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Familienthemen - Männerwünsche vs. Frauenwünsche

Plötzlich ist alles anders. Das Baby ist da und nichts mehr so wie zuvor. Angesichts schlafloser Nächte und Rund-um-die-Uhr-Einsätzen bleiben viele eigene Wünsche auf der Strecke. Wie war die erste Zeit nach der Geburt für dich? Was hättest du dir von deinem Partner gewünscht?

In diesem Artikel:

Er sagt

Seit wenigen Tagen bin ich glücklicher und stolzer Papa. Das Kleine und Mama sind wohlauf, alles verlief ohne Komplikationen. Man kann sagen, der ganze Geburtsvorbereitungsstress hat sich gelohnt, auch wenn mir immer noch die Beckenknochen von den Übungen weh tun. Unsere Kleine steht natürlich im Mittelpunkt und naturgemäß der Mama näher. Einwenig fühle ich mich daher abseits.

Wenn ich also jetzt nach der Geburt meine Wünsche offenbare, dann klingt das angesichts von Geburtsstress und Wochenbettstrapazen irgendwie nach Egoismus. Ist es aber nicht.

Ich würde mir einfach mehr Verantwortung in der Betreuung unserer Kleinen wünschen. Bisher macht alles die Mama, wahrscheinlich auch, weil ich mich bei bestimmten Handgriffen noch sehr unbeholfen anstelle und viel lernen muss. Es macht Spaß und mit jedem neu gelernten Handgriff habe ich das Gefühl mittendrin zu sein, statt nur dabei. Nur einen Anfang muss man setzen.

Ebenso auf meiner Wunschliste steht wieder etwas mehr Zweisamkeit trotz der neuen Dreisamkeit. Sicher ist die Zeit noch nicht ganz reif dafür, dennoch wünsche ich mir in den freien Abendstunden einwenig kuscheln und beisammen sein, vielleicht später auch gemeinsame Unternehmungen, wie Kino oder mal Essen gehen, wenn die Großeltern über die Kleine wachen.

Mein größter Wunsch ist es aber, dass unsere Tochter gesund und munter groß werden kann.

Sie sagt

Da ist er nun, lang ersehnt und „schwer erarbeitet“ – unser kleiner Sohn. Ein bisschen dramatisch war sie schon, die Geburt, denn als Sternengucker kam der Zwerg schließlich per Notkaiserschnitt zur Welt. Von der plötzlichen Hektik, dem Stress und der Angst im Kreißsaal mussten wir uns alle erst mal erholen. Die ganze erste Nacht traute ich mich nicht, ein Auge zuzumachen, zum Einen, weil ich dieses Wunder an kleinem Mensch nicht fassen konnte, zum Anderen aus Sorge, weil der Fratz so oft gehustet hat, um das Fruchtwasser loszuwerden.

Natürlich sind der Stress und die Freude über die Geburt und die ersten Tage zu Dritt auch an meinem Liebsten nicht spurlos vorüber gezogen. Vielleicht fällt er deshalb jede Nacht (und manchmal auch am Tag) in diesen komatösen Schlaf, in dem er den Zwerg nicht hört, wenn er schreit.

Wenn ich drei Wünsche frei hätte, wäre das das Erste, was mir einfiele: Dass er häufiger und ohne Aufforderung das Beruhigen und Wickeln übernehmen würde. Na ja, und von der ungewohnten Still-Haltung sind meine Nackenmuskeln ganz verspannt ... So eine Massage hin und wieder wäre da Gold wert. Als dritten und letzen Wunsch stünde ein klitzekleines bisschen mehr Verständnis und Eigeninitiative von ihm auf der Liste. Zum Beispiel, wenn sich in der Wohnung Wäscheberge stapeln und ich abends einfach zu müde bin um zu kochen ...

Vielleicht freue ich mich deshalb schon so darauf, wenn wir neben aller Dreisamkeit bald hin und wieder die Schwiegereltern oder Freunde zum Babysitten organisieren können. Dann hätte ich mal ein Stündchen „frei“ und wir hätten Zeit nur für uns. In der wir vermutlich nur über unser wunderbares Kind sprechen würden ...