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Tagebücher aus der Schwangerschaft

Alle drei bis vier Monate beginnt eine Schwangere auf kidsgo.de ihr Tagebuch. Jede Woche beschreibt sie ihre Schwangerschaft und was sie bewegt. Die Schwangerschafts-Tagebücher werden ermöglicht durch die Unterstützung von Thule, Qeridoo, mamalila und Lässig.
29. Schwangerschaftswoche

UND DER NAME VON BABYBOY LAUTET

Pränatalzentrum, Bonbon Manufaktur, Adventskalendar, Vitamin D, Antidepressiva, Stupsspiele, Einjähriges, Blasenaua, Freude & Co.

Ihr Lieben,

die Woche ging los beim Pränatalzentrum und wie soll ich Euch nur beschreiben, wie glücklich, erleichtert und dankbar ich bin: Babyboy geht es einfach gut! Gesund und gut! Er ist inzwischen 37 cm und wiegt 1050 g. Die Oma (also die Mama von meinem Freund) war dabei und mein Gott, war sie stolz! Das war sehr schön mit anzusehen. Babyboy hat gegähnt und manchmal mit seiner Hand nach oben gestupst und ich konnte sie zeitgleich spüren. Ich wusste garnicht, dass das auch mal seine Hand sein kann, ich dachte, ich fühle nur seine Tritte. Wir haben zwei wunderschöne 3D Bilder mitgenommen und es ist so faszinierend, schon die Gesichtszüge von Babyboy zu sehen. Mein kleines Wunder!

Dienstag hatte ich Fahrpraxis und abends war ich mit ein paar Mädels in der Bonbon-Manufaktur, selber Bonbons herstellen. Perfekt für Nikolaus! Da fällt mir ein, die Geschenke diese Woche im Paar-Adventskalendar waren auch toll! Mein Freund bekam von mir eine Naturhaarbürste für Babys (wenn er meine Haare hat, braucht er die), eine Packung Molton-Tücher und Mullwindeln und eine Babynagelschere. Ich hatte bisher auch super Geschenke: ein Set, mit dem man Babys Fuß- und Handabdrücke nach der Geburt festhalten kann und ein hochwertiges Tragetuch. Ich bin ganz beeindruckt davon, wie gut mein Freund sich damit auseinander gesetzt hat und was für schöne Produkte er findet. Ich hatte vermutet, er würde mehr "Unsinn" kaufen ;)

Mittwoch habe ich mich beim Amt schlau gemacht wegen Elterngeld (was für eine Herausforderung es ist da durchzublicken), war in der Firma meines Freundes einen Flyer für einen Katalog erstellen und direkt im Anschluss war der Geburtsvorbereitungskurs. Der gefällt mir weiterhin gut, diesmal waren Themen dran wie Atmung, Beckenboden und das so gefürchtete Thema: Dammschnitt und Riss. Aber auch, welche Frau warum welches Krankenhaus wählt und ich bin ja immernoch hin und her gerissen zwischen dem in der Nähe und dem UKE, bei dem ich mich medizinisch auf der allersichersten Seite fühle und was mir durch die Geburt von Delaila bereits so vertraut vorkommt.

Mein Vitamin D-Wert ist ok, habe ich diese Woche erfahren. Und mein Antidepressiva ist auf einem so niedrigen Stand, dass es wohl kaum noch wirkt. Was ja auch das Ziel war, dass Babyboy bei der Geburt keine Entzugserscheinungen hat. Ich habe mit meiner Therapeutin besprochen, das bis nach der Stillzeit "durch zu stehen" und dann erst wieder zu erhöhen, sollte es notwendig sein.

Babyboy scheint mir diese Woche auch wieder viel fitter, aktiver, lebendiger. Nachts ist er immer gern gegen 3 Uhr wach und stupst mich, bis ich wach bin und zurück stupse. Das protestieren, wenn ich auf der Seite liege, hält er auch konsequent durch. Seine Stupser sind wirklich überall, inzwischen auch fast direkt unter dem Brustbereich. Also dreht und wendet er sich noch wild, solange er eben noch kann. Ich frage mich immer, ob es mich irgendwann nervt. Wenn man dauernd gestupst wird, es eventuell weh tut, einen sogar vom Schlafen abhält... das könnte einen doch irgendwann nerven, oder? Aber davon spüre ich nichts, ich liebe diese Bewegungen bedingungslos und genieße sie so sehr. Ich glaube sogar, es wird mir fehlen, wenn er mal geboren ist. Wobei dann natürlich andere wundervolle Dinge auf einen warten, aber trotzdem... dieses ständige Leben im Bauch ist wirklich ein schönes Gefühl. Mein Bauch wird mir danach sehr langweilig vorkommen, glaube ich.

Donnerstag hatten wir noch eine Hausbesichtigung, mir hat das Gesamtpaket gut gefallen, mein Freund wirkt zögerlich...

Da fällt mir ein, Mittwoch war ürbigens unser einjähriges Wiedersehen. Wow, oder? So viel passiert in einem Jahr, wer hätte das gedacht! Vielleicht erinnern sich noch manche aus meinem Tagebuch mit Delaila: Ich kenne meinen Freund bereits seit fast neun Jahren. Wir waren schon mal zusammen, allerdings nicht lange, weil ich ein Jahr im Ausland war und die Distanz das irgendwann beendet hat. Wir haben uns wieder gesehen, als ich zurück kam, aber irgendwie hat es vom Timing her nicht gepasst, zumindest nicht bei mir. Er war durchaus interessiert daran wieder da anzuknüpfen, wo wir stehen geblieben waren. Dann haben wir für ein paar Jahre den Kontakt verloren. Er hatte einen merkwürdigen Namenswechsel auf Facebook, also selbst wenn ich ihn mal gesucht habe, habe ich ihn nicht gefunden. Er hat mich auch gesucht, allerdings zu der Zeit, in der meine Mama gerade verstorben war und ich für lange Zeit kein Facebook hatte. Dann - November letzten Jahres - ist er auf einmal wieder da: eine Freundschaftseinladung, ein Facebooknachricht. Ich war gerade seit 2-3 Monaten mit Delaila schwanger.

Wollen wir uns treffen?
Ja, gerne. Ich bin übrigens schwanger.
Oha, alles klar, ok.

Dieses erste Wiedersehen war irgendwie magisch. So unendlich vertraut. Ich war danach so glücklich, ich konnte mir das selbst kaum erklären. In mir war sofort der Wunsch, dass wir zusammen kommen und wir mit Delaila zusammen eine Familie werden, auch wenn sie nicht seine Tochter ist. In ihm war sofort der Wunsch, dass er früher dagewesen wäre, dass Delaila seine Tochter gewesen wäre. Drei Tage nach unserem ersten Treffen kam die erste schreckliche Nachricht: Eine Nackenfalte von 9 mm. Damals habe ich auch ihm geschrieben und er war von Anfang an da. Und ohne viel in dieser Ausnahmesituation nachzudenken habe ich einen tiefen, inneren, verletzlichen Wunsch einfach ausgesprochen: Sollte ich sie verlieren, machen wir danach ein Baby? Er hat einfach Ja gesagt, als wäre so eine Frage selbstverständlich. Es war irgendwie beiden auf emotionaler Ebene klar, wie stark das Band ist. Drei Tage nach unserem zweiten Treffen kam dann der finale Schicksalsschlag: Schwerer Hydrops. Delaila wird die Schwangerschaft nicht überleben. Kurze Zeit darauf war ich im Krankenhaus und von dem Moment wich er nicht mehr von meiner Seite. Der erste Kuss kam, als er mich zum ersten mal im Krankenhaus besucht hat. And the rest is history.

Das Leben und wie unbegreiflich es manchmal läuft. Ich werde nie verstehen, warum es mir Delaila genommen hat. Gleichzeitig hat es mir in dieser Phase Liebe geschenkt und kurze Zeit darauf Noah. So wird unser Sohn nämlich heissen: Noah Maximilian. Tadaaa, damit wäre das große Geheimnis um Babyboys Namen auch gelüftet ;) Auf diesen kleinen Menschen freuen wir uns, wie Eltern sich über Nachwuchs nur freuen können!

So, zurück in der Gegenwart... Nach der Hausbesichtigung Donnerstag haben mich leider akute Blasenschmerzen gequält. Weil ich damit in der Vergangenheit immer schlimm zu kämpfen hatte und sehr anfällig bin, bin ich diese Schwangerschaft sehr vorsichtig. Beim ersten Anzeichen verziehe ich mich nach Hause, packe mich warm ein, ruhe mich aus und trinke literweise Tee, um im Anschluss dauernd die Toilette nebenan aufsuchen zu können. Das war ein paar mal in der Schwangerschaft so und ich konnte auf diese Weise immer wieder schlimmeres abwenden. Zum Glück! Yoga musste ich dann abends absagen, aber ich hatte Euch ja bereits erzählt, dass der Kurs nicht ganz mein Fall ist.

Heute (Freitag) ist es nicht ganz weg mit den Blasenschmerzen, aber etwas besser.

Heute gibt es zudem zwei sehr sehr gute Nachrichten: Erstens - in meiner Firma findet jeden Morgen ein Adventskalender-Ziehen statt und heute morgen habe doch tatsächlich ich gewonnen, yesss! Und zwar das perfekteste Geschenk, welches hätte für mich in diesem Adventskalender sein können: Tickets für ein Poetry Slam Event in der Elbphilharmonie. Der absolut große, lustige, mega Zufall ist: Ich hatte bereits Tickets für meinen Freund und mich für eben dieses Event besorgt! Jetzt haben wir bessere Plätze, die alten Tickets hat mir eine Kollegin sofort abgekauft und zack, einmal die 80 EURO Eintrittsgeld gespart! Bäm, mega gut! Und zweitens - heute geht es endlich ins langersehnte Wellness-Wochenende! Bis gestern wusste ich nicht einmal, wohin es geht, ich wusste nur, wir sind am Wochenende weg und ich soll packen. Gestern hat allerdings der Mann, der uns das Haus gezeigt hat, meinen Freund gefragt wohin es denn geht und da hat mein Freund sich verplappert ;) Es geht nach Heiligenhafen, ich freu mich sooo!

Deshalb schreibe ich Euch diesen Bericht bereits Freitag und stelle ihn heute schon ein... damit das Wochenende nichts mehr auf meiner To-Do-Liste steht!

Nächste Woche also mehr von uns! Habt bis dahin eine gute Zeit!
Liebst, Mommy, Noah & Daddy

Noah, Noah, Noah, ich bin so verliebt in diesen Namen, ich kann ihn gar nicht oft genug schreiben, lesen, hören!



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Pränatalzentrum, Vitamin D, Antidepressiva