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Baby-Tagebücher

Hautnah. Intensiv. Liebenswert. Folgt hier den Babytagebuch-Bloger:innen und erlebt regelmäßig, wenn frischgebackene Mütter und Väter ihr Leben mit euch teilen. Jede Woche lassen sie euch an ihrer neuen Lebenszeit mit Baby teilhaben und geben ganz persönliche Einblicke: Was hat der Sprössling diese Woche Tolles gelernt? Wie geht es den jungen Eltern mit dem kleinen Knirps? Welche Herausforderungen begegnen den Neu-Mamas und Neu-Papas mit ihrem Neugeborenen? In den Baby-Tagebüchern seid ihr live dabei, von ersten Arztbesuchen bis zu holprigen Gehversuchen. Ob liebenswert chaotisch oder rührend besinnlich: Immer erhaltet ihr einen unverfälschten, authentischen und persönlichen Einblick in das aufregende Leben einer Jungfamilie.
38. Woche

Launische Woche

für alle Beteiligten

Eigentlich wollten wir diese Woche ein schönes gemeinsames Wochenende verbringen. Mein Freund hatte Donnerstag und Freitag frei genommen. Doch wie das so ist: Große Vorfreude führt zu großer Enttäuschung. Obwohl wir beide bestens gelaunt ins Wochenende starteten, hatte mein Freund auf einmal super schlechte Laune. Grund dafür ist, glaube ich, eine generelle Unzufriedenheit auf der Arbeit und eine nervige Frau, die immer ein "aber" auf Lager hat. Jedenfalls war der ganze Tag geprägt von Höhen und Tiefen, dessen Ausläufer ich abbekam. Zwischendurch beschlossen wir einen Neustart. Er brachte mir Blumen mit und fragte, ob wir noch einmal neu Beginnen. Das ging aber wieder schief. Wir haben es geschafft in vier Tagen nichts gemeinsam zu unternehmen, außer eine Tagesmutter zu besuchen. Ich erwischte mich immer wieder dabei mich zu freuen, dass er Montag wieder arbeiten muss.
Meine Freundin sagt dazu immer, dass die Launen der Männer im ersten Jahr nun mal extrem sind (die der Frau natürlich auch;-)). Sie fühlen sich hilflos und ausgeschlossen, weil Mutter und Kind so eng verbunden sind. Das verstehe ich auch und Carlo ist ja noch mal extremer. Zurzeit ist er wieder total anhänglich und ich habe schon lange nicht mehr mit meinem Freund in einem Bett schlafen können, weil der Kleine immer direkt wach wird, wenn ich mich einen Zentimeter entferne. Mich treiben die Launen meiner Männer manchmal auf die Palme. Viele die ich kenne haben allerdings ähnliche Probleme, obwohl es bei den meisten so aussieht, als würde die Sonne immer scheinen. Das tröstet mich dann immer ein bisschen.
Wie auch immer. Wir sind zwar nicht verheiratet aber es heißt dort nicht umsonst in guten wie in schlechten Zeiten. Inzwischen haben wir uns wieder lieb. Immerhin haben wir Sonntagnachmittag nach einem Riesenzoff doch noch die Kurve gekriegt und ein Picknick im Park gemacht.

Wir haben uns letzte Woche eine Tagesmutter aus Cuba angeschaut. Sie ist super nett und herzlich und gleichzeitig aber auch direkt und ehrlich wie eine Deutsche. Sie erinnert mich etwas an die Tante meines Freundes. In zwei Wochen schauen wir uns eine Argentinierin an. Mein Freund ist dabei allerdings schon etwas voreingenommen. Er hat Angst, dass Carlo dann redet wie ein Argentinier. Und die Chilenen sind sich ja nicht besonders grün mit ihren Nachbarn. Aber bevor Carlo gar kein Spanisch lernt, würde er das wohl auch in Kauf nehmen ;-) Ich fände es ganz nett, wenn Carlo bei einer Latina unterkommt. So kriegt er einerseits ein bisschen mehr Latinotemperament in seinen Alltag und vor allem mehr spanisch. Ich finde es nach wie vor sehr faszinierend, dass Kinder in der Lage sind zwei Sprachen zu lernen. Ich finde es eigentlich auch schon faszinierend, dass sie überhaupt eine Sprache lernen. Die ganzen Wörter müssen ja immerhin mit irgendwann in Zusammenhang gebracht werden. Wenn ich mir den Alltag mit Carlo so betrachte rede ich nicht allzu viel mit ihm und trotzdem wird er die Sprache lernen.

Carlo hat in der vergangenen Woche immerhin zweimal „durchgeschlafen“. Das heißt 6 Stunden am Stück. Und ich hatte wieder Hoffnung geschöpft, dass von jetzt alles besser wird. Doch die letzte Nacht war eine Vollkatastrophe. Carlo hat wieder gebrüllt und einfach nicht in den Schlaf gefunden, jedes Mal wenn er wach wurde. Und das war wieder jede Stunde. Ich habe mich dann zu einem Schnuller umfunktioniert und dann ging es wieder ein bisschen.

Carlo isst jetzt tagsüber immerhin 80 Gramm Karotte und ich steigere das jetzt hoffentlich bis zu unserer Abreise am 11. September auf eine komplette Mahlzeit. Und dann werde ich versuchen ihn in Chile abzustillen. Dort habe ich ja dann tatkräftige Unterstützung von meiner Schwiegermutter. Ich habe es langsam echt satt zu stillen, übe mich aber in Geduld, um den kleinen Prinzen nicht zu überfordern. Spätestens mit 18 schläft und isst er selbstständig und es sind immerhin nur noch 17 1/4 Jahre bis dahin.

Liebe Grüße,

eure Susi



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Kommentare von Lesern:

Gast03.08.2015 14:41

Ich wuerde noch etwas durchhalten und nicht gerade in Chile abstillen. Eine Reise ist aufregend genug fuer die Kleinen. Ausserdem wird er mit einer Menge neuer Keime in Kontakt kommen. Da wuerde ich die Vorteile der Muttermilch noch ein bisschen weiter nutzen. LG

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