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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, Qeridoo, mamalila, Frollein Tee und Lässig.
11. Schwangerschaftswoche

EINE WOCHE VOLLER SCHMERZEN

Bade otitis auf beiden Seiten, Sorgen, Hitze, Stress. Diese Woche war alles andere als schön.

Ihr Lieben, es tut mir leid, ich habe wirklich nichts wichtiges/tolles/interessantes diese Woche zu berichten.

Ich habe in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf der linken Seite schlimme Ohrenschmerzen bekommen. Die Schmerzen wurden so unerträglich, dass mein Freund mich nachts in die Notaufnahme gefahren hat. Ohren reinigen, Salbenstreifen mit Gewalt reingestopft, vor Schmerz ist mir der Kreislauf einmal weggebrochen. Dann wieder ab nach Hause mit der Diagnose: Bade otitis (umgangsprachlich). Eine äußere Gehörgangsentzündung, die oft nach dem Badengehen entsteht.

Paracetamol darf man wohl in der Schwangerschaft nehmen, durchgehalten habe ich noch bis zum nächsten Tag ohne. Dann konnte ich den Schlafmangel durch die Schmerzen nicht mehr aushalten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber auch zusätzlich 38 Grad Fieber. Ich habe in den nächsten zwei Tagen bestimmt zehn Stück genommen. Auch wenn alle Ärzte sagen, es wäre ok, macht es mir Sorgen, Sorgen, Sorgen.

Freitag trat endlich Besserung auf der linken Seite ein und ihr werdet mir mein Pech nicht glauben: Ich habe nachträglich noch eine Gehörgangsentzündung auf der rechten Seite gekriegt! Unfassbar, ehrlich. Also wieder zum Arzt, jetzt einen Streifen in beiden Ohren. Am nächsten Tag hatte ich wieder erhöhte Temperatur. Über’s Wochenende habe ich nichts gehört, wie eine Schwerhörige musste man mich anschreien, damit ich etwas verstehen konnte.

Für so viel Pech gibt es leider viele klare Faktoren, die zusammen gekommen sind: Ich habe eh kein gutes Immunsystem, in der Schwangerschaft ist es noch weiter geschwächt, ich benutze Wattestäbchen. Der Stress zuvor wird auch seinen Teil beigetragen haben und dann kam das Baden am Sonntag im See. Keine Wattestäbchen mehr für Mira, ich verspreche es euch! Ich hatte schon früher chronisch Probleme mit den Ohren. Aber ich war dumm und habe nicht früh genug draus gelernt.

Ich hatte die Tage versucht, die Heilung zusätzlich zu unterstützen durch Globuli (Belladonna und Dulcamara, die hoffentlich in der Schwangerschaft ok sind), durch Zwiebelsäcke, am Anfang durch Wärme, später durch Kälte. Mir kam es so vor, als hätte nichts davon geholfen, vielleicht sogar die Symptomatik noch verschlimmert.

Mein Freund hat sich lieb um mich gekümmert. Auch wenn unsere Spannungen der letzten Woche sich in diese Woche weiter getragen haben. Das und die Hitze haben das krank sein ehrlich erschwert. Seine Familie war auch lieb. Sie haben mich zum Arzt gefahren, gekocht und mich sehr zauberhaft versorgt. Besonders die Mama. Dass mein Kind einmal Teil dieser Familie sein wird, macht mich sehr glücklich.

Ansonsten haben wir uns einfach nur wieder viele Sorgen gemacht. Wie geht’s dem Kind wegen dem Paracetamol? Der Schmerzen, dem Fieber, dem Stress? Die Angst, dass etwas nicht in Ordnung ist, in in dieser Phase besonders akut. Ich bin jetzt in der 11. SSW und damals wurde bei Delaila zu dieser Zeit die Nackenfalte festgestellt, von der aus alles andere sich so schlecht entwickelt hat.

Kommenden Dienstag ist der nächste Frauenarzttermin. Wieder sehen, ob alles ok ist, Babys Herzschlag hören. Zum Glück. Die Zeit im Moment ist schwer zu ertragen. Wir hatten in der Klinik auch gefragt, ob wir vielleicht zur Beruhigung einen Ultraschall machen können. Leider hätten wir darauf zwei Stunden warten müssen, weil es dafür ja keine medizinische, nur eine emotionale Begründung gab. Also üben wir uns weiter in Geduld.

Nächste Woche kommt auch das erste Treffen mit der Hebamme, die ich bereits in der 5. oder 6. SSW kontaktiert habe. Ich bin gespannt, wie sie sein wird, sie klang am Telefon sehr nett und erfahren. Die Woche drauf kommt das große Organscreening im Pränatalzentrum, also ihr hört: Es wird jetzt konkreter, wenn es um die Gesundheit von Baby geht. Wünscht uns nur das Beste!

Ich wünsche euch allen ein wenig kühlere Temperaturen!
Liebst, Mira Baby und Co.

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Kommentare von Lesern:

Stephanie09.08.2018 13:04

Liebe Mira
ich hoffe, dein Termin am Dienstag ist gut gelaufen und dir geht es wieder besser? Liebe Grüße

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Emma, Hamburg06.08.2018 10:47

Liebe Mira,
das hört sich ja gar nicht gut an - gute Besserung für Dich und ich drücke die Daumen, dass die Geschichte mit den Ohren jetzt überstanden ist!
Für den Termine am Dienstag drücke ich sehr die Daumen - ich bin in Gedanken bei Dir. Für das Organscreening sind ebenfalls alle Daumen gedrückt! Ich wünsche mir sehr, dass einfach mal keinerlei Auffälligkeiten gefunden werden - wobei ich kaum jemanden kenne, bei dem nichts gefunden wird. Aber viele Dinge die mit reifender Technik gefunden werden sind ja oft Zufallsbefunde, von denen man früher einfach nichts wusste. Du hast jetzt einmal eine furchtbar schlimme Erfahrung mit Delaila gemacht und es ist klar, dass Du unglaublich angespannt bist. Ich kann gut verstehen, dass Du jegliche Untersuchungen zur Beruhigung benötigst.
Ich habe mich damals bei meinem ersten Kind gegen jegliche Form der Pränataldiagnostik entschieden. Kurz vor der Geburt waren jedoch die Herztöne auffällig und ich war überfällig - so dass eine Untersuchung des Herzens gemacht werden musste. Dabei wurden dann mehrere Softmarker gefunden, die auf eine Trisomie hindeuten können - unter anderem eine singuläre Nabelschnurarterie. Glücklicherweise kannte ich mich nichts aus und der Arzt im UKE hat auch keine Panik gemacht, wofür ich heute noch dankbar bin. Mein Kind kam zum Glück komplett gesund auf die Welt - erst später als ich mich mit Pränataldiagnostik beschäftigt habe wurde mir klar, dass ich diesem Kreislauf der Verunsicherung und Angst nur knapp entkommen bin. Und ich kenne sehr viele Beispiele bei denen im Organscreening „Softmarker“ gefunden wurden, die für viel Verunsicherung geführt haben und nach denen trotzdem gesunde Kinder geboren wurden. Bei Delaila war es anders. Wahrscheinlich eine Laune der Natur. Das heißt aber nicht, dass sich Deine Geschichte beim zweiten Kind wiederholt. Du weißt das aber die Angst ist doch stärker und das kann ich verstehen. Aber Du bist nicht alleine und ich wünsche Di

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