erkrankung. Konsultieren Sie Ihren Frauenarzt.

Zwei rote Striche im Sichtfenster des Tests: Gratulation! Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist bereits recht hoch. Schiebe einen Beratungs- und Untersuchungstermin beim Gynäkologen jetzt nicht mehr auf die lange Bank.

Keine Striche im Sichtfenster des Tests: der Schwangerschaftstest ist überlagert, defekt oder wurde falsch angewandt. Auch die Testsubstanzen haben Verfallsdaten und brauchen Schutz vor übermäßiger Hitze- oder Kälteeinwirkung. Ein frischer Test hilft weiter.

Hinweis: Punkte, Striche, Klartext? Jeder Test ist ein wenig anders! Die Anzeige kann je nach Produkt in Farbe und Ausprägung variieren – unbedingt die beiliegende Gebrauchsinformation aufmerksam durchlesen!

Gründe eines positiven Tests – Gründe eines negativen Tests

Ein positiver Test kann auch andere Ursachen haben:

  • Fehlerhafte Anwendung oder Defekt des Schwangerschaftstests
  • Einige Tumore produzieren bestimmte Hormone und treiben den hCG- Wert unnatürlich in die Höhe
  • Eileiterschwangerschaften täuschen zunächst eine normale Schwangerschaft vor. Der hCG-Wert steigt anfänglich an, erhöht sich im weiteren Verlauf jedoch kaum und sinkt auch nicht mehr ab.

Erklärung: eine Eileiterschwangerschaft ereignet sich außerhalb des Uterus. Die befruchtete Eizelle bleibt im Eileiter regelrecht stecken. Sie kommt nicht weiter und erreicht ihr „Nest“ (die Gebärmutter) nie. Eine Eileiterschwangerschaft ist gefährlich, denn der Fetus kann nicht heranreifen. Eine Rettung der Leibesfrucht ist nicht möglich.

Ein negatives Testergebnis:

  • Es liegt keine Schwangerschaft vor – zum Beispiel: verspätete Periode aufgrund Hormonstörungen – unbedingt vom Arzt kontrollieren lassen!
  • Der Test wurde zu früh durchgeführt. Das hCG-Hormon ist noch nicht nachweisbar.
  • Ein Anwendungsfehler oder ein Defekt des Teststreifens liegen vor – Gegentest oder Arztbesuch!

Anmerkung: Im Labor wird die genaue hCG-Konzentration aus einer Blut- oder Urinprobe der Mutter bestimmt. Ein hCG-Wert deutlich über 10 IU/l** spricht klar für eine Schwangerschaft.

Weiterführende Links und Tipps

  • Mit so genannten Ovulationstests aus der Apotheke oder der Drogerie kannst du den Zeitpunkt deines Eisprungs gut bestimmen: www.familie-und-tipps.de
  • Auf dieser Seite findest dz Informationen rund um die gefürchtete Eileiterschwangerschaft. Frühzeitige Erkennung schützt vor Komplikationen: www.9monate.de

Bluttest und Urintest in der Frühschwangerschaft

In den ersten fünf Schwangerschaftswochen liegt die Hormonkonzentration im Urin oftmals noch unter der Nachweisgrenze des Urintests. Ein Bluttest beim Arzt zeigt wesentlich genauer an. Bereits neun bis zehn Tage nach der Empfängnis ist das hCG-Hormon im Blutserum feststellbar. Gewissheit über eine intakte Schwangerschaft liefert eine abschließende Ultraschalluntersuchung. Ab der fünften bis sechsten Woche erkennt das geschulte Auge des Arztes Fruchthöhle und Frucht. Jetzt bekommst du deinen Mutterpass!

Begriffserklärung

* hCG=humanes Choriongonadotropin, Hormon. Zur Feststellung einer Schwangerschaft - in Blut oder Urin nachweisbar.

* * IU/l/ IE/l: Mengennachweis von hCG in Blut und Urin. IU= International Units pro Liter, EU=Europäische Einheiten pro Liter.


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