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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
26. Woche

Carlo brabbelt

Das Dauerbespaßungsprogramm a la Oma Chilena zeigt Wirkung

Carlo hat angefangen zu sprechen. Erst hat er nur den Mund auf und zu gemacht und am nächsten Tag fing er plötzlich an zu reden. Bluabluabluablauauauau usw. Richtig laut und wenn man genau hinhört könnte man „Ole Ole BVB“ heraus hören. Davon ist zumindest mein Freund überzeugt. Beim ersten Brabbeln hatten mein Freund und ich uns mal wieder kurz etwas gestritten und wir saßen zu dritt schweigend und schmollend am Tisch als Carlo plötzlich anfing. Wir waren alle begeistert, haben uns allerdings etwas zurückgehalten, schließlich waren wir ja am Schmollen. Ich glaube, Carlo hat uns eine Standpauke gehalten. Seitdem quatscht er uns von morgens bis abends die Ohren voll. Bei fremden Menschen ist er schüchtern und macht lieber sein altbekanntes WAHHHHH bis er husten muss.

Er beginnt nun auch sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen und wieder anders herum. Immer wenn ich ihn draußen auf die Wiese oder in den Sandkasten auf seine Decke lege, liegt er zehn Minuten später daneben. Carlo hat außerdem eine Leidenschaft für Wasser entwickelt. Er planscht so gerne damit oder hört dem plätschern zu. Ich habe ihn nach der letzten Breimahlzeit bäuchlings auf die Arbeitsplatte gelegt mit den Händen über dem Waschbecken und den Wasserhahn angemacht. Er hatte wahnsinnigen Spaß daran, den Wasserstrahl zu fangen, dass er anfing zu weinen als ich ihn wieder wegtrug. Er findet auch Brunnen, Wasserspiele oder die Wasch- und die Spülmaschine toll. Vielleicht wäre ein Zimmerbrunnen zum Einschlafen ein geeigneter Brustersatz … ;-)

Ansonsten kann ich mich vor lauter Freizeitstress nicht über Langeweile beschweren. Die Taufe steht am Sonntag an und wir müssen noch ganz viel Deko basteln, einkaufen, Dinge besorgen usw. Gleichzeitig versuche ich immer meine Schwiegermutter aus dem Haus zu bekommen. Denn ohne sie und mit Carlo wegzugehen, ist für mich irgendwie unentspannt. Ich habe dann immer ein schlechtes Gewissen sie alleine zu lassen. Zu dritt sind wir allerdings immer sehr langsam, weil wir dann immer im Latinaschneckentempo laufen. Das macht mich manchmal auch unentspannt. Das ist eigentlich auch unnötig unentspannt zu sein, denn sie bleibt gerne zu Hause. Neulich, als sie dann mal wieder am Putzen war, habe ich ihr vorgeschlagen lieber mit ihrem Sohn shoppen zu gehen. Doch sie rief sehr aufgebracht, dass sie lieber putzen will und ich ihr das lassen soll, weil sie das zu Hause auch immer macht. Ich denke, sie hatte Heimweh und lenkt sich damit ab. Man wird dadurch übrigens sehr faul. Ich gehe in ein Zimmer, hinterlasse ein Riesenchaos und gefühlte drei Minuten später ist alles wie geleckt. Das motiviert nicht gerade dazu, Dinge sauber zu hinterlassen. Manchmal schließe ich innerlich schon Wetten ab, wie lange etwas wohl diesmal liegen bleibt. Eine weitere Umstellung ist, die Dinge in der Küche wiederzufinden. Viele Gegenstände haben einen neuen Platz gefunden. Ich könnte mich auch beschweren, aber ich nutze es lieber als Gehirntraining mir zu merken wo Ana es hin gepackt haben könnte. Ich habe meinen Haushalt also komplett aus der Hand gegeben. Es fällt mir etwas schwer, aber es ist ja nicht für immer. Hierbei bekommt das Sprichwort „Mi casa es tu casa“ eine ganz neue Bedeutung.

Meine armer Freund hat es, glaube ich, auch nicht leicht. Er hat jetzt zwei Frauen zu Hause, die auf ihn warten und Aufmerksamkeit wollen. Das überfordert ihn manchmal und mich auch. Diese Woche habe ich beschlossen einen Tag zu meinen Eltern zu fahren, um mal wieder ganz für mich zu sein bzw. Carlo ganz für mich zu haben und mein Freund kann dann seine Mama ganz für sich haben. So können wir alle mal durchatmen. Abends ist es nämlich doch ab und zu etwas störend, dass ich nicht meine Ruhe haben kann. Aber einen Tag bei meiner Mama verschafft mir bestimmt mehr Entspannung. Ab Freitag werden wir dann Action haben, weil wir unsere Wohnung fit machen müssen um genügend Platz für 50 Personen zu schaffen. Ich bin gespannt wie es wird und hoffe inständig auf gutes Wetter.

Liebe Grüße,

Susi



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Brabbeln, Freizeitstress