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Hormon mit Kuschelfaktor: Oxytocin stärkt die Paarbindung

Oxytocin gilt als Wehen- oder Stillhormon. Doch auch im männlichen Gehirn wird der Botenstoff gebildet, und zwar beim Kuscheln oder beim Sex. Was Oxytocin bei Männern bewirkt? Es reduziert nicht nur Stress oder Angst, sondern fördert die Paarbindung und steigert das Vertrauen.

In diesem Artikel:

Auch bei der Geburt und beim Stillen dabei: das Hormon Oxytocin

Bei der Geburt und beim Stillen wird das Hormon Oxytocin im Gehirn ausgeschüttet. Es leitet die Geburt ein und regt den Milchfluss an. Übersetzt heißt es „leicht gebärend“ oder „schnelle Geburt“ – kein Wunder, dass es als typisches Frauenhormon gilt. Aber es hat noch einen anderen Effekt, und der betrifft (auch) die Männer: Es beeinflusst Beziehungen zwischen Menschen.  Und hält die Bindung zwischen Liebenden stark.

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Wie wirkt Oxytocin?

Oxytocin taucht da auf, wo zwei Menschen Zärtlichkeiten austauschen: Beim Sex, beim Streicheln, beim Küssen. Und diesen Effekt haben die Forscher der Uni Bonn nun genauer untersucht: Denn das Hormon bewirkt  nicht nur, dass wir uns zu Zweit gut fühlen. Es stärkt die Bindung und das Vertrauen, zwischen Mutter und Kind –  aber auch zwischen Paaren. Und – noch besser: Es lässt den Mann alle anderen vergessen, sobald seine Liebste die Bildfläche tritt! Naja, fast. Zumindest wirkt die eigene Partnerin viel attraktiver, wenn Oxytocin im Spiel ist.

Warum ist Oxytocin ein „Treuehormon“?

 „Das Hormon Oxytocin spielt eine wichtige Rolle bei der Partnerbindung“, sagt Prof. Renè Hurlemann, stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Bonn.  Mit seinem Team untersuchte er den Zusammenhang zwischen Oxytocin und Treue: Die Wissenschaftler verabreichten Männern das Hormon in Form von Nasenspray. Dann legten sie ihnen Fotos vor: Bilder von fremden Frauen und Fotos von ihrer Partnerin. Sobald die eigene Frau oder Freundin auftauchte, registrierten die Probanden: „Das ist mein Mädchen!“ Das Belohnungssystem im Gehirn war bei diesem Anblick sehr aktiv. Und die Männer empfanden ihre Partnerin als attraktiver als die anderen Frauen. Der biologische Mechanismus fördert Treue und Monogamie – denn dieser Effekt tritt nur bei Liebenden ein.


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