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Geschwister: So förderst du die Zuneigung

Hurra, Emily ist da! Alle sind entzückt: diese Finger, so klein, und dieses noch leicht zerknautschte Gesicht, bezaubernd! Für Paul, den großen Bruder, beginnt jetzt eine Phase der Umgewöhnung. Stand er vorher im Mittelpunkt, ist es nun die kleine Schwester, um die sich die Familie schart. Denn der neue Familienzuwachs benötigt gerade am Anfang viel Aufmerksamkeit.

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Baby-Verhalten

Kinder reagieren darauf mit regelrechtem Baby-Verhalten: Sie wollen wieder gestillt werden, verlangen nach der Flasche und schlafen nachts nicht mehr durch. Gerade zwischen eineinhalb und vier Jahren sind Kinder besonders eifersüchtig. In dieser Phase beginnen sie sich verstärkt von den Eltern zu lösen – und müssen sich deren Zuneigung besonders bewusst sein. Da kann ein Geschwisterchen als störend empfunden werden. Was also tun, wenn sich Nachwuchs ankündigt?

Dabei sein ist alles

Experten raten, das Erstgeborene schon mit in den Prozess der Schwangerschaft einzubeziehen. Zeige ihm die Ultraschall-Bilder und überlege gemeinsam, wo das Kinderbett für das Baby stehen soll. Ist der Säugling dann da, beziehe ihn als größeres Kind weiter mit ein – lasse es das Baby wickeln helfen oder sich beim Stillen dazu kuscheln. Erkläre deinem Kind, warum das Baby anfangs so viel mehr Schutz und Aufmerksamkeit braucht. Wichtig ist auch, dass Mama und Papa sich täglich jeweils Zeit für nur ein Kind nehmen. Papa spielt mit dem großen Bruder Eisenbahn, während Mama die kleine Schwester wickelt, oder umgekehrt. Wichtig für ältere Geschwisterkinder: ein eigener ungestörter Bereich, wo das mobiler werdende Baby nicht hinkommt. Eltern müssen sich klar sein: Geschwisterliebe ist nicht selbstverständlich, sie muss sich entwickeln und wachsen. Und dafür kannst du viel tun.


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