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Ein kleines Weihnachtswunder - Tagebücher aus der Schwangerschaft von Kinderwunsch: Desiree aus Schwarzheide

Eine neue wunderbare, aufregende und vielleicht auch lang erwartete Lebenszeit beginnt. Für unsere Tagebücher-Blogs haben wir immer 3-4 schwangere Frauen in unterschiedlicher Schwangerschaftsphase, die in freudiger Erwartung über jede Woche dieser spannenden Zeit schreiben, uns und die vielen tausend Follower:innen daran teilhaben lassen und damit unvergessliche Momente schaffen.

Ein kleines Weihnachtswunder

Schwangerschaftsrückblick – 3. Kind – Stille Geburt

Halli Hallo,

die nächsten Beiträge werden sich ausschließlich mit der stillen Geburt unseres Sohnes beschäftigen.
Ich möchte unsere Geschichte in mehrere Abschnitte aufteilen, damit die einzelnen Beiträge nicht zu lang werden:
- Die Schwangerschaft
- Der Tag, der alles veränderte
- Die Geburt
- Die erste Zeit danach
- Die Verabschiedung
- Erinnerungen schaffen
Ich behalte mir jedoch vor, die Unterpunkte bei Bedarf noch anzupassen.

Heute möchte ich euch von der Schwangerschaft erzählen.

Unser drittes Wunder war ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk, denn genau am 24.12.2025 erfuhren wir, dass ich schwanger bin.
Wir hatten es bereits seit Mai versucht. Umso größer war unsere Freude, als es endlich geklappt hatte.
Im Januar 2026 hatte ich dann einen Termin bei meiner Frauenärztin. Ursprünglich war dieser schon einige Wochen zuvor vereinbart worden, weil ich eine Überweisung meines Hausarztes hatte, um das Thema PCOS abklären zu lassen. Stattdessen bestätigte sich die Schwangerschaft.

Wie schon bei meinen vorherigen Schwangerschaften war unser kleines Würmchen in der Entwicklung zunächst etwas zurück. Deshalb konnte man beim ersten Termin noch keinen Herzschlag erkennen und der errechnete Geburtstermin wurde bei der darauffolgenden Untersuchung um zwei Wochen nach hinten korrigiert. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich unser Sohn jedoch immer zeitgerecht.

Mitte Februar ´26 erhielt ich ein Beschäftigungsverbot. Der Betriebsarzt stellte fest, dass ich keine Antikörper gegen Ringelröteln hatte. Da ich als Erzieherin arbeitete, lautete die Empfehlung, zu Hause zu bleiben.

Die ersten etwa 20 Schwangerschaftswochen waren für mich sehr schwer. Das kannte ich aus meinen vorherigen Schwangerschaften nicht.
Im ersten Trimester litt ich unter starken Verspannungen im Nacken, die zu heftiger Übelkeit führten. Teilweise konnte ich kaum das Bett oder die Couch verlassen. Hinzu kam eine überwältigende Müdigkeit. Für jemanden wie mich, der es schwer aushält, wenn der eigene Körper nicht so funktioniert, wie man es gerne möchte, und man ja auch zwei Kinder zu versorgen hat, war das eine große Herausforderung.
Etwa ab der 22. Schwangerschaftswoche wurde es endlich besser und ich konnte die Schwangerschaft zunehmend genießen.

Aufgrund einer Zervixinsuffizienz in meinen vorherigen Schwangerschaften musste ich bereits früh alle zwei Wochen zur Kontrolle zu meiner Gynäkologin. Mein Gebärmutterhals verkürzte sich schon im ersten Trimester stetig. Mit Utrogest und Magnesium bekamen wir die Situation jedoch gut in den Griff, sodass er bis zum Schluss stabil blieb.
Zwischen der 18. und etwa der 24. Schwangerschaftswoche wurde zudem eine Plazenta Praevia Totalis festgestellt. Damit stand plötzlich das Thema Kaiserschnitt im Raum. Das gefiel mir überhaupt nicht, denn ich wünschte mir sehr, unser drittes Kind wieder auf natürlichem Weg zur Welt zu bringen.
Zum Glück erledigte sich dieses Thema von selbst, als die Plazenta (zu einer Hinterwandplazenta) nach hinten wanderte.

Unser kleiner Wurm hatte jedoch offenbar noch eine weitere Überraschung für uns parat. Nachdem das Thema Plazenta erledigt war, lag er plötzlich in Beckenendlage und blieb bis zur 29. Schwangerschaftswoche so liegen. Wieder sprach meine Gynäkologin von einem möglichen Kaiserschnitt.

Unsere Schwangerschaft mit unserem Sohn war also ein ständiges Auf und Ab – ein echtes Abenteuer.
Doch bei jeder Untersuchung, sei es bei meiner Gynäkologin, beim Ersttrimester-Screening oder bei der Feindiagnostik, hieß es immer dasselbe: Unserem kleinen Abenteurer geht es hervorragend. Er entwickelte sich zeitgerecht, alle Untersuchungen waren unauffällig und es gab keinerlei Hinweise darauf, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte.

„Ein Baby, das sich so viel bewegt, dem kann es nur gut gehen“, sagte meine Gynäkologin immer wieder.
Und bis dahin war auch tatsächlich alles gut.

Bis die 33. Schwangerschaftswoche kam …

Hier endet der Rückblick auf die Schwangerschaft mit unserem dritten Kind.

Bis ganz bald
Desi



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Schwangerschaft, Rückblick, Stille Geburt