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Eisprung auslösen: Tipps, um dem Ei auf die Sprünge zu helfen

Monat für Monat reift in den Eierstöcken eine Eizelle heran. Für kurze Zeit, und zwar um den Eisprung herum, kann sie befruchtet werden. Wenn du dir ein Kind wünschst, solltest du diese fruchtbaren Tage möglichst genau bestimmen. Unser Eisprungrechner hilft dir dabei. Entdecke hier Tipps, um den Eisprung zu fördern.

In diesem Artikel:

Wie kann ich den Eisprung auslösen?

Verhütung adé – und schon schwanger? Nicht immer klappt das so schnell, wenn Paare sich ein Kind wünschen. Bleibt der Eisprung  aus oder ist dein Zyklus unregelmäßig, dann hol dir Rat bei deiner Frauenärztin oder deinem Arzt. Auch wenn sich trotz schöner Regelmäßigkeit mehrere Monate keine Schwangerschaft einstellt, solltest du die Ursachen medizinisch abklären lassen. Bei unregelmäßigen Zyklen können pflanzliche Präparate wie Mönchspfeffer helfen. Und du kannst folgende Tipps beachten, die deine Fruchtbarkeit erhöhen:

7 generelle Tipps, die deine Fruchtbarkeit steigern:

  1. Dein Körper reagiert auf seelischen Stress mit verminderter Fruchtbarkeit. Gönn dir Entspannung. Achte darauf, dass es dir gut geht und du dich nicht übernimmst.
  2. Ausreichend schlafen: Acht Stunden Nachtruhe wirken Wunder.
  3. Folsäure kann nicht nur die Fruchtbarkeit steigern. Das Vitamin ist für die frühe Entwicklung des Fötus enorm wichtig, weil es Fehlbildungen des zentralen Nervensystems verhindert. Folsäurepräparate in Tablettenform gibt es in der Apotheke. „Unfruchtbarkeit kann durch einen Mangel an Folsäure oder anderen Vitaminen, an Spurenelementen oder durch allgemeine Unterernährung hervorgerufen werden“, erklärt Frauenarzt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Die Abhilfe ist hier einfach: Wer die Mangelsituation beseitigen kann, beseitigt auch die Unfruchtbarkeit. Kein Mangel an Vitaminen und Spurenelementen? Dann hat auch die zusätzliche Zufuhr keinen Effekt auf die Fruchtbarkeit.
  4. Regelmäßige Bewegung regt nicht nur den Kreislauf an – du fühlst dich wohler, aktiver und senkst deinen Stresslevel. Leichter Sport erhöht damit auch die Fruchtbarkeit.
  5. Falls du Raucherin bist (und auch dein Partner raucht): Schluss damit! Gemeinsam fällt das Aufhören leichter. Denn Nikotin ist ein Fruchtbarkeitskiller: Bei Frauen kann es die Aktivität der Eierstöcke einschränken und zu Störungen des Zyklus führen, bei Männern reduziert Rauchen die Qualität der Spermien, und zwar ganz gravierend. Die Chancen, schwanger zu werden, sind nur halb so hoch wie wenn ihr beide nicht raucht. Also: Mit dem Rauchen aufhören!
  6. Trink nicht übermäßig Alkohol, wenn du schwanger werden willst, vor allem nicht in der Phase zwischen Befruchtung und Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Wenig bzw. gar kein Alkohol ist daher das Gebot der Stunde!
  7. Kein Stress beim Sex! Trotz Kinderwunsch darf Sex für beide nicht zur Pflichtübung werden. Bewahre dir die Lust und Spontaneität!

Unregelmäßiger Zyklus – wie Akupunktur und pflanzliche Mittel helfen

Eisprung anregen mit Akupunktur

Akupunktur ist ein wesentlicher Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Feine Nadeln werden an bestimmten Stellen des Körpers gesetzt, den sogenannten Akupunkturpunkten. Akupunktur kann harmonisierend auf  den Menstruationszyklus wirken: Sie kann die Reifung der Follikel fördern und einen regelmäßigen Eisprung begünstigen.

Fruchtbarkeit fördern mit Akupunktur: Geht das? Dr. Ansgar Römer, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Tätigkeitsschwerpunkt Chinesische Medizin, warnt vor einer verkürzten Sichtweise: „Akupunktur ist sehr erfolgreich, wenn es darum geht, einen unregelmäßigen Zyklus zu regulieren“, sagt der Mediziner. Dabei ist der Eisprung aber nur ein Aspekt im Eireifungsprozess. Für eine Schwangerschaft sind alle einzelnen Phasen des Zyklus maßgeblich, z.B. neben dem Eisprung auch der regelgerechte Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, damit sich die befruchtete Eizelle einnisten kann. Dabei sind das Alter, die Hormonwerte und die Zeit, die eine Frau sich für den komplementären Therapieansatz gibt, entscheidend.

Wie verläuft die Behandlung mit Akupunktur?

Mit einer Sitzung ist es nicht getan. Die Behandlung verläuft über zwei bis drei Zyklen mit je einer Akupunktur pro Woche. Je nach Zyklusphase unterscheiden sich die Akupunkturpunkte: In den ersten zwei Sitzungen geht es darum, den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu optimieren und die Reifung des Eifollikels zu unterstützen. Die weiteren zwei Akupunkturen nach dem Eisprung sollen die Einnistung optimal fördern.

TIPP: Dr. Römer ist Fachgutachter und Prüfer für Akupunktur der Ärztekammer. Sein Rat: Wer seine Fruchtbarkeit durch Akupunktur fördern möchte, sollte unter folgenden Kriterien auswählen:

  • Wie viel Erfahrung hat der Behandelnde mit Akupunktur in diesem speziellen Bereich?
  • Setzt er TCM umfassend ein?
  • Unterscheiden sich die Akupunkturbehandlungen nach den Zyklusphasen?

Fruchtbarkeit steigern mit pflanzlichen Mitteln

Mit Hilfe pflanzlicher Präparate, mit Tees und Extrakten, kommt ein unregelmäßiger Zyklus wieder in den richtigen Rhythmus.

  • Mönchspfeffer: das pflanzliche Mittel bei Zyklusstörungen: Mönchspfeffer, auch Keuschlamm (Vitex agnus castus)  genannt, unterstützt den Körper dabei, weibliche Geschlechtshormone zu produzieren. Vor allem Progesteron: Das ist ein Hauptakteur in Sachen Kinderwunsch. Mönchspfeffer kann auch einen hohen Prolaktinspiegel senken. Prolaktin ist der Stoff, der die Milchbildung ankurbelt, aber auch dafür sorgt, dass stillende Frauen nicht ganz so schnell schwanger werden.

Buchtipps


Sensibler und informativer Ratgeber rund um den Kinderwunsch:

Zita West; Kinderwunsch: Fruchtbarkeit, natürliche Empfängnis und medizinische Möglichkeiten; ISBN-10: 3831025444; 16,95 Euro.


Ermutigender und einfühlsamer Leitfaden für eine glückliche Kinderwunschzeit:

Birgit Zart; Gelassen durch die Kinderwunschzeit; ISBN-10: 3720527379; 16,95 Euro.

Doch erwarte bitte keine Wunder von den Heilpflanzen: Mönchspfeffer & Co brauchen etwas Zeit, etwa drei bis vier Monate, um zu wirken. „Im Falle des Mönchspfeffers muss das Präparat über drei bis sechs Monate eingenommen werden, bis eine Behandlung Wirkung zeigt“, sagt Dr. Dorothee Struck. Die Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kiel ist auf pflanzliche Heilmittel spezialisiert.

Arzneimittel mit den Wirkstoffen des Keuschlamms sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, zum Beispiel Agnucaston® (1 Tablette täglich), Agnolyt® (40 Tropfen morgens) oder als homöopathische Tinktur von Ceres in der Potenz D2 (2-5 Tropfen täglich). Gerade im Internet gibt es oft Pflanzenextrakte minderer Qualität. Achte auf apothekenzugelassene, qualitativ hochwertige Präparate.

TIPP: Einige Krankenkassen erstatten die Kosten ganz oder teilweise, wenn ein Privatrezept vom Arzt und die Quittung der Apotheke vorliegen – unter anderem die AOK Nordwest, fast alle BKKs, DAK, Knappschaft, TK. 

  • Storchenschnabel wirkt entgiftend: Der Storchenschnabel (Geranium Robertianum) wird im Volksmund auch „Kindermacher“ genannt, und er ist gut geeignet zur Reinigung und Entgiftung. Geranium Robertianum Ceres Urtinktur setzt Dr. Struck nach längerer Krankheitszeit, Einnahme von vielen Medikamenten oder nach einer Fehlgeburt ein (Dosierung: 3 mal täglich 2–5 Tropfen).
  • Frauenmantel harmonisiert den Zyklus: Frauenmantel (Alchemilla): „Als Tee oder Urtinktur eignet sich Frauenmantel hervorragend für Zyklen, bei denen sich keine Regelmäßigkeit einstellen will, bei denen Zwischenblutungen auftreten oder die sich durch Stress stark beeinflussen lassen“, erklärt Dr. Struck. „Dreimal am Tag eine Tasse Tee, 1 TL getrocknete Frauenmantelkräuter pro Tasse, zugedeckt 5-7 Minuten ziehen lassen“, lautet die Empfehlung von Dr. Struck.

Diese Kräuter sind auch im Nestreinigungstee enthalten, einer traditionellen Mischung aus Frauenmantelkraut, Schafgarbe, Brennnessel, Goldrute, Gundelrebe, Stiefmütterchen, Storchenschnabel und Taubnessel. Er wirkt reinigend und entschlackend. Die Kräuter können nach Rezept in der Apotheke zu gleichen Teilen, z. B. je 50 g, gemischt werden. Am besten trinkst du ihn über mehrere Wochen, drei Tassen pro Tag.

Es gibt weitere Pflanzen, die die Fruchtbarkeit fördern – individuell eingesetzt nicht unbedingt zur Selbstmedikation geeignet. Mehr dazu erfährst du unter www.frauengesundheit-kiel.de

Wenn es soweit ist: Geburtsvorbereitung

Ein Geburtsvorbereitungskurs bietet dir vor der Geburt Sicherheit, Pflegetipps, Austausch mit anderen Schwangeren und vieles mehr. Was genau dich dort erwartet? Schau es dir hier an:

Mit Medikamenten den Eisprung auslösen?

Auch Medikamente helfen dem Ei auf die Sprünge, z. B. Präparate mit dem Wirkstoff Clomifen (in Form von Tabletten) oder Gonadotropine (Spritzenpräparat). Beide sind verschreibungspflichtig. Die Behandlung erfolgt unter Kontrolle deines Gynäkologen.

Was ist Clomifen und wie wirkt es?

„Clomifen regt die Hirnanhangsdrüse an, mehr Hormone auszuschütten (FSH und LH), um den Eisprung vorzubereiten. Wenn mit Clomifen über mehrere Zyklen kein Eisprung erzielt werden konnte, werden die den Eierstock stimulierenden Hormone (FSH und LH) direkt gespritzt“, erklärt Gynäkologe Albring.

  • Clomifen täuscht dem Körper vor, dass zu wenig Östrogene vorhanden sind. Die Hirnanhangsdrüse versucht diesen Mangel durch eine vermehrte Produktion von follikelstimulierendem (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) auszugleichen. Genau diese beiden Hormone regen die Eierstockfunktion an und sorgen für die Reifung der Eibläschen und den Eisprung.
  • Gonadotropine werden in Form von Spritzen verabreicht. Die Arzneimittel enthalten entweder nur FSH oder eine Kombination von LH und FSH. Sie führen zur Ausbildung von Eibläschen im Eierstock.

Hat die sind Hormonbehandlung Nebenwirkungen?

  • Überstimulationssyndrom: Die Eierstöcke werden überstimuliert, es entstehen sehr große und viele Eibläschen. „Das kann zu Zystenbildung führen – oder bei erfolgreicher Empfängnis zu einer Mehrlingsschwangerschaft“, so Albring.
  • Wechseljahre-Symptome: Hitzewallungen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen.

Weitere Infos über die Nebenwirkungen der Hormonbehandlungen findest du auf www.frauenaerzte-im-netz.de.

Eisprung auslösen: Checkliste

  • Kein Stress! Übernimm dich nicht!
  • Genug Schlaf
  • Genügend Vitamine und Spurenelemente
  • Regelmäßige Bewegung
  • Nicht rauchen!
  • Kein übermäßiger Alkoholgenuss
  • Akupunktur
  • Heilpflanzen
  • Hormone

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