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Stressbewältigung im Familienalltag – Gelassenheit lernen

Du siehst deine Kinder am liebsten glücklich? Dann zeige ihnen wie es geht! Sei Vorbild, wenn es darum geht, gut drauf, stressresistent und ausgeglichen zu sein. Zuwendung, Anerkennung und die Möglichkeit, neue Kraft zu schöpfen sind die Basis dafür.

In diesem Artikel:

Energiespeicher füllen

Sorge dafür, dass deine Energiespeicher regelmäßig gefüllt werden. Gerade Mütter neigen dazu, erstmal für alle anderen zu sorgen und ihre eigenen Bedürfnisse darüber vollkommen zu vergessen. Oft wissen sie am Ende gar nicht mehr, was sie eigentlich wollten. Oder bräuchten. Und vergessen, dass sie nur so viel geben können, wie sie selber haben. Deshalb: Sei ein gutes Vorbild und kümmere dich auch um dich selber.

Gelassener werden und Rituale schaffen

Gönn dir ein Stück mehr Gelassenheit – die Welt dreht sich auch weiter, wenn du nicht perfekt bist. Deine Kinder kratzt es vermutlich wenig, wenn es hin und wieder mal Pizza vom Bringdienst, anstelle des selbst gekochten Bio-Menüs gibt. Oder wenn gekuschelt wird, anstatt ein pädagogisch wertvolles Kinderanimationsprogramm zu realisieren. Wer von festen Vorstellungen loslassen kann, um pragmatisch auf die jeweilige Situation zu reagieren, ist klar im Vorteil. Zufriedenheit ist letztlich auch eine Frage der Einstellung.

Schaffe Rituale. Das kann deine Kaffeepause am Nachmittag ebenso sein wie die festgelegte Schlafenszeit der Kinder oder der monatliche Ausgehabend mit deinem Partner. Ritualisierte Handlungen sind verlässlich. Sie geben Sicherheit und werden seltener in Frage gestellt.

Aufgaben verteilen

Der Mensch braucht Aufgaben, um sich wertvoll zu fühlen. Das gilt übrigens nicht nur für Mütter, sondern auch für Kinder, Partner und Großeltern. Also, tue deinen Lieben den Gefallen und delegiere Aufgaben im Haushalt. Mache deutlich, dass alle Familienmitglieder mit der Übernahme von Pflichten einen wichtigen Beitrag zu einem harmonischen Miteinander leisten und spare nicht mit Lob, wenn die Dinge erledigt sind.

Weniger ist mehr

Babymassage, Stilltreff, Kinderturnen, Musikschule ... als moderne Mutter möchtest du nichts verpassen, um dein Kind zu fördern? Verständlich, aber stressig für alle Beteiligten. Setze Prioritäten und wähle lieber Termine aus, die ihnen beide Spaß machen. In der übrigen Zeit kannst du gemeinsam entspannen und zum Beispiel zusammen gekuschelt ein Buch anschauen.

Im Heute leben

Sicher, eine Familie zu organisieren, ist eine ziemliche Herausforderung. Kindergeburtstage, Großeinkäufe, Arzttermine und vieles andere mehr wollen gut geplant und organisiert sein. Dabei gerät oft in Vergessenheit, dass wir im Heute leben und nicht für das Morgen. Die Aufmerksamkeit öfter bewusst auf den Augenblick zu lenken, öffnet den Blick für Gelegenheiten, die man sonst zweifelsohne verpasst hätte. Gemäß dem Ausspruch: „Das Gestern ist Vergangenheit, das Morgen ist Zukunft, das Heute ein Geschenk!“

Der Weg ist das Ziel

Das Baby hat immer noch keinen Trinkrhythmus, dein Sohn trotzt, was das Zeug hält und du zweifelst langsam an deinen mütterlichen Qualitäten? Keine Panik, bislang hat noch jedes Baby seinen Rhythmus und jeder Sohn seinen Weg aus der Trotzphase gefunden. Gib dir und deinen Kindern etwas Zeit, sich zu entwickeln. Wenn es mal nicht so rund läuft und du dich weit entfernt vom Sprung in die Liga der Super-Mütter siehst, was solls? Der Weg ist das Ziel.

Messlatte runter

Perfekte Hausfrau, immer liebevolle Mutter, tolle Pädagogin und allzeit aufmerksame Partnerin – mal im Ernst, wo bitte gibt´s das? Wer vielen Ansprüche gerecht werden möchte, fühlt sich bald überfordert. Deshalb: Stutze deinee Erwartungen (und die der Anderen). Überleg, was dir wirklich wichtig ist und streiche konsequent die Dinge, die nicht dazu zählen. Entspannt ungemein.

Streicheleinheiten genießen

Nimm dir Zeit für liebevolle Berührungen. Massagen, Kuscheln und der Austausch von Zärtlichkeiten entspannen, stärken das Immunsystem, vermitteln das Gefühl von Geborgenheit und sind vor allem Balsam für die Seele.

Fünf Dinge für leuchtende Augen

Nenne spontan fünf Dinge, die dir im vergangenen Jahr richtig viel Spaß gemacht und deine Augen zum Leuchten gebracht haben. Schreibe sie dir auf und sorge dafür, dass sie sich in absehbarer Zeit wiederholen.

Freiräume schaffen und Inne halten

Eigentlich bist du ein Fabelwesen. Eines, das sich innerhalb von Sekunden verwandeln kann. Von der Mutter zur Freundin, zur Ehefrau oder zur eigenständigen Persönlichkeit. Damit du bei der Vielzahl der Rollen nicht Gefahr läufst, den Überblick zu verlieren (manche Paare sprechen sich ja schon gegenseitig mit „Mutti“ und „Vati“ an), sorge für Freiräume. Dass es eine Elternzeit und eine Kinderzeit gibt, verstehen selbst kleine Kinder schon und dass Mama ab und zu mal eine Pause braucht, kann meistens auch der Papa nachvollziehen.

Du torkelst im Finstern schlaftrunken zum Baby oder springst morgens wie von der Tarantel gestochen aus dem Bett, weil du – wie immer – spät dran bist? Auch, wenn es paradox klingt, sobald du in Stress geraten oder sich überfordert fühlst, halte kurz inne. Friere die Situation ein und gönne dir einen Augenblick, indem du tief durchatmest, einfach dein Kind umarmst oder dich gemeinsam an etwas Schönem erfreust. Die Kraft, die du daraus schöpfst, ist die kurze Verzögerung allemal wert.