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Bitcoin: So funktioniert das virtuelle Geld

Kryptowährungen werden immer beliebter: Spätestens seit ihrem explosionsartigen Wertanstieg Ende 2017 ist die führende virtuelle Währung Bitcoin in aller Munde. Mittlerweile akzeptieren selbst einige große Online-Reisebüros und Hotels Bitcoin als Zahlungsmittel, außerdem gilt das virtuelle Geld als eine der krisensichersten Investitionsoptionen. Aber wie funktionieren Kryptowährungen, und worin unterscheiden sie sich?

In diesem Artikel:

Das sind die wichtigsten Kryptowährungen

Wer über Kryptowährungen spricht, kommt nicht umhin, Bitcoin zu erwähnen. Die älteste virtuelle Währung steht gleichermaßen stellvertretend für das Phänomen des Internet-Geldes. Die genaue Geburtsstunde der erfolgreichsten Kryptowährung aller Zeiten ist von Geheimnissen umhüllt - bekannt ist nur, dass die erste nachweisbare Transaktion im Jahre 2010 stattfand, als das Bitcoin-Konzept noch weitgehend in den Kinderschuhen steckte. Seit 2013 hat Bitcoin knapp die Hälfte seines Marktanteils eingebüßt: Dennoch gilt die erste virtuelle Währung als das Paradepferd des dezentralen Finanzsystems. 

2011 folgte Litecoin in den Fußstapfen von Bitcoin. Die neue Kryptowährung schaffte es nicht, sich ganz so stark wie ihre Vorgängerin durchzusetzen, behielt jedoch einen konstanten Marktanteil von zwei bis drei Prozent bei. Erst Ethereum vermochte es, eine beachtliche Erfolgsgeschichte zu verzeichnen: Seit der Einführung der Kryptowährung im Jahre 2015 ist ihr Marktanteil stetig von zwei Prozent bis zu 19 Prozent angestiegen. 

Auch Ripple schlägt inzwischen Wellen und mischt bei den Großen mit. Die Kryptowährung zeichnet sich durch eine höhere Wertbeständigkeit aus und wurde sogar von mehreren Banken als ein mögliches Zahlungsmittel ins Visier genommen.

Bitcoin-Wertentwicklung

Bild: Bitcoin-Wertentwicklung seit 2017 (smava.de)

Wie funktionieren Kryptowährungen?

Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Monero liegt die sogenannte Blockchain zugrunde. Dies bedeutet, dass sämtliche Transaktionen in einer Informationskette festgehalten werden. Diese Kette besteht aus Datenblöcken, die beim Mining ("Schürfung") generiert werden. Das Mining wird in Anlehnung an die Goldgewinnung so bezeichnet und ist ein äußerst rechenintensiver Prozess. Dadurch, dass sämtliche Transaktionen festgehalten werden, gewinnt das System an Transparenz, ohne etwas über seine Benutzer preiszugeben. Bei einer Transaktion bleiben die Handelspartner stets anonym. 

Die Kryptowährung Dash geht einen Schritt weiter und bietet im Gegensatz zu Bitcoin oder Litecoin keine offen zugänglichen Transaktionsinformationen. Als erste Kryptowährung wird Dash dezentralisiert organisiert und bietet somit eine noch höhere Anonymitätsstufe als Bitcoin oder Ethereum.

Wie verbreitet sind Kryptowährungen?

Was Bitcoin und andere Kryptowährungen so beliebt macht, ist ihre Unabhängigkeit vom traditionellen Bankwesen. Spätestens seit dem Börsencrash 2008 stehen viele Menschen den Banken mit Argwohn gegenüber. Kryptowährungen bieten eine unkomplizierte und alternative Anlagemöglichkeit. Neben den bereits existierenden Onlinewährungen werden ständig neue Geldsysteme erschaffen. In einem sogenannten ICO werden neu emittierte Währungen möglichen Investoren präsentiert. Dieser Ablauf erinnert sehr an einen Börsengang und ist mit hohen Risiken verbunden.

Bereits emittierte Kryptowährungen wie Bitcoin hingegen erfreuen sich laut smava.de immer größerer Popularität. Fast zwei Prozent aller Deutschen zahlen bereits mit Bitcoin, während sich fast die Hälfte vorstellen kann, dies in Zukunft zu tun. Aber auch anderswo sind Kryptowährungen schon seit längerer Zeit auf dem Vormarsch: In den USA wuchs die Zahl der Kryptoautomaten, die gegen Fiatgeld Bitcoins ausgeben, im Verlauf eines Jahres um mehr als das Doppelte.