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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
4. Woche

Der Alltagstrubel beginnt....

...Auch Zweitgeborene dürfen schreien

Sonntag, 19.45Uhr

So, nachdem ich gestern schon fast fertig mit meiner Eintragung war – Kinder schliefen schon und mein Mann war auf einer Party – sind mir die Daten verloren gegangen. Darum also noch einmal.

Wieder schlafen die Kinder. Mein Mann und ich haben endlich kinderfrei. Gleich werde ich aber auch mit Johann ins Bett verschwinden. Ich bin doch ganz schön kaputt, obwohl ich heute ein ganz tolles Valentinsgeschenk bekommen habe. Mein Mann ist fast drei Stunden mit den Kindern draußen gewesen. Ich konnte in Ruhe baden und mich noch einmal kurz hinlegen.

Meine Mama ist jetzt wieder abgefahren. Nach zwei Monaten! Solange war sie noch nie bei uns. Das letzte Mal, dass wir so viel Zeit miteinander verbracht haben, war wohl, bevor ich mit 18 von zu Hause ausgezogen bin. Ein bisschen wehmütig macht mich das schon. Da musste ich erst 38 Jahre alt werden, um noch einmal so viel Liebe und Dankbarkeit für meine ach so liebe Mama zu empfinden. Ich hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleibt. Auch wenn sie schon Anfang 70 ist.

Unsere Große hat besonders daran zu knappern, dass wir jetzt wieder ohne Oma sind. Mama und Papa haben nicht immer so viel Zeit wie früher. Vor allem ich habe durch das viele Stillen weniger Zeit für sie. Dann darf ich schon Sätze wie DU SOLLST JETZT NICHT STILLEN oder OMA SOLL JOHANN STILLEN hören. Manchmal zerreißt es mir fast das Mama-Herz, wenn ich das Spielen mit meiner Großen unterbrechen muss. Meine Tochter kann oft noch nicht so lange auf mich warten. Mit Stillen und Windelwechseln brauche ich ungefähr 45 Minuten. Zum Glück wird das Stillen in den nächsten Monaten schneller gehen.

Abends ist Johann jetzt fast nur im Tragetuch. Sonst würde ich den Nachmittag und Abend kaum geregelt bekommen: Abendbrot machen, mit der Großen spielen, Wäsche waschen etc. Zum Glück unterstützt mich mein Mann sehr viel, nimmt Johann auch ins Tuch und ist auch sonst ein toller Ehemann und Papa.

Diese Woche gab es zum ersten Mal zwei fürchterliche Nächte mit Johann: Geschrei nach dem Stillen bzw. erstmal nur Wachsein nach dem Stillen und dann Geschrei. Wie auch immer! Unerträglich! Ich war zum ersten Mal richtig wütend auf ihn und musste das Schlafzimmer verlassen, so wenig konnte ich die Situation aushalten. Dann kamen mir auch irgendwann die Tränen. Ich sah mich schon bis zum Ende des ersten Lebensjahres tiefere und tiefere Augenränder bekommen.

Jetzt ist wieder alles in Ordnung. Er trinkt jetzt auch nachts, während ich liege. Das klappte erst nicht, nuckelte er doch nur herum. Jetzt pucke ich ihn und lass ihn neben mir schlafen, anstatt ihn ins Beistellbettchen zu legen. Das scheint zu helfen.

Meine Hebamme meinte, zwischen der dritten und vierten Woche verarbeiten die meisten Neugeborenen ihre Geburt noch einmal. Wie auch immer! Ich bin froh, dass er jetzt wieder ruhiger ist. Natürlich wäre ein zweitgeborenes Kind, welches den ganzen Tag ruhig und zufrieden im Kinderwagen läge, auch ein Traum. Aber mal ehrlich, auch Zweitgeborene dürfen ihre Stimme erheben und sich bemerkbar machen. Unsere Große äußert ihre Bedürfnisse sehr klar, wie LEG JOHANN WEG, ICH WILL AUF DEINEN SCHOSS oder WIR LASSEN JOHANN ZU HAUSE UND GEHEN ALLEIN AUF DEN SPIELPLATZ. Heute sagte sie sogar, als Johann am Morgen zu grummeln begann: ERST REDE ICH; DANN DU. DU MUSST WARTEN, JOHANN. Trotzdem merkt man, wie gern sie ihn hat, guckt ihn sich genau an, gibt im Küsschen.

In dieser Woche haben wir außerdem „konsumiert“: Es gab eine neue Waschmaschine. Unsere alte hat just in dieser ersten Zeit, in der so viel Wäsche anfällt, ihren Geist aufgegeben. Aber so eine neue, moderne und große Waschmaschine macht uns alle glücklich. Auch unsere Große versuchte schon hineinzukriechen. Nur Johann mochte das laute Rumpeln unserer alten Waschmaschine lieber, wenn wir ihn gewickelt haben. Und für Johann gab es diese Woche einen Schnuller, den er aber gestern und heute total verweigert hat. Mal gucken und am Ball bleiben. Wir sind nämlich Schnuller-Befürworter. Er war bei unserer Großen ein guter Trost neben der Brust. Und mit etwas Konsequenz kann man ihn auch gut wieder abgewöhnen.

Und jetzt noch einmal zu Johanns Popo. Seit zwei Tagen herrscht mal wieder Ruhe. Alles im grünen Bereich. Die lieben Tipps der Mitleserinnen habe ich auch gelesen und wissend gelächelt. Ja, auch ich nehme immer mal wieder die gute Calendula-Creme oder manchmal auch Hamametum oder Ringelblumensalbe. Zinkoxidhaltige Cremes hatte ich bei unserer Großen auch am Start, aber der Erfolg war beim Absetzen der Creme immer gleich null. Meine Homöopathin meinte mal, dass manche Kinder einfach so einen wunden Popo haben. Selbst sie konnte mir immer nur zeitweise helfen. Spätestens bei einem Infekt oder den Zähnchen wurde bei meiner Großen der Popo immer gleich wund. Und dann bei der Beikosteinführung oder bei der Kita-Eingewöhnung mit dem ungewohnten Lebensmitteln… Oh je… Das steht uns bei Johann bestimmt auch noch bevor. Auch ich habe als Baby die gleichen Probleme gehabt. Ist wohl doch vererbt. Und damals gab es nur Stoffwindeln…

Zum Thema „windelfrei“ hatte ich mich früher mal belesen. Ich bin aber skeptisch, ob man das im Alltag umgesetzt bekommt, wo doch Johann beim Stillen sein Geschäft macht. Abhalten geht dann nicht. Unsere Große hatte uns ab ihrem 11. Lebensmonat per Baby-Gebärden angezeigt, wenn sie eine neue Windel haben wollte. Das war zumindest auch ganz hilfreich.

So, dann gehe ich mal langsam ins Bett. Ich wünsche allen eine schöne Februarwoche.

Antje



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Kommentare von Lesern:

judith Jena 17.02.2016 05:48

Hey Antje
Großen Respekt und eine wunderbare, entspannte Woche mit viel kraft wünsche ich dir!

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Gast , paderborn15.02.2016 11:57

Bei unserem vierten Kind waren es Falsche Pampers sowie feuchttücher die einen wunden Po gemacht haben, Waschlappen und klares Wasser sowie die dritte probierte pamperssorte haben dann Heilung gebracht . Inzwischen verträgt Sie feuchttücher aber bei den Pampers klappt es noch immer nur mit einer Sorte. Grüße

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